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[2. Band.]
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der Franzosen, sondern des Menschen überhaupt erklärt;daß sie die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit nichtaller Franzosen, sondern aller Menschen und aller Völker pro-clamirt; daß sie sich selbst für die Eine, Untheilbare,Ewige erklärt; daß sie in ihren officiellen Manifesten zurallgemeinen Erhebung der Völker provocirt; daß sie beständigeinen Krieg der Propaganda führt, und zwanzigmal ihr letztesWort durch das Organ ihrer Redner verkündet, durch Bar-rdre, Camille Desmoulins, Robespierre und besonders durchAnacharsis Clootz, der auf religiösem und socialem Gebietenichts anderes wirklich Bestehendes kennt, als die Menschheit,deren Redner und Priester er sich nennt.

Und wenn heute der Socialismus, der Sohn der Re-volution und Enkel der Renaissance, sich für einig und dieMenschheit umfassend erklärt; wenn er die Aufhebung derNationalunterschiede verlangt; wenn er die Verbrüderung derVölker, die Solidarität des Menschengeschlechtes zum Kampf-geschrei nimmt, was thut er Anderes, als daß er das Univer-salreich des Menschen proclamirt und mit unermüdlichem Eiferdie Verwirklichung eines Traumes verfolgt, der am Ende derZeiten, zur Bewährung der Guten und zur Strafe der Schlech-ten, eine fürchterliche Wirklichkeit werden wird? Täuschenwir uns hierin nicht: es liegt in dem Socialismus etwasTieferes, als der Durst nach gemeinem Genusse; es liegt darinder Drang und der Instinkt nach einer absoluten Souveräne-tät des Menschen, in einer Zukunft, die nur Gott kennt.Und wenn der Socialismus, eine Unmöglichkeit im Mittel-alter, sich in unsern Tagen zum Rang einer Macht ersterGröße erhoben hat; wenn er Europa im Schach hält, so kanner das nur, weil Europa auf allen Wegen zum Heidenthumzurückkehrte und sich nach und nach der absoluten Souveräne-tät der Erlösung entzog. Hierin liegt der Grund der Existenzdes Socialismus, das Geheimniß seiner Stärke und das My-sterium der Zukunft.

Gravina, der seine cäsarischen Bestrebungen dem klassischen