Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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2973-2974
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Hercules (H. Musarum)

Hercules (H. Musarum) 2974

Ürhchs, Böm. Topogr. in Leipzig S. 140; vgl.

-“· Peter zu Ovids Fast. G, 797—812), dafsV0 . B einem Hercules Musarum nicht die Redesein könne und man richtiger aedes Hercu-hs — Musarum oder aedes Herculis et Musarum( Interpol. Serv., s. oben) schreibe, widerlegt;das Heiligtum heilst aedes Herculis MusarumUnd wird so auch auf einem Fragmente deskapitolinischen Stadtplanes (s. weiterhin) ge-kannt. Derselbe Pomponius Musa bildet auf ioUßr Rückseite einer Reihe von Denaren dieUeun Musen ab, auf der Vorderseite einenJugendlichen Kopf mit einem Lorbeerkranz,w ulstavtiger Anordnung des Haares und einemUeben der Vorderseite des Ohres angebrachten,uinern Ohrgehänge gleichenden Schmuckgegen-stande, d. i. nach Borghesi {Oeuvres completes7, S. 144 ff.) ein Apollokopf ( Eclchel a. a. 0.Go/tew, Med. cons. a. a, 0. nr. 5 — 15, dazu°· 267 f. Mommsen, Gesch. d. rinn. Münzwes. 20a · a - 0. nr. 293 b = Mommsen-Blacas a. a 0.ku. 298 b. Babeion, JDescript. u. s. w. a. a. 0.

3G1 ff m ._ y —22 mit Abbildungen; Biea · a. 0. S. 25 ff. Fig. 2 — 14). In diesen Bildernurkannte Fckhcl Kopieen der von Fulvius inder aedes Herculis Musarum aufgestellten am-Ufacischen Statuen der neun Musen. Auchdiese Annahme fand allgemeinen Beifall (s.^orghesi, Oeuvres completes 1 S. 291 ff. Be-schreib. d. Stadt Born a. a. 0. S. 32. Cohen 30a ; ( a · 0. S. 266 ff Overbeck, Gesch. d. grieeh.Wast. 2 3 S. 362 mit S. 457 Anm. 3 [daselbstd°ch andere Litteratur], Breil er, B. M. s 2• 298 Anm. 1. Mommsen = Mommsen-Blacasa. aa. 00. de Bossi a. a. 0. S. 4 f. Klügmann■ 264. Babeion a. a. 0. S. 360. Bie a a. 0.• 24 . 28 ; oben Herakles Sp. 2190, 25 ff.); nurVrhchs (a. a. 0. S. 8) äufsert Bedenken: derpUgölring des Königs Pyrrhus habe nach■flinius {n. h. 37, 5) die neun Musen mit 10"Polio zusammen dargestellt; ob auch einepfollostatue von Ambracia nach Rom gekom-men sei, wisse man nicht, schwerlich würdeich eine solche in der aedes Herculis Musarummunden haben; daher lasse sich nicht be-unrnt behaupten, dafs die Münzen des Pom-h?uius Musa, die auf der einen Seite die neunhisen, auf der anderen einen Apollokopf ab-dden, durchaus den Typen dieses Tempels(^sprechen oder nicht vielmehr eine andere 50r uppe der Göttinnen nebst ihrem FührerPolio darstellen. Durch Bies (S. 24) leicht-iu erhobenen Einwurf, dafs nichts uns hindere,den Musen und dem Hercules noch einenPolio zu stellen, wird die Frage keineswegsedigt. Berücksichtigt man, dafs die Be-^ knung der beiden verschiedenen Köpfe aufjk Vorderseiten der Münzen des Pomponiususa wie bei anderen dergleichen Köpfen rö-Bch°· · C °nsularmünzen, die durch keine Bei- 60,, . ^ gekennzeichnet werden, durchaus nicht

weifellos, bei den Denaren mit den Musen-b ' vielleicht noch weniger sicher ist alsdar . em ^ enar mit Hercules Musarum, undüberdies eine Beziehung des Münztypus'mb ’, 0l ' (Jeräe ite auf den der Rückseite nichtSa e dmgt geboten ist, so wird man die Zu-'umengehörigkeit der Bilder auf den Rück-

seiten der Denare nicht bezweifeln und darinwirklich Kopieen der Statuen des HerculesMusarum und der neun Musen in dem Heilig-tume des Fulvius Hobilior erkennen. Fulviusbegründete also einen Herculeskult·, in welchemder Gott als Musaget mit den neun Musenverehrt wurde. Dabei wurde er sicher nichtvon römischen Vorstellungen geleitet; offenbarfolgte er griechischen Anschauungen, wieFumenius sagt in Graecia cum esset imperatoracceperat Heraclen Musagetem esse, id est co-mitem ducemque Musarum. Der leierspielendeHerakles ist schon in der altgriechischen Kunstein beliebter Typus (s. 0. Müller, llandb. d.Archäol. 3 [ Welcher^ S. 681 nr. 9 zu § 410, 9S. 675. Stephani, D. ausruhende HeraklesS. 150 f. Preller, Gr. M. 2 3 S. 269. Klüg-mann S. 265. Baumeisters Denkm. d. klass.Altert. 1 S. 671; oben Herakles Sp. 2189, 60 ff,vgl. 2181, 53 ff). Die Statue des HerculesMusarum wird ohne Zweifel, wie auch de Bossi(S. 5), Klügmann (a. a. 0.) und Urlichs (a. a. 0.)annehmen, ebenfalls eine der zahlreichenSkulpturen gewesen sein, welche Fulvius nachRom mitbrachte, wenn dies auch nicht über-liefert wird. Dafs Herakles in Griechen-land auch in Verbindung mit den Musen, imVerein mit Apollo, aber auch allein "mit ihnen,verehrt wurde, steht auf Grund von Denkmälernfest (s. Preller a. a. 0. S. 270. Stephani inCompte-rendu de la Comrniss. imper. archeol.[St. Petersbourg] 1868 S. 35 f.; oben HeraklesSp. 2190, 14 ff; Klügmann läfst sich [S. 262 f. Jdurch einige verdächtige oder gefälschte Iu-schriften mit Unrecht dazu verleiten, den Werteines unverdächtigen Zeugnisses zu verkennenund ein Verhältnis zwischen Herakles und denMusen ganz in Abrede zu stellen; besonderswichtig sind die Darstellungen aretiniseherGefäfse aus der letzten Zeit der Republik ,welche HPAKAHC MOC52N ruhig auf die Keulegestützt neben den Musen zeigen, also zu denBildwerken der aedes Herculis Musarum inkeiner Beziehung stehen können, s. oben Hera-kles Sp. 2190, 50 ff). Vielleicht bestand inAmbracia ein Kult des Herakles Musagetesund der Musen, und Fulvius brachte von dort-her auch das Bild des leierspielenden Heraklesmit. Dafs in Ambracia Herakles eine hoheVerehrung genossen haben mufs, geht aus dervon Antoninus Liberalis {transform. 4 S. 204 f.Westerm.) nach Nikandtrs 'Ersgoio-vfisva undAthanadas’ ’jgßQarunä mitgeteilten Erzählungvon dem Streite Apollos, der Artemis und desHerakles um Ambracia hervor. Die drei Gott-heiten wandten sich an Kragalgus, den Sohndes Dryops, um Entscheidung des Streites, unddieser sprach nach Anhörung der vorgebrachtenAnsprüche die Stadt dem Herakles zu; Anto-ninus fügt hinzu, dafs die Ambracioten zwardem Apollo Soter opfern, die Stadt aber alsEigentum des Herakles und seiner Kinder be-trachten und dem Kragaleus nach dem Festedes Herakles Opfergaben darbringen. Es könntealso immerhin ein Kult des Herakles Musa-getes und der Musen in Ambracia bestandenhaben. Das Leierspiel des Herakles wird vonPreller (D. Begionen d. Stadt Bom S. 167