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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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1953-1954
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auch wiederum in Mytilene jene Muse des Les-biers Lesbothemis, die das vorgriechische orien-talische Musikinstrument der σαμβΰκη trug( Bummler, Athen . Mitt. 11 1886, 38 1 ). Derhellenische Name der 9 Musen scheint hierebenso willkürlich auf eine orientalische Sieben-zahl übertragen zu sein, wie dies bei den torrhe-bischen Teichnymphen Lydiens geschehen ist,den Lehrerinnen des Lyders Torrhebos, unddurch ihn überhaupt der Lyder, in der torrhe-bischen Melik {Nikol. Damaste. 4 frg. 22 ausSteph. Byz. Τόρρηβος, einend. Buttmann, Myth.1,275. F. 11. G. 3, 370). Der Sklavenstanddieser lesbischen '7 Musen oder 'Jungfrauensowohl im homerischen wie im myrsileischenMythos verrät, dafs die Sieben den Achaierndes Achilleus und Agamemnon dort ebensostammfremd gegenüberstehen, wie hier denAiolern des Manag AloUcov: eine Beobachtung,welche bestätigend hinzutritt zu dem oben ldaus anderen Gründen vermuteten Pelasgertumder Sieben.

5. Verwischt ist dieser ethnische Gegen-satz zwischen den 7 Pelasgerinnen und denjüngeren Aiolern Makars wie den noch jün-geren Überwindern Makars, den homerischenAchaiern in der offiziellen Gründungssage derPenthiliden, die an ihren 'Stammvater Aga-memnon anknüpfen. Diese Sage geht, in3 Brechungen erhalten, abermals auf den ein-heimischen Myrsilos zurück, a) In dem jetztvon v. Wilamowitz {Hermes 25 1890, 196 f.)wieder als echt plutarchisch anerkanntenSymp. VII Sapient. 20 p. 163 erzählt derMytilenäer Pittakos von der Landung der7 lesbischen Gründungsheroen im Μεσόγειον'έρμα (= Πνρραίων κόλπος = κόλπος τής Καλ-λονής ) von Lesbos zusamt ihren unverehelichtenTöchtern. Diesen 7 Vätern ward vom Orakelbefohlen, bei der Landung der Amphitrite undden Nereiden eine Jungfrau zu opfern. 'Danun aber ihrer 7 Archageten und Könige waren,der achte aber der vom delphischen Orakelzum Oberführer bestimmte Echelaos war, sowar dieser zwar noch Junggeselle, von jenenlosenden Sieben aber soviele hatten unver-mählte Töchter traf das Los die Tochterdes Smintheus. Man wird annehmen müssen,dafs eben jeder nur eine Tochter gelost hatte,und den 7 Vätern, οαοις άγαμοι παΐόες ·ησαν ,7 jungfräuliche Töchter entsprechen: solcheErklärung des ocoig entspricht dem Geiste desMythos. Es folgt nun die Sage vom Enalos(s. d.). b) Als Bürge für diese auch von ihmerzählte κτΐσις nennt Antikleides {Νόστοι 16) beiAthenaios 11 p. 466 CD. 781 C 'μν&ολογονντεςπερί των εν Mr\&igvrß, d. h., wie unter 5 c sichergeben wird, Myrsilos von Methymna: Γραεις_ Λέσβον στεΐλαντος συν άλλοις / βασιλενσιν[dies ist jetzt gegen Meinekes {Anal. crit.p. 212) Änderung in Αίολεϋσιν durch das vonihm übersehene αρχηγετών επτά v.al βασιλέωνPlutarchs (s. ob. 5a) geschützt], c) Einen sehrkurzen und flüchtig (aus dem Gedächtnis) ge-gebenen Bericht über diese erste Landung desίΦινέως (1. Σμιν&έιας) und der anderen Pen-thiliden auf Lesbos giebt Plutarchos de Sollert.animal. 36 p. 984E, wo die Jungfrau auf den

Koschee, Lexikon der gr. u. röm, Mythol. II.

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Bat des Orakels der Amphitrite (! statt despythischen Apollon) in die θάλασσα (denKallonegolf) versenkt wird und abermals, wiebei 5 a und b, die Enaloslegende den Schlufsmacht. Hier wird ausdrücklich der LesbierMyrsilos als Gewährsmann genannt, aus demauch der Atthidograph Antikleides seinen Be-richt haben mufs {Programm Neustettin 1887S. 1 mit*). Die angebliche 'Bettung durchden liebenden 'WassermannΈναλος durchUmschlingung der Jungfrau beim tödlichenWassersprung ist ein mifsverstandener oderumgedeuteter Brautraub des Tiefengottes(ebenda S. 6 ff.), und der ganze Wassermythoseine Variante von der ebenda anzusetzendenLiebesverfolgung der ΧρνσήϊςΑΛπριάτη {Eu-phorien bei Parthenios Erot. 26; s. Bd. 1 Nach-träge 'Apriate). Wenn im Enalosmythos dieaus der Siebenzahl herausgerissene Jungfraueine Tochter des (Apollon ) Σμιν&εΰς heifst,so ist in Euphorions Form des Trambelos-mythosΑπριατη keine andere als Homersκοΰρη άπριάτη Χρνσηις {II. A 98), eine Tochterdes Smintheuspriesters Chryses, der selbst alsBewohner des Tempelortes Chryse eine hero-ische Hypostase seines Gottes, ein Σμιν&ενς,ist {Philol. N. F. 3 1890, 107 ff.). Chrysei's waralso, ehe Briseis ihre Stelle vertreten mufste,unter den 7 lesbischen Weibern gewesen,welche Agamemnon aus Achills lesbischerBeute sich vorbehielt. Denn unter dem ho-merischen Chryse des Gesanges A ist trotzDemetrios v. Skepsis keine festländische Stadt,sondern der alte lesbische Ort {Steph. Byz.v. Χρυσή) zu verstehen, gelegen am selben Με-σόγειον έρμα {Πνρραίων oder Καλλονής κόλ-πος), an dessen Binnenstrand nicht nur dieLandung der Penthiliden und der Wassersturzder Smintheustochter vor sich ging {Progr.Neustettin a. a. O. 14 **. Philol. a. a. 0. 105),sondern auch, bis zur Zerstörung Arisbas,Smintheus Kult genofs {Philol. a. a. 0. 103 f.zu C. I. Gr. nr. 2190 b ). Die Chryse'is dagegeneignet (wie z. T. die Sapphobiographie) demebenda anzusetzenden Kult der lesbischenAphrodite -Χρυσή (vgl. Philol. 104 ff. 116 f. undüber Sappho 719 u. ob. ld); Aphrodite aberist pelasgisch wie Sappho , wie die Schönheits-wettkämpfe und Beigen, bei denen Sappho mitwirkte, und wie die Siebenzahl der lesbi-schen Musenjungfrauen, die in jenen Wett-kämpfen gesiegt hatten (vgl. Pauly, Beal-encyklop . 3 Art. 'Aphrodite ). Welche 6 Städteaufser Χρύαη (und Βρΐσα) durch die 7 Heroinenvertreten waren und in der Penthilidensagezu Töchtern des fremden anlandenden Neu-Gründers und Nachkommen Agamemnons ge-macht worden waren, ist nicht sicher auszu-machen; doch können es nur solche sein, dievon Achilleus erobert wurden. Von diesenkommt nicht in Betracht die Stadt des Phor-bas, da dessen Tochter Diomede nicht inAgamemnons Besitz übergegangen war (unterden 7); eher (2) Peisidike, die Königstochtervon Methymna, nach unbekanntem Epiker (beiParthen. Erot. 21. Meineke, Anal . Alex. p. 324)bei Achills Eroberung ihrer Vaterstadt be-teiligt; oder (3) die Meropstochter Arisba (s. d.),

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