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Rollin, aus den Erzählungen des „Jungen Anacharsis" dieApologien Louis Alibaud's."
Wenn Euch das noch nicht genügt, so hört die Königs-mörder selbst, deren Enthüllungen eben jetzt zur Stunde Europain Schrecken setzen. Gallen ga, der Vertraute Mazzini'sund Mitglied des Turiner Parlaments, erzählt ruhigen Blutesdas Project, welches er entworfen hatte, den König KarlAlbert zu ermorden, seine Unterredung mit Mazzini, seinenAufenthalt zu Turin, die Maßregeln, die ergriffen wurden,sich dem Tyrannen zu nähern; er beschreibt den reichen Dolch,mit dem sein Arm bewaffnet gewesen, und rühmt das edleGefühl, das sein Herz klopfen ließ. Wer hat diesen neuenRavaillac gebildet? Ein anderer Mazzinist, Campanella,sagt uns: „Gallenga war von Korsika gekommen, ein gebornerBrutus, als Brutus ausgewachsen, zum Brutus gemacht, zumBrutus vorherbestimmt. Weit entfernt, ihn aufzureizen, machteMazzini Einwürfe, verhandelte mit ihm und hielt ihm Allesvor, was ihn bewegen konnte. Brutus blieb unerschütterlich."
Deutlicher noch ist Gallenga selbst. In einem Briefe,datirt vom 1. November 1856, der in allen Journalen ver-öffentlicht wurde, bekennt und beklagt er das ihm zur Lastgelegte Verbrechen; dann enthüllt er, im Begriffe, vom poli-tischen Schauplatz abzutreten, die traurige Ursache jener ju-gendlichen Verirrung, und richtet, wie der Verbrechervom Schaffot herab, folgende letzte und feierliche Worte anEuropa'): „Wie verderblich ist eine Erziehung, die daranarbeitet, unsere Herzen wieder für die römischen Tugendenzu entflammen, und dann verlangt, daß die Feuerseelender jungen Männer den zwischen der Theorie und derPraxis einzuhaltenden Unterschied wahrzunehmen ver-mögen! Mögen die Erzieher der Jugend sich ein Bei-spiel nehmen und ihre Sprache ändern." «)
1) Iraseorso Ziovanile.
2) Siehe sämmtliche Journale vom 3. bis 14. November 1856.
Gaume, Revolution. VI. 10