Wechsel der Erscheinungen immerdar erfreuenden Hochalpcn, dieüber mit hellglänzenden, grünenden Weiden und dunkelm Waldabwechselnd bekleideten Borberge majestätisch hervorragen, und ihrestarren, mit ewigem Schnee und Firn belasteten Scheitel weithinin den blauen Aether erheben. Gerade vor dir im malerischenMittelgrunde dehnt sich das in waldiger, romantischer Einsamkeitmit den bebaueten, von Wohnungen wimmelnden Secgeländcneben so scharf als anziehend kontrastircnde Sihlthal, in dessenSchoße unter Daumen hie und da ein Dorschen oder ein einsamerWeiler sich birgt. Von der gegenüberstehenden Höhe winkt dirfreundlich Kirchbergs alter Thurm; und wendest du den Blick zurRechten, so siehst du in die Wildnifi der Fallätschc und einSchauer durchfahrt deine Seele beim Anblicke dieser grauenvollenZerstörung. Düstere Nacht herrscht schon in dieser öden Schlucht,wo die langsam aber unaufhaltsam fortschreitende Zerstörung keineoder nur spärliche Vegetation mehr aufkommen läßt, während dieUfer des SeeS noch im heitern Glänze der Sonne strahlen. Aufden durch die Unbill der Zeiten und die frevelnde Hand gefühlloserMenschen nun zum ungestalten Trümmerhaufen gewordenen Burg-ruinen sitzend gedenkst du wohl auch der Zeiten, wo dieses nunbeinahe spurlos verschwundene Schlößchen das Eigenthum unsererberühmten Mancßc, deS Sammlers der Minnclieder und desSiegers bei Tätwyl war, wo seine hochanstrebenden Mauern vonGesang und Saitcnspiel ertönten, wo muntere Scharen fröhlicherJagdgenosse» aus seinem Thore zogen und in den waldigen Grün-den des SihlthalcS oder auf den rauhen Höhen deS Albis ihrHüsthorn erschallen ließen. Alles dieses ist dahin; nach wenigen
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Buch
Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
Seite
8
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