christlichen Staaten der Regierung in Allem, sowohl geistlichenals weltlichen Dingen, Gehorsam schuldet."')
Zu solch brutalem Despotismus verdammt er die Mensch-heit. Und er will, daß man nicht mit den Augenwimpernzucke, wo man das größte Recht besäße, sich zu widersetzen:„Denn das hieße den socialen Vertrag brechen!" °)
Diese Doctrinen, welche die modernen Nationen in dasHeidenthum zurückschaudern, lehrt Hobbes in mehreren Schrif-ten mit einer Bestimmtheit und einer logischen Stärke, welcheZweifel an seinem gesunden Verstand in uns entstehen lassenkönnten. Jedenfalls fragt man sich, wie dieser starke Geistauf einen solchen Irrweg gerathen konnte. Nun, ebenso wiedie cäsarischen Juristen, seine Vorgänger und Nachfolger,Buchanan, Bodin, Rousseau, Mably, dahin geriethen, wie dieganze revolutionäre Schule dahin gerieth, indem sie von demzweifachen von der Renaissance gegebenen Axiom ausging:daß die christlichen Jahrhunderte, als die christliche Politikherrschte, die Jahrhunderte der bürgerlichen Knechtschaft undder geistlichen Anmaßung, daß dagegen die heidnischen Jahr-hunderte, da der Cäsarismus des Volkes ober des Kaisersherrschte, die Jahrhunderte wahrer Freiheit und Civilisationwaren. Deshalb bildet für Hobbes, wie für die Uebrigen,das sociale Reich des Christenthums eine Lücke in den Annalender Menschheit; das von ihm aufgestellte Völkerrecht zählt für
1) In Universum, non voeare c^uieguam Iiornieiäiuin, säulteriurn,vel lurturn, nisi quoä trat contra lexes civiles... . Hon tanturnapuä inücleles, secl etiarn sxuä ovristianos, eivss sinZuIos, re-xulss illas seeixers clevere s civilste, voe sst, av eo vornins,vel sv es euris c^use eivltstis summum vavet irnxeriurn. — Dscive, Kap. XVII. S. 145. — Lequitur insnilssle in civilsteeviistisns oveclientism äevsri suminis irnpersntivus, in revusomnivus, tarn sxiritualivus cjusm temporslivus. — 13. Kap. XVIII.N. 13. S. 172.
2) Xn prineibus resistenclum sst, uvi ovsäienäum non est? Ni-nime ssne; voe enlm contra paetum est civile. — Icl. iviä.