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Siebzehntes Kapitel.
Gravina.
Er resumirt den Cäsarismns — Klassisch von Jugend anf —Er ändert seinen Taufnamen und den Namen seines Dorfes — Erverfaßt heidnische Tragödien — Gründet die arkadische Akademie— die in dieser Akademie gebräuchliche Sprache — Gravina setztsich zum Ziele, die Welt auf den Naturzustand zurückzuführen —Er führt mit seinen Verbündeten ein Hirtenleben — Gesetze, welcheer den Arkadiern gibt — Er verfaßt dieselben in dem Style derzwölf Tafeln — Er ermähnt beständig zur Verehrung des Alter-thums — Neclamationen gegen die Nenaissance und die heidni-schen Studien — Schlechte Antwort Gravina'S.
In der Kette der cäsarischen Tradition trennen einigeZwischenglieder Hobbes von Gravina. Die Grenzen diesesBuches gestatten nicht, uns mit ihnen zu beschäftigen. Auchbestehen sie ganz aus demselben Stoff, wie Jene, deren Ana-lyse wir gegeben haben und noch geben werden. Bewun-derung der heidnischen Politik, Leugnung der socialen Thätig-keit der Kirche, Verkündigung des kaiserlichen oder bürger-lichen Cäsarismus — das sind unabänderlich die Elemente,aus denen sie bestehen. Was Gravina betrifft, so sprechenmehrfache Gründe dafür, den Leser mit ihm bekannt zu machen.Er ist der gefeiertste cäsarische Jurist der neueren Zeit; nachden andern gekommen, saßt er die Lehre seiner Vorgängerzusammen; er hat in Italien geschrieben, und es ist gut, zuwissen, ob, ungeachtet der Nähe des päpstlichen Stuhles, derEinfluß der heidnischen Politik sich auf der Halbinsel ebensofühlbar machte, wie in Frankreich, England, Deutschland unddem übrigen Europa; endlich beschließt Gravina das steben-zehnte Jahrhundert und eröffnet das achtzehnte, dessen Politiker inaugurirt.