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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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1779-1780
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1779 Labyrinthos

nachgebildet habe. [Vgl: über das ägyptischeLabyrinth Wiedemann, Herodots 2. Buch S. 622 ff.G. Ebers , Ägypten in Bild und Wort 2 S. 173f.mit Abbildung. Preller s. v. Labyrinthus beiPauly, Realencykl. R.] Aber das Labyrinth zuKnossos hat nie in Wirklichkeit existiert; eswar eine Fiktion der Phantasie [vgl. jedochden Zusatz von E. Fabricius ], hauptsächlichausgebildet in der attischen Sage von Theseus ,der den Minotauros im Labyrinth erschlug unddie demselben als Opfer bestimmten atheni-schen Jünglinge und Jungfrauen aus dem Laby-rinth befreite. Apollod. 3, 1, 4. 3, 15, 8. Biod.1, 61. 4, 61. 77. Plut. Thes. 15. 16. 19. Paus.1, 27, 9. Verg. Aen. 5, 588 und dazu Sern.Hyg. f. 40. 41. 42; s. Theseus . Diese attischenSagen sind besonders von den Logographenbehandelt worden (vgl. Hellanikos fr. 73 beiMüller, Fr. hist. gr. 1 p. 54. Pherekydes fr.106 Müller 1 p. 97) und knüpften wohl analten Kultus und Sagen von Kreta an.InKreta waren unterirdische Felsengrotten häufig,welche für religiösen Kultus benutzt wurden;eine solche Grotte diente wahrscheinlich inaltkretischer (phönikischer) Zeit dem Religions-kreise, dem der Minotauros und Pasiphae an-gehörten, und aus den halbverschollenen Sagenvon derartigen Kultuslokalen schuf dann derhellenische Mythus ein Gebäude. Hock, Kreta 1, 65 f. Preller, Gr. Myth. 2, 124:Der Grund-gedanke war höchst wahrscheinlich ein alle-gorischer, das Labyrinth selbst zunächst einDing des Glaubens und der Phantasie, wel-ches man, wie gewöhnlich solche symbolischeVorstellungen, in Tänzen und entsprechendenAnlagen nur nachbildete; und zwar ist es ver-mutlich (im Kultus des Sonnengottes Mino-tauros und der Mondgöttin Pasiphae ) ein Bilddes gestirnten Himmels gewesen mit seinenins Unendliche verschlungenen Bahnen, indenen sich Sonne und Mond doch so sicher be-wegen. Vgl. den vonDaidalos gefertigten Tanz-platz und Chortanz der Ariadne in Knossos (II. 18,590 ff.) und denGeranostanz auf Kreta undDelos zum Andenken an die verschlungenenWindungen des Labyrinths, Schol. II. 18, 590 f.Plut. Thes. 21. Kallim. Bel. 311. Hock, Kreta

1, 67 f. Preller, Gr. Myth. 2, 296. Häufige,aber von einander verschiedene DarstellungendesLabyrinths auf knossisohen Münzen, Peilerin,JRec. 3 p. 65. Conibe, Mus. Hunt. p. 101 T. 18.19.Eckhel, B. N. 1 , 2 p. 308. Mionnet 2 p. 265.Beger, Thes. Brand. 1 p. 377. Mus. Florent.2 T. 35 nr. 1 . Hock, Kreta 1 Taf. 2. Wand-gemälde und Mosaik zu Pompeji , Overbeck,Pomp. p. 281. 307. Pashley, Trav. 1, 202 u. 208.Hock, Kreta 1 , 5668. 2, 60ff. Preller, Gr.Myth. 2, 124. 296. Vielfach gewundeneunterirdische Gänge und Kammern im Fels-gestein bei Gortyn in Kreta , die von neuerenReisenden öfter besucht worden sind, hiefsenauch Labyrinth und sind im späten Alter-tum mit dem knossiscben verwechselt worden,Glaudian 6. cons. Honorii Aug. v. 634.. Ge-drenus p. 98 ed. Venet. Es ist ein alter inbergmännischer Weise betriebener Steinbruck,Hock 1, 59f. 445ff. Taf. 2. Bursian, Genqr.

2, 566. Auch das Labyrinth bei Nauplia , Ky-

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klopeia genannt ( Strab. 8, 369. 373), war wohlein Steinbruch, der später als Grabstätte be-nutzt wurde, Müller, Handb. d. Arch. § 46, 2.50, 2. Bursian, Geogr. 2, 60. Gurtius, Pelop.2, 391. Aufzählung der Labyrinthe bei Zoega,Be Obeliscis p. 315 u. 347 [und Preller s. v.Labyrinthos in Paulys Realencykl. R.]. [St oll.][Das sog. Labyrinth bei Gortyn auf Kreta ist ein antiker bergwerkartiger Steinbruchvon sehr grofser Ausdehnung. Nur durch eineenge Öffnung zugänglich, besteht es aus hori-zontal laufenden, unregelmäfsig gewundenenGängen von durchschnittlich Manneshöhe beiganz verschiedener Breite, die sich vielfachverzweigen und zu geräumigen Kammern er-weitern. Ehemals scheint der Bruch, der sichüber 300 m tief in den Berg erstreckt, mehrereZugänge gehabt zu haben, die jetzt verschüttetsind. Das Ganze ist, wie zahlreiche Arbeits-spuren beweisen, künstlich in den massiven,horizontal gelagerten Kalk gebrochen, häufigsind halbfertige Quadern stehen geblieben.Über das Alter der Anlage, deren Zweck war,Steine für die Bauten in Gortyn (r£i%i6eaaaIlias 2, 646) zu gewinnen, läfst sich nichtsBestimmtes feststellen; die .Quadern, welchedie alten gortynischen Inschriften tragen, könn-ten sehr wohl aus dem Labyrinth stammen.Gleichartige, nur viel kleinere antike Stein-brüche sind an den Abhängen des im Gebietevon Knoss'os gelegenen Berges Juktas auf-gefunden worden, von denen ich zwei (beiKato-Acharnäs) besucht habe. Die berg-werkähnliche Anlage empfahl sich wohl wegender tiefen Lage der abbaufähigen Gestein-schichten, doch müssen die engen Zugängeden besonderen Zweck gehabt haben, dasWerk leicht überwachen zu können. Es kanndaher immerhin die Frage aufgeworfen werden,ob man nicht in alter Zeit Kriegsgefangenezur Zwangsarbeit in diesen Latomien zu ver-wenden pflegte., und ob diese Sitte nicht etwafür die Erklärung der kretischen Sage in Be-tracht zu ziehen ist. Über das L. bei Gortynvgl. Sieber, Reise nach der Insel Kreta 1 , 510 ff.mit Planskizze, wiederholt bei Hock, Kreta 1, 447 ff. und T. II; Thenon Revue archeol.n. s. 18, 200ff. E. Fabricius.]

[Das kretische Labyrinth war ein mythischer(gvO-ixcg .. laßt iqiv&os, Theophyl. Simok. Praef.hist. Maur. p. 34 ed. Ingoist.), durch dieSage vom Minotauros (s. d.) bekannter Wunder-bau des Daidalos (s. d.) bei der kretischenStadt Knossos (erst ganz späte Schrift-steller, Claudian , 6. cons. Hon. Aug. 634.Gedremis p. 98 verlegen es nach Gortyn;vgl. Hock, Kreta 1, 60. 447 ff.) o iv KvataäAaßvgtv&oe, Paus. 1,27, 10; rj Kvaiciav s igHtrj«cd to rov Aaßvgivffov ghoXi6v, Bio Chrysost.or. 80 p. 668. Plut. Thes. 19. Pilostr. vit.Apoll: Tyan. 4, 34; vgl. Pomp. Mela 2, 7Grete . . famigerata . . Baedali operibus. AlleBerichte wissen von den gewundenen, durcheinander sich verschlingenden und ein Findendes Ausganges unmöglich machenden Irr-gängen des Baues, aus dem kaum Daidalosselbst den Ausweg fand (Ov. Metam. 8, 167),zu erzählen: yvapnzbv säos a-xohov Xaßv-

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