Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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3013-3014
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3013 Hercules (<1. german. llerc.)

Herculem, daher nahm Reifferscheid (in Sym-bola philolog. Bonnens. in honor. Frid. Rit-sehelii S. 625) an, dafs nach placant ein neuerSatz begonnen habe, von welchem nur dieWorte et Herculem übrig seien (s. z. d. StelleBaumstark S. 156 f. 411 ff. Kommentar S. 20 f.);das. 34 utraeque nationes (nämlich die Frisiimaiores und minores) Usque ad Oceanum Rhenopraetexuntur, ambiuntque immensos insuper lacuset Romanis classibus navigatos, ipsum quin etiam :Oceanum illa temptavimus, et superesse adhucHerculis columnas fama volgaoit, sive adiitHercules, seu quicquid ubique magnificum estin claritatem cius referre consensimus, nec de-,fuit audentia Druso Germanico: sed obstititOceanus in se simul atque in Herculem inquiri(dazu Baumstark S. 155. Kommentar S. 63; vgl.F. H. Meyer in Grimms Deutsch. Myth . 4 3S. 107 zu S. 303); ann, 2,12 Caesar transgressusVisurgim . . . cognoscit delectum ab Arminiolocum pugnae; convenisse et alias nationes insilvam Herculi sacram u. s. w. Ob die auf derReutingerschen Tafel in der Nähe von Nym-wegen angegebenen castra Herculis, wahrschein-lich = den von Ammianus Marcellinus (18,2,4) erwähnten castra Herculis, vom römischenoder germanischen Hercules den Namen haben,ist nicht zu entscheiden. Über die mittelalter-lichen Erwähnungen des germanischen Her-cules s. Baumstark S. 159. 412. Es ist klar, ;dafs in diesen Angaben Hercules nur die inter-pretatio romana eines germanischen Gottessein kann, wie es auch kaum zu bezweifelnist, dafs als Subjekt zu memorant in der zu-erst angeführten Tacitusstelle nur Römer ge-dacht werden können (daher apud eos, nichtapud se; vgl. hierzu Baumstark S. 150ff.): fürdiese, die in dem betreffenden Gotte der Ger-manen ihren Hercules wiedererkannten, erklärtesich das Erscheinen ihres Gottes bei jenen .Völkern ungezwungen dadurch, dafs der gött-liche Weltwanderer auch dorthin, sogar biszu den Friesen, gelangt sei; es mufs eine Sage,dafs Hercules auch nach Germanien gekommensei und an der friesischen Küste Säulen er-richtet habe, wirklich existiert haben. DieFrage, welcher germanische Gott aber demrömischen Hercules so glich, dafs er mit ihmidentificiert wurde, wird jetzt fast ausschliefs-lich dahin beantwortet, dafs der deutsche Her-cules kein anderer als Donar (Thuner) ist (sozuerst Zeufs, Die Deutschen und die Nachbar-stämmc. München 1837 S. 23 ff. [zweifelndGrimm, Deutsche Myth. 4 1 S. 302]; W. Müller,Gesell, und System der altdeutschen Religion.Gotting. 1844 S. 241 f. Simrock, Handb. derdeutsch. Myth . 5 S. 155f. 251 f. \V. Mannhardt,Germanische Mythen. Berl. 1858 S. 230. Reiffer-scheid in Sy mb. philol. Bonn . a. a. 0. A. Holtz-mann, Germanische Alterthümer. Lpzg. 1873S. 174; s. die weiteren Litteraturangaben beiMannhardt a. a. 0. Anm. 4, Baumstark S. 158 f.und 415 f. Kommentar S. 8 £). Abgesehen davon,dafs man bisher nicht danach gefragt hat, obHercules immer dasselbe Götterwesen oder beien verschiedenen deutschen Stämmen auchverschiedene Götter bezeichne, hat für eineuns näher bekannte Form des germanischen

Hercules (H. Saxanus) 301-1.

Hercules, für Hercules Saxanus , die Auffassung,dafs Donar unter diesem Namen sich verberge,die höchste Wahrscheinlichkeit.

a) Hercules Saxanus . Litteratur: J. II.v. Ilagenbuch, Sacrarii Principis Id est; Anti-quitatum Clivensium- Sive Inscriptionum Bergcn-dalensium Investigatio Prima De Hercule Sax-sano .. . Susati 1731. H. Cannegieter, De mutataRomanorum nominum sub Principibus ratione,liber singularis. Item Postumus Bataviae ad-sertor, Hercules Magusanus, et Deusoniensisaggerum Bataviae auctor, ex nummis atque exinscriptionibus demonstratus. .. Trajecti ad Rh.1758 S. 165ff. F. Fiedler, Geschichten und Alter-thümer des untern Germaniens oder des Landesam Flieder - Rhein aus dem Zeitalter der röm.Herrschaft. 1 . Essen 1824 S. 222 ff. Grimm,Deutsche Myth. 1 S. 203 f. das. 4 1 S. 302 f. F.0[sann] in Ztschr. f. Älterth.-Wiss. 4,1837 S. 385f.Lersch, Central-Museum rhein . Inschr. 2 S. 27 f.0. Jahn, Archäol. Beitr. S. 63 Anm. 34. Over-beck, Katalog des Kgl. rhein. Museums vater-·länd. Alterthümer [Bonn 1851] S. 79. J. Beckerin Jahrbb. d. Ver. von Alterth.-Frcund. im Rlild.17, 1851 S. 168 und ders. in Annalen des Ver.für Nassauische Alterthumskunde und Geschichts-forsch, 6, 1859 S. 402 ff. Simrock, Hdbch. derdeutsch Myth. 5 S. 244 f., vgl. 410. Preller, R.M , 3 2 S. 297. Braun, Hercules Saxanus , inJahrbb. d. Ver. von Alterth.- Freund, im Rhld.29/30, 1860 S. 125 ff. J. Freudenberg, Das Denk-mal des Hercules Saxanus im Brohlthal. Bonner Winckelmannsprogr. 1862 mit Tafel; dazu ders.,Neue Altarinschrift des Iupiter und des Her-cules Saxanus aus dem Brohlthdl nebst Nach-trägen zu dem Bonner Winckelmannsprogr. von1862, in Jahrbb. d. Ver. v. A.-Fr. im Rhld.38, 1865 S. 83 ff. und II. Schaaffhausen das.53/54, 1873 S. 129 f. Ch. Robert, Inscriptionslaissees dans une carriere de la Haute Mosellepar des legions romaines, in Melanges Graux[Paris 1884] S. 329 ff. und die noch anzuführen-den Abhandlungen. Hercules Saxanus wird ineiner beträchtlichen Anzahl von Inschriften ge-nannt, die zum gröfsten Teil in dem Brohl-thale in der Nähe von Andernach am Rhein gefunden worden sind (im Brohlthal: Bram-bach, C. I. Rhen. 651.652.655658 = Freuden-berg nr. 9. 7. 8. 6. 14. 15; Bramb. 662; 663665 = Freudenberg nr. 18 20; Bramb. 668;670. 672. 674 = Freudenberg nr. 10.4. 1; zweiin den Jahrbb. d. Ver. von A.-Fr. im Rhld.50/51, 1871 S. 192 ff. und 84, 1887 S. 85 ff.[letztere = Revue archeöl., III. ser. 11, 1888S. 418 nr. 79] publicierte Inschriften; bei An-dernach : Bramb. 678680. 685 = Freuden-berg nr. 5. 3. 2. 17; in Bramb. 657 und 685 er-scheint nur der Beiname Saxanus, in 651 f.657. 662. 665 ist Here. Saxanus mit Iuppiter0. M. verbunden; ein Teil der Inschriften be-findet sich im Museum zu Bonn , s. [Ilettner]Katalog des Kgl. Rhein . Mus. Vaterland. Alter-thümer bei der Univers. Bonn S. 8 ff. nr. 2124).Aufserdem sind drei Inschriften bei Norroy inder Nähe von Pont-ä-Mousson in Lothringen gefunden worden (Freudenberg nr. 26 [mit Iup-piter 0. M.; = Orelli 2011], 27. 28, bei Roberta. a. G. S. 330 ff.; weitere Litteraturangaben

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