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dem Unwillen der Regierungen verschwunden ist, oder ob sieseit vier Jahrhunderten eine Rolle in der Politik Europa'sspielt — dies ist eine Frage, deren Lösung wir nur in denJahrbüchern der Diplomatie zu finden vermögen.

Zwölftes Kapitel.

Macchiavel's Doctrinm.

(Fortsetzung.)

Neue Mittel für die Ruhe und Ausbreitung: der Mord derKönige, der Meuchelmord der Nationen, die Unterjochung dergeistlichen Macht — Macchiavel wendet die Hauptprincipien seinercäsarischen Politik auf Italien an — Er öffnet den Protestantenund den Revolutionären den Weg — Er stellt das ProgrammLuther's, Mazzini's und Karl Albert's auf — Alle Träume dergegenwärtigen italienischen Demagogen sind die seinigen.

Hören wir^ in Erwartung der Antwort der Geschichte,den erhabenen Schüler der Renaissance, den überlegten Be-wunderer des Alterthums. Die Erziehung Europa's ist nochnicht vollendet; es kennt bei Weitem noch nicht alle Geheim-nisse der bewundernswerthen Politik der Griechen und Römer.

Zu der Gewaltthätigkeit und dem Betrug fügt Macchia-vel ein drittes Mittel für Ruhe und Ausbreitung. Dieses indem klassischen Alterthum so bekannte Mittel ist der Meuchel-mord der Könige und selbst der Nationen. DasKapitel, in welchem der Lehrer Europa's diesen Gegenstandbehandelt, trägt folgende Ueberschrift: „Warum es noth-wendig ist, die Söhne des Brutus zu tödten, umdie wied ererrung ene Freiheit zu schützen."') Nach

1) Loinms egli e noeessario, n voler msntsnere uua lidorta aegui-stata äi nuovo, smarrare i üZIiuoli äi örulo. — Buch III. Kap. 3.

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