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[2. Band.]
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Nichts hast, dein Haupt darauf zu legen; wenn die Kinder,die du genährt und auferzogen hast, dich mit ihrem Hasse undihren Schmähungen verfolgen: so wissen wir wenigstens, inwelcher Schule sie verführt worden sind! Der Renaissanceund ihrem ältesten Sohne, Macchiavel und den Römern ver-danken sie die Theorie der Schmähungen, mit welchen sie dichüberhäufen und der Strafen, welche sie sich selbst bereiten.

Auf die Erklärung der Principien folgt deren Anwendung.Ein einziges ernstes Hinderniß stellt sich der Wiedereinführungdes Cäsarismus in Europa in den Weg: die römische Kirche.Ihre Verfassung auf der einen, ihr Besitz des Kirchenstaatesauf der andern Seite sind ein permanenter Protest gegen dieUniversalmonarchie und die absolute Suprematie der Fürsten.Mit dem nie täuschenden Instinkt des Bösen begreift Mac-chiavel, daß hier in der That der Knoten liegt, hier der Ziel-punkt ist, gegen den alle Streiche geführt werden müssen. Erbezeichnet ihn seinen Nachfolgern, und er selbst beginnt denAngriff. Was er von der römischen Kirche sagen wird, kannman ahnen. Versichern können wir, daß Alles, was seit vierJahrhunderten über sie gesagt worden ist von den Protestan-ten, von den Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts, vonden Demagogen von 1793, von den Ruchlosen und Mazzinistenunserer Tage, nie etwas Anderes war, noch sein wird, alseine verschwächlichte Uebersetzung der Worte Macchiavel's, deswahren Wiederherstellers der heidnischen Politik. Um Glaubenzu finden, müssen wir citiren: „Wie Italien in Trüm-mer zerfiel, weil es, und zwar durch VerschuldenderrömischenKirche, derReligion ermangelte."')So lautet die Ueberschrift des Kapitels, welches er den Inter-essen Italiens widmet.

Dann, in das Detail eingehend, sagt er: „Nichts beweistbesser die Unhaltbarkeit der Religion als die Wahrnehmung,

t) Ooins t'Ualia, per e8serus mrnesNa (äi rslißions) nwnäiLitts taObiess romana, e i'vvinata. — Vi8e. Buch I. Kap. 12.