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Fein-fein, Raffinade, Kandis, Rosenzucker und Bleizucker, — soerstaunt man freilich, wie unser Paar nut dem matten Zuaer-wasier auskam, welchem es täglich so viel Waffer nachgoß, dastdas Gesöff wie gutes Wasser nach nichts schmeckte. Es finden sichBelege in Beider Geschichte, daß sie einmal Abends mchts alseinen einzigen Kartoffel verspeisten, aber einen so ungeheueren unddiesen so freudig und satt, daß ihnen dazu nichts zu wünschenübrig blieb als ein Gast. Aber was machte jede Entbehrung so
Reicht? — Das Wandschränkchen. , . .
. Mit Freuden darbt, hungert, dürstet Jeder vor der Thür einer Silberkammer, wenn er weiß, sie thut sich ihm auf nachwenigen Tagen. — Und — wenn wir die thierdumme Furchtwegwerfen — fitzt nicht Jeder von uns an der Thür einer solchenKammer?
Fibel gehörte überhaupt unter die wenigen Menschen, diesich von den Vielen unterscheiden, welche dem Hunde ähnlichen;Man streiche diesem irgend etwas ihm Abscheuliches auf Nase undSchnauze, so leckt er gleichwol an demselben, wie sonst am Wohl-schmeckenden, so lange, bis er's hinein und rein aufgenossen hat;gleichermaßen wiederkäuen die meisten Menschen lieber das auf-gelegte Widrige als Süße und saugen es stückweise in sich, bissie endlich unter lauter Fluchen über den bittern Nachgeschmackihn erschöpfen. Aber der leichtsinnige Fibel hielt nur denHvnig-geschmack im Munde fest und ließ das Uebrige aus dem Magengehen, wohin es konnte. Möchte doch Jeder ein Register, eineSpieltabelle über Hoffnungen und Befürchtungen halten undEnde Jahrs nachlesen, wie unendlich viele — Befürchtungen garnicht eingetroffen sind! Aber der Mensch vergißt leichter altesfürchten als altes Hoffen; denn er setzt eben nicht das Drohen,sondern das Versprechen der Zukunft, d. h- des Weltgeistes voraus.
Sogar Fibel's Mutter, welche kein Ehekrieg mehr überzog,Ängstigte sich nicht darüber, daß der Magen des Sohnes mit denJahren größer wurde; indeß andere Mütter schwache Freude überme Menge und Thätigkeit der kindlichen Zähne bezeigen, so großesVergnügen ihnen auch früher das erste Erscheinen jedes einzelnenZahnes gemacht. — Und dafür, alte Mutter Engeltrut, dafür,daß Du Deinem Sohne das schreibende und hoffende Leben nichtdurch unnützes Zagen verkümmertest, fei Dir noch auf DeinemGrabhügel Dank gebracht!
. Allerdings lagen umFibel'sHaus noch ganz andereParadies-gartlein. Es wird hier nicht sowol die Mutterpost gemeint — diewöchentlich persönlich mit jedem neuen Reim und Thier, aus derEierjchale gebrütet, zur Wildmeisterin abging und ihr einmal