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heilige Vater nicht an Frankreich allein wendet, sondern analle europäischen Monarchen, sie beschwörend, das Studium desrömischen Rechtes, wenn auch nicht als geschriebenen Beweis-grundes, doch wenigstens als obligatorischen Textes abzu-schaffen.
„Jnnocenz, Bischof, Knecht der Knechte Gottes, allenPrälaten der Königreiche Frankreich, England, Schottland,Wales, Spanien und Ungarn, Gruß und apostolischen Segen!
„Wir werden, von Schmerz erfüllt, wann wir sehen, wieder einst so fromme und so heilige geistliche Stand, seine ersteWürde vergessend, aus den Höhen der Heiligkeit in die Tiefedes Lasters heruntersteigt. Denn in der That ermüden zahl-reiche Berichte beständig unsere Ohren mit einem schrecklichenGerüchte und benachrichtigen Uns, daß die Kleriker, indemsie die philosophischen Studien versäumen und, was noch be-dauerlicher, geringschätzen — von der theologischen Wissen-schaft vorerst ganz abgesehen — schaarenweise in die Lehrvor-träge des weltlichen Rechtes eilen. Was aber dermale» denZorn Gottes noch in höherem Grade verdient, ist die That-sache, daß die Prälaten in mehreren Staaten für die geist-lichen Würden, Ehren und Pfründen Niemanden mehr wählen,der nicht Professor des weltlichen Rechtes oder Advokat ist.
„Durch diese unverbrüchliche Constitution ordnen Wir nunan, daß sürderhin kein Professor des weltlichen Rechtes oderAdvokat, welches auch die Rechte und Privilegien, die ihmseine gründliche Kenntniß des weltlichen Rechtes verleihen,sein mögen, für die geistlichen Würden, Pfründen, Präbendenoder selbst für die untergeordnete» Aemter gewählt werdendarf, wofern er nicht in den andern freien Wissenschaften be-wandert ist und sich durch seine Sitten und sein Leben em-pfiehlt. Denn die Wahl von dergleichen Leuten entehrt denKlerus, verbannt die Heiligkeit aus diesem Stande, läßt Hoch-muth und Habgier so sehr in ihm zur Herrschaft gelangen,daß das Herz der Kirche, Unserer heiligen Mutter, durch un-glaublichen Schmerz darüber zerfleischt wird. Wenn manche