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Pelias vor, der besorgt nur den rechten Fufsdes Jünglings beschuht sieht; es ist ihm näm-lich das Orakel geworden, dafs er durch „dieherrlichen Aioliden“ sterben werde, und weiter,dafs er sich vor dem Einsehuhigen (μονοκρήπιςFind. Pyth. 4, 75. Lykophr. 1310. μονοσάνδαλοςApollod. 1, 9, 16. οίοπέδιλος Ap. Sh. 1, 7.μονοπέδιλος arg. Ap. Sh. Arg. p. 533, 9 Seil;vgl. die Münzen von Larissa bei Head, hist,num. 253) zu hüten habe. Darnach schmaustlasonfünf Tage und Nächte mit seinem Vater undseinen Vettern, bis er am sechsten vor Peliastritt und die Herrschaft fordert. Dieser ver-spricht ihm die Erfüllung seines Wunsches,wenn er die ιρνχή Φρίξον (v. 159 und Schot)und das goldne Vliefs des Widders, der denPhjixos über das Meer getragen, aus demLande des Aietes zurückhole. So Pindaros nicht ohne eigne Zuthat, aber gewifs auch mitaltertümlichen Zügen. Die einfache Form derSage giebt Pherelcydes fr. 60 bei Schot Find.P. 4, 133: Pelias veranstaltet dem Poseidon einfeierliches Opfer und fordert allgemeine Be-teiligung. Iason , der am Anauros den Ackerbestellte, überschreitet, die Sandalen in derHand, den Flufs, bindet sich dann die einean den ι -echten Fufs, vergifst aber die andere;so kommt er zum Opfer. Als Pelias ihn be-merkt, gedenkt er des ihm gewordenen Orakelsund fragt den Jüngling ain nächsten Tage,was er wohl thun würde, wenn ihm der Todvon einem Bürger geweissagt worden wäre.Iason antwortet ihm, er würde ihn nach Aiaschicken, das goldne Vliefs zu holen. DieseAntwort hatte ihm Hera eingegeben, welchedie Medeia zur Ermordung des Pelias nachIolkos bringen wollte {Μήδειαν τάν Πελίαοφόνον auch Find. Fyth. 4, 250). Auf dieserErzählung beruht auch Ap. Sh. 1, 5 ff., nurdafs hier die eine Sandale im Schlamm steckenbleibt; ebenso Apollod. 1 , 9, 16, wo dernicht direkt benutzte Pherelcydes mit Apotlo-nios vermengt ist; aus Apollodoros stammtZenob. 4, 92 und Tzetz. Lyk. 175 (mit Citatenaus Pindaros und Apollonios ). Der Hafs derHera wird bei Apollonios dadurch motiviert,dafs Pelias die Göttin beim Opfer übergangenhabe. Ebenderselbe erzählt 3, 66 ff., um derHera Freundschaft mit Iason zu motivieren,ungewifs, ob aus älterer Quelle oder eignerErfindung, dafs Iason auf der Rückkehrvon der Jagd die in eine alte Frau ver-wandelte Göttin über den angeschwollenenAnauros getragen habe. Ebenso Hyg. f. 12und Val. Flacc. 1 , 81, nur dafs der Enipeusan Stelle des Anauros getreten ist (ebensoHyg. f. 13 und Schot Stat. Theb. 5, 336;Dracont. Med. 57: Ister). Die Geschichtenvon dem Einsehuhigen und dem der Hera er-wiesenen Dienst sind verbunden in der Hypoth.von Ap. Sh. Arg. 533, 10 ff. Keil, bei Hyg. f.13 und Serv. Verg. Ecl. 4, 34 („flumen“ ohneNamen). I)iod. 4, 40 ( Dionys. Skytobr.) be-richtet, dafs Iason freiwillig aus Ruhmbegierdeauf Abenteuer habe ausgehen wollen undPelias ihm diese Fahrt nach Kolchis in derHoffnung geraten habe, sich dadurch deslästigen Prätendenten zu entledigen, ähnlich
Roscher, Lexikon der gr. u. röm. Mythol. II.
Val. Flacc. 1, 12 ff. (aus derselben Quelle,_ wiees scheint). Darin stimmt die gesamte Über-lieferung überein, dafs der König von Iolkos,Pelias, in arglistiger Absicht seinen NeffenIason beauftragte, das goldene Vliefs (s. dar-über den Artikel „Phrixos “) au3 dem Landedes Aietes, Aia-Kolchis (s. „Argonautensage “1, 532) zu holen, Hes. Theog. 995 f. Find.Pyth. 4, 159 ff. (das εάν ij>v%uv [sc. Phrixi]κομίξαι ist dem Dichter eigentümlich nach demSchot). Pherelc. bei Schol. Find. P. 4, 133.Ap. Eh. 1 , 16. Schol. Od. μ 69 {Aslclepiades ?)u. a. ■— Glücklich kehrt Iason im Besitz deserbeuteten Vliefses mit Medeia nach Iolkoszurück. Nach Hes. Theog. 997 f. hat er hiergeherrscht und mit Medeia den Medeios er-zeugt, den er von Cheiron erziehen liefs.Andere die bereits von Eumelos und Simonides fr. 48 ( Schot Eur. Med. 20, vgl. Paus. 2, 3, 10)vertretene Überlieferung, nach der Iason undMedeia nach Korinth übergesiedelt sind. Moti-viert wird die Übersiedlung von Iolkos nachKorinth in der Sage durch die Ermordung desPelias (s. Medeia und Pelias — die von Ste-sichoros fr, 1 besungenen, an der sog. Kypselos-lade dargestellten ά&λα επί Πελία, an denendie Argonauten teilnehmen, stehen im Gegen-satz zu dieser Sagenwendung —), die in derspäteren Tradition als Rache dafür galt, dafsPelias Iasons Eltern zum Selbstmord genötigtund ihren kleinen Sohn Promachos 'getötethabe, Dionysias Skytobr achtem bei Diod. 4, 50(= Apollod. 1 , 9, 27, vgl. Val. Fl. 1 , 730 ff.).Nach Schol. Eur. Med. 20 hat Akastos, Sohndes Pelias, die beiden aus Iolkos vertrieben,ebenso Apollod. 1, 9, 27, während hiervon Diod.
4, 53 mit der Überlieferung abweicht, dafsIason dem Akastos die Herrschaft über Iolkosfreiwillig abgetreten habe. Mit der erstenÜberlieferung vereinigt sich Apollod. 3, 13, 7,wonach Peleus mit Iason und den DioskurenIolkos zerstört haben soll, dies nach Phcrekydes( Schot Find. Hem. 3, 55; vgl. Nikol. Damask.,Müller fr. h. 3, 389 und aus ihm Suidas. s. v.Αταλάντη : für willkürliche Erfindung hältdiese Sage fc D. Müller, Mythol. d. griech.Stämme 1,224). Nach Paus. 2, 3, 11 (Eumelos?)kehrt Iason aus Korinth nach Iolkos zurück,bei Diod . 4, 55 (Dion. Skyt.) übernimmt seinSohn Thessalos als Nachfolger des Akastosdie Regierung von Iolkos.
2) Iason als Argonautenführer undseine Schutzgötter; vgl. „Argonautensage “.Da Iolkos allgemein als der Ausgangs-punkt der Argofahrt gilt (dagegen Jessen
5. 33 siehe Abschn. 9), so steht die Identitätdes Argonauten Iason mit dem von Iolkos, d. h.dem thessalischen, fest. Das in Erinnerung andie Abfahrt der Argo zu Ehren des Zeus ge-feierte thessalische Fest der Έταιρίδεια wurdeauf Iason als den Gründer desselben zurück-geführt (Hegesander fr. 25 bei Athen . 13, 572d);ebenderselbe ^alt als Stifter eines Tempelsdes Απόλλων άπτιος bei Pagasai; Kallimgchosfr. 545 b bei Hyg. astr. 2, 37. Die älteste Über-lieferung ebenso wie die spätere Erzählungmacht Iason zum Veranstalter, und Führer desArgonautenzugs; er hat die Helden berufen
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