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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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2971-2972
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Hercules (H. Musarum)

Hercules (H. Musarum)

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von Pyrrhus’ Residenz Ambracia i. J. 565/189unter den reichen Kunstschätzen dieser Stadt(.Polyb. 21, 30 (22, 13) 9 S. 1069 H. Liv. 38,9, 13) erbeuteten und jedenfalls bei demTriumphe i. J. 567/187 (Liv. 39, 5, 13 ff.) mitanfgeführten Statuen der neun Musen (vonunbekanntem Meister, s. Ovirbeck, Gesell, d.griech. Plast. 2 3 S. 362; 'vielleicht von Poly-kies’ 0. Müller, Hdbch. d. Archäol . 3 [Welcher]§ 393 Anm. 2 S. 630), versetzte in die aedeseine uralte, angeblich von Numa gestiftetekleine eherne Kapelle der 'Musen’ (d. k. dochwohl der Camenen, vgl. Preller, B. M. 3 2S. 129 f. Klügmann a. a. 0. S. 263) undstellte in dem Heiligtume Fasten mit Erläu-terungen auf (vgl. über dieselben Mommsenim C. I. L. 1 S. 362 f. Teuffel, Gesch, d. röm.Litt. 1 § 126, 1. Klügmann S. 263 f.; nachMommsen geht Fulvius’ Interpretation derFasten zeitlich allem voran, was die Römersonst zur Erklärung ihrer Altertümer öffent-lich bekannt gemacht haben und läfst sichnur mit dem Kommentar des Sex. Aelius zuden Zwölftafeln vergleichen). Die Errichtungdes Heiligtums wäre in das Jahr 575/179 zusetzen, wenn die Angabe des Eumenius , dafsFulvius Nobilior die aedes aus censorischenGeldern erbaute, ganz glaubwürdig wäre (Cen-soren des Jahres 575/179: M. Aemilius M. f.M. n. Lepidus und M. Fulvius M. f. Ser. n.Nobilior, s. de Boor , Fasti censorii S. 17 f.);aber Klügmann macht (S. 263) mit Rechtdarauf aufmerksam, dafs in dem Verzeichnisder von Fulvius während seiner berühmtenGensur ausgeführten Bauten bei Liv. 40, 51,4 ff. keiner aedes gedacht wird und dafs diecensorischen Gelder überhaupt nicht zur Er-richtung von Tempeln dienten (vgl. Mommsen,Böm. Staatsrecht 2 3 S. 449 ff.). Fulvius hatdie aedes Herculis Musarum jedenfalls ge-legentlich seines Triumphes i. J. 567/187 ge-stiftet. Die irrtümliche Angabe bei Eumenius wird erklärlich, sobald man annimmt, dafs inder Aufzählung der censorischen Bauten desFulvius bei Liv. a. a. 0. § 6 (M. Fulvius . . .locavit . . .) porticum extra portam trigeminamet aliam post navalia et ad fanum Herculis etpost Spei ad Tiberim [et ad?] aedem Apolli-nis Medici (vgl. über die verschiedenen Her-stellungsversuche der stark verderbten, in demhier in Betracht kommenden Teile aber vonEntstellungen freien Stelle die Ausgaben) dieWort c porticum .. .ad fanum Herculis sich nichtetwa auf den Tempel auf dem Forum boarium (soWeifsenborn z. d. St.), sondern auf das Heiligtumdes Hercules Musarum beziehen, Fulvius alsoin seiner Censur seiner früheren Stiftung eineSäulenhalle hinzufügte, was zu dem IrrtumeVeranlassung gab (dies scheint schon CJrlichs,Böm. Topogr. in Leipzig S. 146 zu meinen;Klügmanns Ansicht von dieser porticus s.weiterhin bei Hercules Magnus Custos). Klüg-manns Annahme, dafs Fulvius nicht eine neueaedes, sondern zunächst (?) jene alte kleineeherne Kapelle, die von Numa herrührensollte, stiftete (S. 263; dagegen Jordan inBursians Jahresber. 15, 1878 S. 412 f.), unddafs die Statuen des Hercules und der neun

Musen etwa um diese Kapelle wie Säulen uffleinen Tempel, an der Front und Rückseitegeringerer Zahl als an den Nebenseiten, Bei - 'cules zwischen den beiden Musen der Front·Seite, gestellt gewesen seien (S. 264), ist nichtnur willkürlich, sondern an sich auch o®wahrscheinlich, da es nicht wohl denkbardafs der kunstliebende Fulvius sich mit derAufstellung einer unscheinbaren alten Kapel‘ eio begnügt haben sollte. Der Hauptfigur derganzen Stiftung, die derselben auch den Naio eI1gab, des Hercules Musarum, wird in den an·geführten Berichten der Schriftsteller gar nickErwähnung gethan. Doch ist uns das Bild de 9Gottes genau bekannt. Auf der Rückseite ein e9Denars nämlich des Q. Pomponius Muaa 19mit der Beischrift HEBCVLES MV SAB V ßl( C. I. L. 1, 492) der jugendliche Hercules, de®das Löwenfell über den Rücken herab®”’20 nach rechts schreitend und die Leier spielen“’mit der an das linke Bein angelehnten Keu'®’dargestellt; Vorderseite: ein jugendlicher KoP'>dessen Haar, von einem Band zusammeng®/halten, in Locken herabfällt, d. i. nach de 1gewöhnlichen Annahme ein Apollokopf (Ecld[a. a. 0. Millin, Gal. myth. Taf. 108 nr. 1 / ’Cohen, Med. cons. Taf. 34 Pomponia nr. ^dazu S. 266 ff. Mommsen, Gesch. des röm. MO 116Wesens S. 643 f. nr. 293 a = Mommsen-Blae30 Hist, de la monn. rom . 2 S. 516 f. nr. 298Babeion, Descript.hist, et chronol. des Pmonn. de la republ.rom . 2 S. 361 Pom- ~ponia nr. 8 mit Ab-bildung; nebenste-hende Abbildung;

zum Kopfe derVor- ^ __ ^ __ fiia Mu s»

(nach Babylon, Descript.

' t.i rnitt· *

chron. des monn. de la repuoi. i vS. 361).

derseite "s.'aüfcer- Denar des Q · i°mp™ iuB

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40 dem noch Borghesz,

Oeuvres completes 1S. 300; analogeDarstellungen des jugendlichen, leierspielend® 11Hercules führen Klügmann S. 264 f. und FtM'wängler oben Sp. 2190, 27 ff. auf). DieEckhel (a. a. 0.) aufgestelite und allgen/f 1 ®(s. die für die sogleich zu besprechende'Münzen angeführte Litteratur) angenommen

Erklärung, dafs dieses Münzbild die von f ul "50 vius in der aedes Herculis Musarum geweihStatue des Gottes, auf die sich Ovid (fast. >811 f.; s. weiterhin) sic cecinit Clio, dop 0,assensere sorores: | annuit Alcides increpüiti ulyram bezieht, wiedergiebt, ist ganz zweifelt 0 ■Klügmann (S. 264) und 0. Bie (Diein der antiken Kunst. Berl. 1887 S. 28) n/ el ® e

allerdings, dafs die Keule im statuarische^Original nicht vorhanden gewesen und v0 °Stempelschneider hinzugesetzt worden sei; a0 _oo der Gott erscheint auch sonst bei deo ve j gschiedensten Gelegenheiten, bei denen die Keneigentlich entbehrlich ist, nicht ohne dieseAttribut, und es ist sehr wohl denkbar, dafs dStatue die Keule, wenn auch vielleicht in e .veränderter Weise als auf der Münze, b eJ £, sgeben war. Durch die Aufschrift des Denaiwird Beckers Ansicht ( Topogr. S. 613 Anm· l“und Zur röm. Topogr. [Lpzg. 1845] S. 98 g e S