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[2. Band.]
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einer pomphaften Lobrede auf Brutus, der, um seine Söhnefür ihre Verschwörung gegen die Freiheit zu bestrafe», sie nichtnur zum Tode verurtheilt, sondern sogar ihrer Hinrichtungbeiwohnen will, fährt er fort: „Ein Jeder, der die Geschichteder alten Republiken gelesen hat, wird überzeugt sein, daß beidem Uebergange von der Republik zur Tyrannei, oder vonder Tyrannei zur Republik eine im Gedächtniß bleibende Hin-richtung der Feinde der neuen Ordnung der Dinge noth-wendig ist. Wer sich der Alleinherrschaft bemächtigt undBrutus leben läßt, oder wer einen freien Staat gründet unddie Söhne des Brntus ihm nicht opfert, muß sich auf einenbaldigen Sturz gefaßt machen." ')

Er bleibt Hiebei nicht stehen; in dem folgenden Kapitellehrt er, daß der Fürst, welcher sich der obersten Gewalt be-mächtigt hat, die ganze Race Dessen vertilgen muß, dener aus dem Besitz derselben verdrängt hat, indem er sonst nieruhig leben werde.

Endlich gibt er, zur Vervollständigung seiner Lehre, in dem„Fürsten" die Art und Weise an, wie diese Abscheulichkeitenausgeführt werden müssen, wenn sie von Vortheil sein sollen.„Trotz seiner grausamen Thaten," sagt er, „behauptete sich Aga-thokles auf dem Throne, weil er solche zur rechten Zeit auszu-führen verstand." ') Nun heißt aber sie zur rechten Zeit ausführennichts Anderes, als: plötzlich und gleichzeitig alle Gewaltthaten,welche man für seine Interessen von Nutzen hält, ins Werksetzen. „Laßt Die ermorden, die euch verdächtig scheinen, undJene, die sich als eure Feinde erklären, aber laßt eure Rachenicht schleppend sein."

1) 6Iri pi^lia una t^ranniäs s non arnar^a Lriito, e eki 1a unostato libsro s non ainarra üxlinoli äi Lruto, si mantiens xocotsrnxo. — visc. Buch III. Kap. 3.

2) Hon vivs sicnro un Princips in un principato, insntre vivonocoloro cbs ne sono stall sxogliati. — Das. Kap. 50.

3) II Princips, Kap. 8. — 4) Ebenda).