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Renaissance, anstatt in ihrem Ganzen eine schöne undgroßartige Bewegung zu sein, in ihrer GesammtheitNichts war, als ein allgemeiner Einbruch in das Herz des christ-lichen Europa's, und die furchtbarste Prüfung derKirche seit ihrer Gründung.

Vierzehntes Kapitel.

Buchaitan.

Die Politik Macchiavel's verbreitet sich in Europa — Bucha-nan — seine Biographie — sein Buch ve zuro regn! —seine gänzlich klassischen Ideen über die Entstehung der Gesell-schaften — Naturzustand — Socialer Vertrag — MaterialistischerZweck der Gesellschaft — Die Religion Negierungsinstrument —Das Volk urtheilt über die socialen Gewissensfälle — Lehre vomKönigsmord — Nothwendige Folge der treu beobachteten heidni-schen Politik — Gelehrt von den Mazzinisten.

Die Politik Macchiavel's ergriff in Europa gleichsam einePulverleitung. ') In allen Ländern begegnet sie Gelehrten,welche sich zu ihr bekennen, Königen, welche sie annehmen, mitZugaben, Aenderungen, mehr oder weniger wichtigen Anwen-dungen. Buchcman erklärt sie in Schottland; Bodin in Frank-reich; Hobbes in England; Wolfs, Puffendorf, Grotius, Febro-nius und Andere verbreiten sie in Deutschland; Gravina inItalien, bis Rousseau sie ins Französische übersetzt und sie ganzEuropa lehrt. Im Gefolge dieser Meister kommen überallLegionen vom Juristen, Rechtslehrern, Advokaten, Parlaments-mitgliedern, alle mehr oder minder Höflinge, welche die Könige

1) Die Correspondenz Macchiavel's mit dem florentinischen GesandtenVettori enthüllt in dieser Beziehung sonderbare, aber sehr traurigeEinzelheiten. Man kann sie lesen bei Matter, S. 104, und inArtaud's Macchiavel, B. 1. S. 245.