1777 Labrandos
Waddington, Asie min. 331. 338. 323. Athen ., Mitt. 14, 375. 379. 381; in Mylasa , Waddington
I a. a. 0. 347. 348. 399. Corr. heil. 5, 99. Athen .
’ Mitt. 15, 261. Die Form AaßgsvBov findet sieb
• Athen Mitt. 15, 259 nr. 10; ohne Zeus stehtdie Form AaßgaworStp Athen. Mitt. 15, 259 nr. 11;vgl. Cavedoni, Bell’ origine del cultg di Giove
1 Labraundo, Bull. arch. Napol. 1855 p. 181.
I Luders, Bionys. Künstler iS-, vgl. Georg Meyer,
I Bie Harter bei Beggenberger, Beiträge 10, 163;
s. Kariös und Labrandos. Die ältere Litte-ratur über Zeus Labrandeus auf'Münzen beiBasche, Lexikon 2, 2, 1217. — Auf Kaiser -
* münzen von Mylasa erscheint Zeus L. stehend,' mit der R. das Doppelbeil, in der L. die Lanze;i haltend, Eckhel , Boctr. num. vet. 2", 585, so auf
Münzen des Hadrian , Eckhel 6, 514, -wo er aufder R. den Adler, in der L. das Beil hält; vgl.Mionnet 3, 356 ,* 309; auf Münzen des Getasteht er unter einem Tempel mit Axt undLanze Mionnet 3, 358, 320ff.; ebenso auf Mün-1 zen des Heliogabalus , Mionnet 3, 35§, 324;auf Münzen des “Valerianus und Gallienus ,Sestini, Lettere 9, 42 (mit Lanze un‘d Adler);j mit Doppelaxt und Lanze auf Münzen der kari-i sehen Könige, so des Hekatömnos, Beger, Thes.ij Brandenb. 1, 266. Eckhel 2, 596. Mionnet 3,397, 1. Sestini, Lettere 8, 81, des Maussolost Eckhel 2, 597. Mionnet 3, 398, 2ff., des Hi-
1 drieus (Idrieus), Eckhel a, a. 0. Mionnet 3,
399, 8ff., des Pixodarus, Eckhel a. af 0. Mionnet3, 399, 12. Sestini 8, 82 (er trägt die Axtauch auf der Schulter, Mionnel 3, 399, 14ffi);des Orthontopates (Orontopates), Eckhel a. a. 0.'Mionnet 3, 400, 17. Auf autonomen Münzenvon Mylasa erscheinen das Beil und der Adlerals Insignien des Zeus L. Eckhel 2, 584 vgl.Sestini 9, 42, ebenso das Beil auf Münzen desi' Pixodarus, Miomiet 3, 399, 13 und auf auto-nomen Münzen von Myndos Mionnet 3, 359,329 ff.; vgl. auch die zweischneidige Axt aufeinem Denkmal aus der karisejien Stadt Kys,Bull, de corr. hell. 11 (1887), 310, 5. · LarfeldJ in Bursians Jahresb. 66 (1891 Suppl.), 53. —
I Zeus auf Münzen von Labranda mit Lanze
und Blitz (resp. Adler) Mignnet 3, 308, 27.
'309, 31; vgl. 310, 39. 41. — Über das hölzerneBild des Zeus L. mit dem Doppelbeil in derRechten, dessen Stiel bis auf den Boden reichtund dem gleichfalls bis auf den Boden reichen-den Speerschaft in der Linken (Millin, Gal.
I Myth. 10, F. 37) s. G. Bötticher, Arch. Zeit.
\ 12 (1857), 72; vgl. auch 0. Müller, Handb. d.
\ | ArchJ 497, 7. — Max. Mayer, Jahrb. d. Kais.
I B. Arch. Inst. 7 (1892), 191 nimmt eine Ver-ehrung des Gottes von Labranda auch aufy Kreta an, wo er Aaßgvv&iog (vgl. oben Xäßpus) = Axt) geheifsen habe, woraus Aaßvgiv&os
(s. d.) entstanden sei. [Höfer.]
Labrandos (AaßgavSog), ein Kurete, der mitden Kureten Panamoros und Palaxos oder Spa-laxos nachKarien kam, wo von ihnen derFlufs. Heudonos seinen Namen erhielt, weil sjp in derersten Nacht an seinem Ufer geschlafen (svSsiv),Et. AI. 390, 1. [Vgl, Kureten Sp. 1599 Z. 53ff.
, Da der Name Labrandos entschieden mit demj Beinamen des Zeus, Labrandeus, zusammen-. hängt, so wird ein solcher Zusammenhang
Laby rintho s 1778
wohl auch zwischen dem andern KuretennamenPanamoros (wohl Panamaros) .und dem ZeusPanamaros (s. d.), anzunehmen sein; für Pa-laxos freilich fehlt bis jetzt ein entsprechen-des Zeusepitheton. Höfer.] [Stoll.]
Labranios, Beiname des Zeus auf Kypros.Er besafs heim heutigen Dorfe Phasulla aufeinem 10,40 km nördlich von Limassol un,d11,40 km nordwestlich von Amathus gelegenenHügel einen geweihten Bezirk, s. Ohnefalsch-Michter, Kypros, die Bibel und Homer p. 21nr. 46, welcher auf ,1. H. Hall, A temple ofZeus im Journal of the American QrientalSociety. Proceedings at New Haven , October1883 verweist. [Drexler.] .
Labraundos s. Lambraundos.
La*brax(?), ein Rofs des Helios, Hyg. f. 1J!3;unsichere Konjektur Alunckers für das korrupteAbrax. [Nach Bursinn, JahrbV. f. klass. Phil. 93p. 775 (vgl. Jeschonnek,Benominibus quae Graecipecudibus domesticis indiderunt p. 34) sind dieWorte bei Hyginus : Item quos Homerus tradit:abrax aslo therbeeo. Item quos Ovidius: Eons,Aethon, Pyrois, Phlegon eine Interpolation;abrax aslo therbeeo habe der Interpolator einerGemme mit der Darstellung des Helios auf demViergespann entnommen, welche di.e AufschriftΑΒΡΑΣΑΞ ΣΩΤΗΡ ΒΗΛ ΙΑΩ trug. Diese Götter-namen habe er für Pferdenamen angesehen und,um mit seiner Gelehrsamkeit zu prunken, Homer als Quelle angegeben. Drexler.] [Stoll.] *
Labros (Αάβρος), 1) Name eines Hundes inder Darstellung der kalydonischen Jagd aufder Vase des Ergotimos und Klitias (s. z. B.AEM. 12 p. 44), Baecker , Be canum nominibusGraecis p. 57 („vehemens, aut velocitate [vgl. Xa-βοοπόδη s] aut voracitate“); Jeschonnek p. 11..[Vgl. Arch. Ztg. 4 (1846), 326f. Höfer.] —2) Name eines Hundes des Aktaion, Hyginfab. 181. Ovid Met . 3, 224. [Drexler.]
Labrosyne (Außgoaivrf), die personificierteGier. Leonidas in Anth. Pal. 6, 305; vgl. La-phygmos. [Höfer.]
Laburus, ein bei Emona (Laibach) verehrterGott, C. I. L. 3, 3840 (= Orelli 2017). Vgl.Labaro und Glück, Kelt. Namen p. 50 f. [M. Ihm.]
Labyrinthos (Aaßvgiv&os), ein Bau mit viel-fach verschlungenen und in einander greifendenGängen und Kammern, aus welchen der Aus-gang nicht leicht zu finden ist. Das Wort wirdvon manchen für ägyptisch gehalten, Hock,Kreta 1, 63. — 0. Müller (Handb. d. Archäol.§ 50, 2) leitet es von dem griechischen Xavgaab. Das mythische Labyrinth in Kreta warein Gebäude beiKnossos, dem Königssitz desMinos, von Daidalos dem Minos erbaut zurAufnahme und Bewahrung des Minotauros.Biod. 1, 61 und 97 sagt, dafs nach der Be-hauptung mancher Agyptier Daidalos das ur-alte ägyptische Labyrinth, einen kolossa-len noch jetzt in seinen Trümmern existieren-den Reichspalast mit 12 bedeckten Höfen und3000 Gßmächern am Mörissee, bewundert undnach .seinem Muster das Labyrinth zu Knossos erbaut habe; doch sei dies knossische Gebäudejetzt ganz verschwundön; und Plin. N. H 36,13 behauptet, dafs Daidalos nur den hundert-sten Teil des ägyptischen Labyrinths in Kreta
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