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[2. Band.]
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del'Hospitalhat uns die unberechenbaren Nachtheile geschildert,welche die stets wachsende Verbreitung des römischen Rechtesin socialer Hinsicht im Gefolge hatte, und Jnnocenz IV. offen-bart uns die nicht minder betrübenden Folgen, welche aufreligiösem Gebiete daraus hervorgingen.

Gleichwie es späterhin taub war für die Stimmen, diees auf die Gefahren seiner Vorliebe für das Heidenthum inder Kunst, der Philosophie und Literatur aufmerksam machten,so schenkte auch Europa im dreizehnten und vierzehnten Jahr-hundert den Warnungen des Papstthums kein Gehör undfuhr fort, mit der Renaissance des legislativen Heidenthumssein Spiel zu treiben. Indessen der Wahrheit fehlt es nimmeran Zeugen. Einer der größten Geister jener Zeit erhebt gegenEnde des dreizehnten Jahrhunderts nachdrückliche Protesta-tionen: es ist Roger Bako, einer der größten Gelehrten, derErfinder des Pulvers,') des Telescops und des Brennspie-gels. Von seiner einsamen Zelle aus sieht der berühmte Fran-ziskaner, Erbe des Geistes eines heiligen Bernhard und einesThomas von Aquin, den Cäsarismus unter dem Namen öffent-liches Recht und bürgerliches Recht tagtäglich mehr Boden imchristlichen Europa gewinnen; er schildert das Uebel demPapste selbst, weist aus dessen Ursache hin und deutet dasMittel gegen dasselbe an. Interesse gewährt es, wie Cousindiesen schönen Versuch würdigt:

„Roger Bako," sagt er, „steht auf dem Standpunkteder strengsten scholastischen Rechtgläubigkeit, wenn er das Ver-langen stellt, daß in der zwischen der Philosophie und derTheologie nothwendigen Harmonie die Philosophie ihre Er-klärungen stets dem Texte der heiligen Schrift unterordnenund denselben Sinn auch in das Studium des kanonischenRechtes legen soll. Er verlangt, das kanonische Recht solle

1) Dies ist ein Verstoß gegen die geschichtliche Wahrheit; der Erfinderdes Schießpnlvcrs war der Mönch Berthold Schwarz.

Anm. d- Ueters.