Laas (Λύας), Sohn der Metis, den Kronos (s. d.)statt des Zeus verschlang. Als letzterer zurHerrschaft gekommen war, nannte er ausDankbarkeit gegen seinen Retter die Menschenλαοί. Euhemerist.-etymol. Legende b. Cram.Anekd. Oxon. 1,267, 4 ff. Etym. Gud. 362, 26 ff.
[Hofer],
Labanes (Λαβύνης) , Beiname des Men inKula, nach einer Inschrift, welche eine Wid-mung an Men L. und Men Petraeites enthält,Movo. και ΒιβΧ. της εν Σμύρνη εναγγεΧ. ΰχολης.Περ. III. ” Έτος 1/2 p. 158 nr. τις'. Mitth. d.Ώ. arch. Inst, in Athen 6 p. 273 nr. 23.
[Drexler.]
Labaphnesker (Λαβαφνεακηρ) Name einermit dem Titel ϋ·εός κύριος versehenen Gott-heit im Pap. Mimaut vs. 151. [Drexler.]
Labaro? Zweifelhafte Überlieferung derspanischen Inschrift C. I. L. 2, 732 (vgl. Suppl.Index p. 1128). Ob Name einer Gottheit?Ein gallischer Soldat Namens Dabarus beiSil. Ital. 4, 232. Ygl. übrigens Laburus undüber den in der Ableitung öfter vorkommen-den Wechsel der Laute a und u Glück, Kelt.Namen hei Caesar p. 50. [M. Ihm.]
Labdakos (Λάβδακος), Sohn des Polydoros,Enkel des Kadmos, Vater des La'ios, König vonTheben, nach welchem das unglückliche Königs-geschlecht von Theben gewöhnlich Labdakidengenannt wird (Soph. 0 . C. 221. Antig. 594). Diesvon Kadmos stammende Herrschergeschlechtwurde in Theben von einem anderen Hause,das von Hyrieus abstammte, unterbrochen. Wäh-rend der Jugend des Labdakos hatten Nykteusund dann dessen Bruder Lykos, die Söhne desHyrieus, die Vormundschaft und die Herrschaft,und als Labdakos nach kurzer Regierung ge-storben, übernahm Lykos wieder über dessenSohn Lai'os die Vormundschaft, Herodot 5,59.Paus. 9, 5, 2. 2, 6, 2. Eur. Phoen. 8. Arr. An.2, 16, 2. Ilyg.f. 76. Mutter, Orch. 224 ff. Heyne,Apollod. Obss. p. 234. Gerhard, Gr. Myth. 2§ 738. 742. Stammtfl. p. 230. Die Mutter desLabdakos war Nykte'is, die Tochter des Nyk-teus ( Apollod . 3, 5, 5, wo Nykteus Sohn des(Sparten) Chthonios heifst). Labdakos hattewegen der Landesgrenze einen Krieg mit Pan-dion, dem athenischen König, welchem derThrakerkönig Tereus zu Hülfe kam, Apollod.
3, 14, 8. Vgl. Toepffer, Alt. Geneal. 42. Überden Namen Labdakos s. Preller, Gr. Myth. 2,343, 3. [ J. G. E. Sterk, De Labdacidarum
historia a tragicis in scena posita. Lugd. Bat.1829. Drexler.] [Stoll.]
Labe? (Λάβη?), vielleicht korrupter Nameeiner Lesbierin in dem mit lesbischer Lokal-mythologie gesättigten Roman des Aulos Longos3, 16: (Λυκαΐνιον) της επιοΰδης ώς παρα την10 γυναίκα fXaßyv (oder Χαβείν) \την~\, την τίκτου-ααν άπιοΰβα .. . παραγίγνεται, wo Passow (An-merkungen S. 337) mit Rücksicht auf Theokrit14, 24 mit Toup Λάβα, Gen. von Λάβας setzt(Schäfer δήϋ·ιεν). Als Testimonium für Theo-krits Labas hat . Ahrens diese Stelle nichteitleren mögen. Über die mythische Grund-lage des Romans und das mytilenäische Prie-stertum des Dichters vgl. Philologus N. F. 2,1889, 116 A. 131. [Tümpel.]
20 Labor personifleiert, zusammen mit Letum,Lues, Mors, Tabes und Dolor bei Senec. Oed.652. [Höfer.]
Labrandeus (Λαβρανδενς, Äelian.n. an. 12,30.Lact. 1,22, 23), Beiname des in dem karischenOrt Labranda bei Mylasa verehrten Zeus, Flut,guaest. 45 (hier heifst er Λαβραδεύς). Strabon14, 659 (Λαβρανδηνός). Inschr. aus Herakleiaam Latmos, C. I. G. 2, 2896, aus der Nähe vonAphrodisias , C. I. G. 2, 2750. Nach Flut. a. a. 0.so hatte Zeus diesen Beinamen von dem lydischenWort = πέλεκυς: Herakles hatte das
Schlachtbeil der Hippolyte der Omphale ge-schenkt und alle ihre Nachfolger bis auf Kan-daules, der es einem seiner Genossen schenkte,trugen es. Im Kampf des Gyges gegen Kan-daules erbeutete des Gyges Bundesgenosse ,Arselis aus Mylasa , dieses Beil, brachte esmit nach Karien und stiftete einen Tempelund eine Bildsäule des Zeus, der er diesesio Beil in den Arm gab. Plin. hist. not. 32, 16erwähnt einen Labrayndi Iovis fons mit zahmenAalen . Über den Tempel des Iuppiter Labran-dius s. Lactant. de fals. relig. 1, 22. — NachStrabon a. a. 0. (vgl. Herod. 5, 119) ist der ZeusΛαβρανδενς — Ζευς Στράτιος (s. d,); über dieVerehrung des Gottes s. C. I. G. 2, 2691 e =Dittenberger, Sylloge 76 p. 135: εν τώ ίερω τονΛιος τον Ααμβραννδου, &υοίης ενιανοίης καιπανηγύριος εούσης. Kult im karischen Olymos,
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