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[2. Band.]
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sich selbst entstehende weltliche Macht anzunehmen, und dadieselbe, wenn man sie als möglich annehmen wollte, bei denchristlichen Nationen, bei welchen die Sklaverei nicht existirenkönnte, unanwendbar wäre, aus der cäsarischen Erklärung von1682 drei Konsequenzen:

Die erste: Auf die Controle der Intelligenzfolgte nothwendig jene der Gewalt. Es sind nurdrei Suprematien möglich, und wie man es auch anstellenmöge, man muß wählen zwischen der Suprematie der Päpste,der Suprematie der Könige und der Suprematie des Volkes.Ihr verwerft die Suprematie der Päpste, die ein Jahrtausendhindurch die Welt vor der Tyrannei schützte, dieser nicht dieWeihe ertheilte; nun wohl, so werdet ihr entweder die Supre-matie der Könige bekommen, die im Alterthume abwechslungsweiseTiberius, Nero, Caligula, Heliogabalus, und in den modernenZeiten Heinrich VIII., Elisabeth, Ivan, Nikolaus heißt; oderdie Suprematie des Volkes, welche sich Konvent, Schreckens-system, Socialismus nennen wird; anstatt der Entscheidungendes Vaticans, als letzter Gerichtsstelle, werdet ihr die Theo-logie des Absolutismus und der Jnsurrection haben; anstattder ultramontanen Excommunicativnen werdet ihr nacheinander,und zuweilen gleichzeitig, die Kanonen der Könige, die Barri-kaden des Volkes und den Dolch der Meuchelmörder haben!

„Die politische Tragweite der Erklärung von 1682," sagtLouis Blaue, „war unermeßlich. Indem diese Erklärung dieKönige jeglicher kirchlicher Jurisdictivn überhob und die Völkerder Garantie, welche ihnen das dem kirchlichen Oberhauptezugestandene Recht, die weltlichen Herren der Erde zuüberwachen, versprach, beraubte, schien sie die Throne in eineden Stürmen unzugängliche Region zu versetzen. Ludwig XIV.hatte sich hierin getäuscht ... und dieser sein Irrthum wararg und erregt Mitleid.

„Die absolute Gewalt im wahren Sinne des Wortes istchimärisch, sie ist unmöglich. Es hat, dem Himmel sei Dank!