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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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5
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Auswahl denken, als die, welche wir jetzt besitzen. Willst du mitAdlerblicken über dem anmuthigen Gelände der Limmat und überdas kornreiche Sihlfeld hinauf schweifen nach dem kristallenen Beckendes Sees, an dessen näherem Rand die Stadt sich malerisch grup-pirt, und über dasselbe hinweg nach den in weitem Amphitheaterüber grünenden Vorbergen kolossal sich erhebenden Hochalpen schauen;so scheue den Sonnenbrand und den Staub der Landstraße nicht,gehe nach der Weid, du wirst daselbst befriedigt werde». Gefalltdir dieses nicht, wünschest du einen staubloseren Weg, baumreichereund abwechselndere Vor- und Mittelgründe: so gehe nach-demSonnenberge. Ist dir auch dieses nicht recht, und wünschest du,gleich schone Anssicht zu genießen, aber weniger zu steigen undbalder am .Ziele zu sein; so lenke deine Schritte nach der Bnrgli-Terraffe. Willst d» aber aus dem wimmelnden Leben des Seesund seinem Glänze hinaus in eine stillere Natur treten; suchst dueinen Gegensatz zu all diesem Treiben , wo du in behaglicher glühe,von stiller Einsamkeit der Natur umgeben, ein paar Stundenangenehm zubringen und dein Auge an vielleicht weniger großarti-gen, aber malerischeren Gegenständen weiden kannst: so wendedeinen Gang nach dem

Aöeklor,

und du wirst gestehen müssen, du habest gefunden, wasdu dir wünschtest. Und in der That! Keiner von allen dengenannten Lustorten, welche und wie groß auch sonst ihre Vor-züge sein mögen, besitzt alle die Annehmlichkeiten und eigen-thümlichen Reize des'cklers. Während du auf der Weidauf brandiger, mit kahlen Steinplatten gedeckter Terrasse den