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Gunsten des Herzogs von Mayenne zu überrede». „Daswar," sagt sein Geschichtschreiber, „eine Folge seiner republi-kanischen Gesinnung, die ihn stets zu Dem hinführte, waszur Schwächung der königlichen Autorität beitragen konnte."')Bodin starb 1596 an der Pest zu Laon, wo er zum könig-liche» Procurator ernannt worden war.
Bevor wir von seinem Buche über die Republikreden, wird es gut sein, um den Leser mit Bodin bekannt zumachen, ein Wort von seinen Gesprächen über die Re-ligion ?) zu sagen. Dies ist ein solches Buch, daß der Ver-fasser eines ähnlichen im Mittelalter lebendig verbrannt wor-den wäre. Da das Erzeugniß Bodin's den Weg bezeichnet,welchen das gelehrte Europa seit einem Jahrhundert zurück-gelegt hatte, so ist es ein neuer Beweis dafür, daß die vonder Renaissance gebrachte Freigeisterei die katholischen Geisterzu riesenhaften Irrthümern führte, welchen die Häretiker dessechzehnten Jahrhunderts fremd blieben. Das Gespräch, achtJahre vor Bodin's Tod geschrieben, faßt die wahren Ansichtendes Autors in sich zusammen.
Den Titel Heptaplomeron führt es deshalb, weil dieRedenden sieben an der Zahl sind; sie- lassen alle ReligionenRevue passiren: die Einen greifen an und die Andern ver-theidigen. Die katholische Kirche wird zuerst angegriffen;dann kommt das Lutherthum; der dritte Hieb fällt auf alleSecten überhaupt; der vierte auf die Naturalisten, der fünfteauf die Calvinisten, der sechste auf die Juden und der letzteauf die Mahomedauer. Durch einen den Freigeistern dieserEpoche gemeinsamen Kunstgriff führt der Autor, nach der Be-merkung des ?. Mersenne, seinen Angriff so aus, daß dieChristen stets die Geschlagenen sind. Der Sieg bleibt den
1) Siehe Niceron' s Memoiren. Artikel Bodin.
2) Ds gbäiÜ8 reium arcsnis eotloallium keptsplomerou, liliris sexcliAestnm. Dieser Titel zeigt hinlänglich, daß die Renaissance hierdurchgeströmt ist.