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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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1973-1974
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1973

Leto in der Kunst

Leto in der Kunst

1974

kannt ist (ott abgebildet, z. B. Lenormant-deWitte, El. ceramogr. 2, 1. Müller- Wieseler 2,13,.144), auf einer s.-f. Lekytbos (El. ceram. 2,1 A),

1) Leto mit den Zwilliugen flieht vor dem Python (rotfig.Vasenbild nach Müller-Wieseler, Denkrrt. 2, 13, 144.)

jenes verwahrlosten Stils, den die im mara-thonischen Soros entdeckten aufweisen, undeiner flüchtigen r.-f. Lekythos (Berlin 2212;

2) Marmorstatuette im Museo Torlonia (nachOverbeck, Plastik 2 4 S. 117, Fig. 172 a).

abgeb. Overbeck, Kunstmyth. Apollon S. 378).Ersteres zeigt Leto fliehend, während sie ims.-f. Bild dem Drachen zugewandt steht, auf

der r.-f. Lekythos ihm sogar entgegeneilt;man wird darnach annehmen dürfen, dafs dieLekythoi einen noch im 6. Jahrhundert erfun-denen Typus wiederholen bezw. abwandeln,während uns in dem Tischbeinschen Bildeine neue, viel geschicktere Erfindung des5. Jahrhunderts entgegentritt·. Von beson-derer Wichtigkeit ist es, dafs der neueTypus auch in einem statuarischen Werkewiederkehrt, einer vielleicht bronzenen Sta-tuette, von der uns zwei Marmorkopieenerhalten sind, eine leidlich ergänzte, die denEindruck des Originals in den Hauptzügenzur Geltung bringen mag, dafür aber sti- listischer Treue entbehrt, und eine uner-gänzt gebliebene, die etwa auf der Stilstufeder olympischen Giebelskulpturen steht, beidepubliciert von Schreiber, Apollon PythoJctonosTaf. 1, der unter Zustimmung von Overbeck(Plastik 2 3 S. 87. Kunstmyth. Apollon S. 371und noch Plastik 2 4 S. 117) diese Werke aufdie Latona puerpera des Euphranor zurück-führen wollte. Dafs das unmöglich ist, hatneuerdings Heisch ausgeführt (Ein vermeintl.Werk des Euphranor im Festgrufs aus Inns-bruck an die Wien .

Philologenversamml.),dessen eigene These,dafs eine in Delphi30 angeblich genau aufdem Schauplatz desmythischen Vorgangsaufgestellte Erzfigur(Klearch von Soloi, F.

H. Gr. 2 fr. 318) dasOriginal der beidenmarmornen sei, sehransprechend, aberdoch nicht genügend40 begründet ist. Jenesfrisch erfundene, wohl

etwas derbe Werk des 5. Jahrhunderts istin der Kaiserzeit wieder zu Ehren gekommen,indem sein Typus für Münzen verschiedenerkleinasiatischer Kultstätten der Letoiden undihrer Mutter verwendet wurde; vgl. Schreiber,Apollon Pythokt. S. 79 ff. mit Taf. 2 undOverbeck, Apollon S. 373 f. mit Münztafel 5,1720; auch auf einem Grabstein des Museo50 Chiaramonti (abgebildet Müller-Wieseler 2,880) kehrt der alte Typus wieder, und voneinem Terracottahochrelief gleichen Gegen-standes und gleicher Komposition hat sichder auf der 1. Hand der Mutter sitzende Apol-lon (ohne Kopf, h. 0,41) erhalten (Museum vonArezzo ). Die r Latona puerpera Apollinem etDianam infantis sustinens des Euphranor, dienach Rom in den Tempel der Concordia ge-bracht worden war, jenem Werk des 5. Jahr-60 hunderts verwandt zu denken, liegt kein Grundvor, wahrscheinlicher ( Heisch S. 30ff.) stand dieGöttin, mit den Kindern auf den Armen, ruhigda. Vereinzelt steht in der hellenistischen Epoche (Mitte des 2. Jahrhunderts) das kyzi-kenische Stylopinakion ( Anth. 3,7), das ebensowie ein etruskischer Spiegel (Gerhard, Spiegel4, 291A) beide Geschwister das Ungeheuererschiefsen läfst. Ein Relief von Gelduba am

3) Münze von Ephesos , ge-prägt unter Hadrian (nach.Overbeck, Plastik 2 4 S. 117Fig. 172b).