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auf dem Wege des cäsarischen Despotismus ermuntern und inEuropa die fürchterlichen Rückwirkungen vorbereiten, derenZeugen und Opfer wir schon so lange sind.
Buch an an, den wir zuerst genannt haben, wurde 1506in Schottland geboren. Noch sehr jung kam er nach Paris,um die schönen Wissenschaften zu studiren. Hierunter verstandman damals die Geschichte, die Beredsamkeit und die griechischeund römische Poesie. Die Lehrkanzeln der Universität er-schollen damals von nichts Anderem, und in den ersten Zeitender Renaissance gränzte die Bewunderung des Alterthums anWahnsinn. Mitten in dieser heidnischen Atmosphäre erfaßtenden jungen Buchanan Plötzlich eine unüberwindliche Vorliebefür die Dichtungen des Virgil und Horaz und eine tiefeVerachtung für das Christenthum, seine Vorzüge und seineehrwürdigsten Einrichtungen. So für die Freigeisterei vorbe-reitet öffnete sich sein Herz den Lehren Luther's, die damalsan der Universität Paris großes Aufsehen machten. Dochbleibt er noch Katholik und kehrt in sein Vaterland zurück, woder König Jakob ihm die Erziehung seines natürlichen Sohnesanvertraut.
Nach dem Beispiele des Erasmus, Hütten, Reuchlin undeiner Menge anderer Renaiffants beginnt Buchanan seinenersten Feldzug auf dem Gebiete der Literatur mit Epigram-men, die er auf die Mönche losschießt, mit der Verfertigungvon antiken Tragödien und obscönen Hendekasyllaben. Seingegen die Franciskaner gerichtetes Machwerk „kratres kiater-rimi" läßt ihn vvm Hofe in ein Gefängniß wandern, auswelchem er durch ein Fenster entflieht.
Bestraft, nicht gebessert, reist er in England und Frank-reich, lehrt in Paris und Bordeaux, begibt sich dann nachPortugal, wo er auf die Fürsprache Govea's einen Lehrstuhlan der Universität von Coimbra erhält. Da seine Lehren ihnverdächtigen, wird er ins Gefängniß gesetzt. Seine Gefangen-schaft dauert ein Jahr, welches er mit der Uebersetzung derPsalmen in lateinische Verse zubringt. Auf sein Versprechen,