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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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2n Urkunden vom 2ahre 929 beißt Zürich schon llivilas 'l'u-re^um und 'luriomn und in der Landessprache '1'niwli und 'kuiili,und schon vor Ende deS X. 2ahrhundertS war es eine der berühm-ten Reichs - MünMdte, die uns ihrer glücklichen Lage an der Ver-einigung der Handelsstraßen zwischen Deutschland , Burgund und2talien bereits wichtige Vortheile zog.

Um diese beiden eben erwähnten geistlichen Stiftungen herumbildete sich nach und nach die Stadt, die zur Zeit der ersten Ein-fälle der Madscharen (Hunnen) mit Mauern umgeben wurde, aberdamals noch von sehr beschränktem Umfange gewesen sein mag.Die Oberherrschaft der Zähringer dehnte sich nunmehr auch überZürich aus; dieses aber rang nach ReichSfreiheit, die eS auch im2ahr 1218 erhielt, jedoch der Aebtissin eine nicht unbedeutendeTheilnahme an der städtischen Herrschaft zugestehen mußte. Siebehielt sich nämlich daS Münzrecht vor, und unter ihr stand auchdaS Stadtgericht, aus welches der Rath mit Eifersucht hinblickte.Der Sitz deS ReichvogtS war daS Schloß auf dem Lindenhvf.

Schon im 2ahr 1110 war Arnold von BreScia nach Zürich gekommen, und seine kühne Lehre über Religion und Kirche fandViele Anhänger und mochte wohl die ersten Keime zu den späternkirchlichen Ereignissen gelegt haben.

2>n XIII. 2ahrhundert schloß sich Zürich als Reichsstadt festan die Hohcnstausischcn Kaiser an und trotzte 2ahre lang demdeshalb 1217 über sie verhängten päpstlichen Banne, obgleich dergrößte Theil des EleruS diesem gehorchend seine Mauern verließ.Schon damals sah Winterthur , dem Hause Oesterreich ergeben,mit Eifersucht auf daS immer mehr ausblühende Zürich , daS sichwährend deS großen ZwischenreicheS zum Schutze seines bereitsbedeutenden WaarenverkehrS mit mehr als sechSzig andern Städtenverband. Umringt von den Burgen der Freiherren von RegenS-berg, und von diesen schmählich behandelt, verband sich die Stadtmit Rudolf von HabSburg , nachherigem Kaiser, und nach dessenTode mit Adolf von Nassau , während Winterthur dem HauseHabSbnrg treu blieb. Zu ihrer Sicherheit schlössen die Zürcher nun im 2ahr 1291 mit Uri und Schwyz ihr erstes Bündnis:.Eine schwere Niederlage erlitten sie im Jahr 1292 bei Winter­ thur , gegen welches sie als Verbündete deS Bischofs von Eonstanzgezogen waren, dessen Länder vom Kaiser Albrecht verheert wur-den. Nichts desto weniger widerstanden sie bald daraus «wahr