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[2. Band.]
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Alterthume und seinen modernen Erklärern ') verdankt, stelltuns, wie Dante, die Universalmonarchie der Römer als daswahre Volk Gottes dar, dessen Reich ewig ist seiner Naturzufolge, und dessen Zerstücklung nach vollem Recht ungültig.Hieraus resultirt die Ungültigkeit der von Konstantin demheiligen Stuhle gemachten Schenkung. Dies ist, wie wir ge-sehen haben, die Schlußfolgerung der cäsarischen Juristen. ImAnfange der Renaissance hatte Valla im Schooße Italiensselbst gewagt, denselben auszusprechen. Seine Kühnheitverbannte ihn aus Rom. Gravina, der es nicht wagt, sichderselben Gefahr auszusetzen, begnügt sich damit, das Principaufzustellen.

Diese cäsarische Behauptung ist ebensowenig wie die übri-gen in Vergessenheit gerathen. Ließ nicht Napoleon, als erden heiligen Stuhl plünderte, die alten Rechte Karl's desGroßen auf das Patrimonium des heiligen Petrus geltendmachen? Und haben wir nicht vor einigen Monaten noch dierevolutionäre Presse denselben Satz mit Eifer verfechten hören?

Gravina, für den das römische Reich noch existirt, weil esunvergänglich ist wie das Menschengeschlecht, spricht demzu-folge zu den jungen Römern, seinen Zuhörern. Er nennt sienie anders, als Quiriten, Bürger von Rom. In seinenAugen sind sie die Nachkommen der alten Herren der Welt,die Erben ihrer Weisheit und ihres Ruhmes; er widmetihnen sein Buch über das römische Reich und sagt: „Euch,ihr Bürger von Rom, widmen wir diese Schrift, euch, die ihr

1) 6onsi1iiini auetoris äs restituenäo imperio koinsno klslonissomnÜ8 äs Rspudliea bsata aut slioruiii osmment>8 äs paoeaeternk, vel monarekia univeiuli, msiito eomxm'Lveris. —Xnnot. in c. II.

2) Contra äonationis, c^uss Oonstsiitiiii äieitui-, privile^iim,, utkalso cieäitum S8t st siusntituni äeolamatio.

3) Kap. XXXIX. S. 44.