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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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Präsident der Hülfsgesellschaft: Hr. Kircheurath S. Meyer;Quast er l Hr. y. Edlibach-Meist.

Die moralische Gesellschaft (gestiftet im Zähre 1765)hat früher das vortreffliche Znstitut der Knabengescllschaft, undbis in die letzten Zeiten eine Sonntagsschule für hehrknaben ge-leitet, welche letztere durch Entstehung der ErgänzungSschule, alsnicht mehr dringendes Bedürfnis, aufgehoben wurde. Noch wirktdie Gesellschaft im Stillen als wohlthätiger Verein.

Die Bibelgesellschaft, im Zähre t>812 durch den würdigenAntistcs Zoh. Zak. Hest gestiftet, hält jährliche öffentliche Versammlungen. Vom 13. September 1812 bis 3>. December 18.33 wurdendurch dieselbe 2603 Foliobibeln, 8211 Handbibeln und 1110 Exem-plare des Neuen Testamentes verbreitet.

Der Missionüverein wurde im Zahre 1819 gestiftet. DieMitglieder versammeln sich jeden ersten Montag deS Monats zurAnhörung der neuesten Missionsnachrichten und zur Berathung.Unabhängig von dieser Gesellschaft besteht seit 1820 auch ein weib-licher MissionSverein für dieselben Zwecke. Die milden Gabenwerden grösttentheils nach Basel abgeliefert; das Uebrige erhältdie Missionsanstalt der Brüdergemeinde zu Hcrrnhut. Die Gliederdes Frauenvcreins unterstützen auch das BaSlcr Missionshausdurch mancherlei Handarbeiten. Die erste öffentliche Missions-Versammlung fand am l'i. October 1829 Statt. Seit 1833 sindvierteljährige, öffentliche Versammlungen in der St. Petcrskirche,in denen die Missionsgeschichtc in gedrängter populärer Uebersichtjedes Mal von einem andern Redner erzählt wird.

Zn Zürich ist ein Direktorium rectisicirter schotti-scher Maurer ei, und eine Maurer loge, zur Bescheidenheitgenannt (kl. Stadt, Nr. 300, zum wilden Mann).

An diese gemeinnützigen Stiftungen und Vereine schließen sichzunächst die Asfeeuranzen und ähnliche Anstalten. Schon im ver-flossenen Zahrhundert wurde in Zürich eine sogenannte Braudkasseerrichtet. Der Plan, von Privatpersonen entworfen, wurde imZahre 1782 von der Regierung gutgeheißen, und bald nahmenbeinahe alle Häuserbcsitzer freiwilligen Antheil daran. Erst 1808wurde die Eantonal-Assecuranz errichtet, in welcher 29,1 oll Gebäudefür 81,710,110 fl. zu Anfang 1838 versichert waren; der BezirkZürich war mit 3991 Gebäuden für 23,728,320 fl., und die Stadt