1975
Leto in der Kunst
Leto in der Kunst
1976
Rhein (in Berlin ; Schreiber S. 94) kann nichtmit Sicherheit auf Leto bezogen werden; dochstammt gewifs aus einer Letodarstellung, dieder von Klearch berichteten Version und damitdem delphischen Bronzewerk folgte, der be-sondere Zug, dafs die vom Drachen bedrohteGöttin auf einem Steine steht.
Die wenigen Darstellungen der von Ti-tyos bedrohten und von Apollon oder von
für schwer denkbar hält ( Jahrb . a. a. 0. S. 221Anm. 6). Im rechten Drittel desselben Reliefsist, im einzelnen nicht ganz klar, dargestellt,,wie Iris die Hülfe der Eileithyia anruft, wäh-hrend in der Mittelscene die feierlich gewan-dete, sceptertragende Leto in Gegenwart derAthena das Zwillingspaar dem Vater vorführt.
Weitaus die häufigsten, wenn auch, mitwenigen Ausnahmen, nicht die charakteristisch-
diesem im Verein mit Artemis gerächten Leto io sten Letodarstellungen zeigen die Göttin im
werden unter Tityos besprochen werden.
Aus späten Monumenten ersehen wir, dafsauch die irrende Leto, die dank der Hülfedes Poseidon endlich Unterkunft findet, dar-gestellt worden ist, schwerlich allerdings vorder hellenistischen Zeit. Ein Mosaik von PortusMagnus in Algier {Jahrb. d- Inst . 5 Taf, 5 und
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Dreiverein mit Apollon und Artemis ,Vor allem sind dies eine grofse Anzahl s.-f.Vasenbilder, in denen Leto ohne besondereKennzeichen erscheint, von gewöhnlichen Füll-figuren also nicht zu unterscheiden wäre, wennnicht die Nachbarschaft ihrer Kinder die Be-nennung sicherte. Eine Aufzählung solcherBilder ist zwecklos; es genügt auf dieKataloge der gröfseren Sammlungen zuverweisen und als inschriftlich gesicher-tes Beispiel das Vasenbild mit demLieblingsnamen Pasikles (Würzburg 3,85; Klein, Vasen mit LieblingsinschriftmS. 19; abgeb. Gerhard, A. V. 1, 25. Elceram. 2, 23 B) und A. V. 20. 21. El.ceram. 2, 50 (Leto vor dem Wagen, denApollon besteigt) zu nennen. Die ein-zigen charakteristischen Züge, die schonin diesen allgemein gehaltenen Typenauftauchen, sind das schleierartig um-genommene Himation (A. V. 1 , 26. Elceram. 2, 27. A. V. 1, 20/21), und diestattliche Krone (A.V. 1 , 25. El.ceram.2, 36 B), und diese beiden Züge sind es,die von der neuen r.-f. Technik über-nommen und weitergebildet werden: dieKrone wird zum einfacheren, manch-mal mit Zacken verzierten Reif (A.V. 1, 28 [nicht unverdächtig]; vgl.die Tityosbilder Overbeck, Atlas 23,3—5. 6. 7), das über den Hinterkopfgezogene Himation wird auch durcheinen besonderen Schleier ersetzt (i.V. 1, 28 und unter den angeführtenTityosbildern 7). Vereinzelte Attributesind daneben Zweig und Schale (Elceram. 2,24. 26. 36. 36 A. Mon. d. Inst.9, 17) oder Kanne (El. ceram. 2, 33. 34).In der jüngeren Vasenmalerei wird LetoS. 216) zeigt in schlagender Übereinstimmung 50 auch in diesem engeren Kreise immer mehr
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mit Hygin fab. 140 (s. Sp. 1960) den mit dem1. Bein niederknieenden geflügelten Boreas, vondessen Schultern Leto zu der schwimmendenOrtygia, die jener den 1. Arm hinstreckt, herab-steigen soll, während Poseidon mit dem Drei-zack die Pythonschlange bedroht. Durch diesevon Bobert a. a. 0. ausgeführte Deutung wirdauch die von demselben Gelehrten gegebeneErklärung eines Sarkophagdeckelreliefs in Villa
Nebenfigur; Erwähnung verdient Berlin 2641.El. ceram. 2,44. In der grofsen Kunst hören wirvon Darstellungen dieses Dreivereins im 6. und5. Jahrhundert wenig Sicheres; doch.wird mandie von den Thessalern nach Abai geweihtenBilder (Herod. 8, 27) mit den oq&a ccyalfiatabei Pausanias 10,13,7 gleichsetzen (vgl. £««5Statuar. Gruppe Anm. 105 und über die Zeitder Weihung ebd. Anm. 63) und die Gold-
Borghese bestätigt (abgeb. Arch. Zeit. 18 6 9 60 elfenbeinbilder im Heraion zu Olympia (Pa»
Taf. 16. Robert, Hermes 22 S. 460ff.), aller-dings hur, wenn man auch dort die von demRiesen getragene vollgewandete Figur Leto,das fast unbekleidete, schreitende Weib, nachdem jene bittend die Hände ausstreckt, Or-tygia nennt, was Robert , hauptsächlich weilder Riese hier ungeflügelt erscheint, also eherein Meerwesen als einen Windgott vorstelle,
4, 17, 3) als ursprünglich zusammengehörige,.Werke spätestens des 5. Jahrhunderts (Js wgccliatu Paus.) betrachten dürfen, die.
bei der neuen Aufstellung im Heraion wie'andere lose verbundene altertümliche Figuren-komplese auseinandergerissen wurden. In diezweite Hälfte des 5. Jahrhunderts gehört die,östliche Giebelgruppe des delphischen Apollon·, !