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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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Strahlen der Sonne preisgegeben bist, oder unter verkümmertenBäumen ein Bischen Schatten suchen mußt; während im Hcucleine niedrige Laube dein Haupt deckt: kannst du dich im Höcklcrunter dem Schatten weitgcästeter Fruchtbäumc ergehen, oder dichzu ihren Füßen aus die zur Ruhe einladenden Bänke folgen.Willst du einer schönern Aussieht genießen, so gehst du hinauf aufdie Terrasse, wo eine alte Buche ihre dichtbelaubten Aeste überdas murmelnde Drünnlcin hinausstrcckt. Dort siehst du über denwaldigen Abhang des SihlthalcS und seinen baumreiche» Wiesen-grund hinaus den See, seine glänzenden Ufer und darüber hinwegdie Riesen des Hochgebirges mit ihren Firnen und mit ihrem nieschmelzenden Schnee. Seitwärts erblickst du über die den Seevom Sihlthal trennenden Hügel hinweg die Stadt nnd hinter ihrden freundlichen Zürichberg mit seinen Wiesen und Häusern undNeben, im Sommer das Haupt mit grünendem Walde bekränzt,im Herbste lieblich gerathet und in bunten Farben spielend. Zudeine» Füße» plätschert der Springbrunnen, weitbcckig, mit aller-lei Gehölz anmuthig umbüscht, aber nicht immer reichlich mitWasser versehen. Von der Terrasse hinweg magst du, wenn du,anstatt auf der hölzernen Bank zu sitzen, lieber mit ein paarSchritten dich ergehst, dem Wege folgen, der sich am Abhängedes Berges durchs Gebüsch windet. Dort findest du das einfacheDenkmal des Mannes, dem der Höckler so manche seiner Annehm-lichkeiten und so manche Verschönerung verdankt, des Herrn Konradvon Meiß, einst Mitglied des Raths und der Spitalpflege, und eif-rigen Beförderers alles Schönen und Guten. Auf seinen Betriebund unter seiner Leitung, wobei er an Herrn Spitalpfleger Schulthcß