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fliehen muß; allein sie ist unfähig, Unrecht von Unbilligkeit zuunterscheiden."
„Eigenthümliches Zusammentreffen der Ansichten," ruftBalmes aus, „über den Ursprung der Gesellschaft zwischenden Philosophen des Alterthums, die des Lichtes des Glau-bens entbehrten, und jenen der Gegenwart, die dieses Licht ver-lassen haben. Die Einen wie die Andern sind, da ihnen der einzigeWegweiser, die Erzählung des Moses, fehlte, in ihrem Forschennach dem Ursprünge der Dinge nur bis zum Chaos gelangt,sowohl in der physischen wie in der moralischen Ordnung.Mit wenigem Unterschied findet man bei Horazund Cicero dieselbe Sprache, wie bei Hobbes,Rousseau und andern Schriftstellern derselbenSchule." 2)
Das Zusammentreffen scheint uns ganz und gar nichteigenthümlich. Ist es eigenthümlich, daß Menschen, welchevon denselben Lehrern erzogen, mit denselben Ideen genährtwurden, dieselben Meinungen hegen? Was aber wohl sonder-bar erscheinen muß, ist die Hartnäckigkeit, mit welcher gewisse
1) Lum xroiepserunt xrimis animalia tsrrig,
lVIuium et tul'pe peeus, gtsnckem stque cubilia xroxterVnssuibug et xugnig, ckein kustibus, stssus ita porrokugnakant srmi8, quae xost kadrieaverat usus:
Oonee verda, huibus voee8 8en8U8ssus notarent,tilominassus inveners; etc.*)
(8at^r. lid. I. iä. lib. III.)
2) Der Protestantismus im Vergleiche u. s. w. Thl. III. S. 395. —Balmes hatte noch Voltaire anführen können, der sich folgender«'maßen ausdrückt: „Daß die menschliche Natur eine lange Reihe vonJahrhunderten hindurch in diesen, dem des Thieres so nahen, und inmehrfacher Beziehung noch untergeordneten Zustand versunken war,ist nur zu wahr. — Lsgai 8ur les moeui8. Thl. I. S. 253.
*) Der Herr Verfasser scheint hier eine von Horaz satirisch behandelte Mei-nung seiner Zeitgenossen für dessen eigene Ansicht zu nehmen.
D. Uebers.