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daß die Völker, welche der römischen Kirche, der Meisterinder Religion, am Nächsten stehen, zugleich die irreligiösestensind. Was die Principien des Christenthums und die ganzentgegengesetzte Anwendung anbelangt, welche man von ihnenmacht, so ist es gewiß, baß der Untergang oder die Züch-tigung nahe bevorsteht. Weil aber Einige glauben, daß dasGlück Italiens von der römischen Kirche abhänge, so will ichdas Gegentheil hievon beweisen, durch Ansührung meinerGründe, zweier namentlich, meiner Ansicht nach unwider-legbar.
„Der erste ist der, daß die vom römischen Hofe gegebene»Aergernisse Italien jegliche Pietät und Religion geraubthaben. Hieraus sind unzählige Uebel und Unordnungen ent-standen. Wir Italiener verdanken es also der römischen Kircheund den Priestern, daß wir Gottlose und Taugenichtse ge-worden sind." ')
Dies wurde vor dem Auftreten des Protestantismus imCentrum Italiens von einem Katholiken geschrieben, von einemManne, den man als das Orakel der Weisheit ansah! Wennwir einige Jahre später Luther in Deutschland werden aus-rufen hören, daß die römische Kirche unter der Hure in derApokalypse zu verstehen sei; daß die Nationen weit von ihrfliehen müssen, wenn sie nicht mit ihr von den Strafen wollenbetroffen werden, die ihre Verbrechen so sehr verdient haben —wird er etwas Anderes sein, als der Uebersetzer Macchiavel's?Wenn wir Ulrich von Hütten in seiner „Trias" eswiederholen hören, daß Rom der Sammelplatz der Laster sei,daß man dort nur das Gold, den Purpur und die Frauen ver-ehre, daß es die Quelle alles Uebels sei; wenn wir alle übrigen
1) 8 pereve sLno steuni ä'oxinions etr'1 von' e88ere (teile eoseä'ltslis äipenäs äslla Olrissn äi Roms, voßtio contra aä essiöiseorrere ete.... ULbdianw (Mun^ne eon 1s 6iüe8s e eo ipreti, noi Itsliani, ynesto primo obvligo ä'e8sere clivsntsti 8enrarslißions s CkUtrvi. — Das.