Band 
Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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Maleiaios

Μάλικα

in das Adyton des Asklepios ging, dem ApollonMaleatas opfern müssen, vgl .Wilamowitg a. a. 0.11 , 100 . Interessant ist eine Inschrift aus demAsklepiosheiligtum im Peiraieus ( Έφημ . άρχ.1885, 88 . Wilamowitg 100), die folgendesOpferritual enthält: Θεοί. %ατά τάδε προ&νεα-&αι. Μαλεύτηι πόπιανα τρία.Απόλλωνιπόπανα τρία, dann folgen noch die Opfer-bestimmungen für Hermes, Iaso, Akeso undPanakeia. Durch diese Inschrift, die den Ma-leatas und Apollon trennt, gewinnt die Ver-mutung von Wilamowitg a. a. 0. 100 , dafsMaleatas ein alter von Apollon verdrängter Gottwar, grofse Wahrscheinlichkeit (s. Maleos). Wasdie Etymologie von Maleatas betrifft, so weistWüamowitB a. a. 0. die Ableitung von μήλον,Schaf (Maleatas = Νόμιος; nach Wide a. a. 0.92 soll, wie Κάρνειος der Gott ist, demWidder geopfert werden, so MaleatasderGott sein, welcher Schafe als Opfer empfängt)entschieden zurück, weil das Schaf niemals μάλον,sondern μήλον geheifsen hat; eherliefsesich viel-1 eicht ein Zusammenhang mit dem Apollo Maloeis(s. d.) vonLesbos annehmen. Wide a. a. 0. stelltneben der schon erwähnten Ableitung nochdie von μάλον (= Apfel) als beachtenswert auf;nach ihm ist der Maleatas, wie seine Verbin-dung mit Ge (Paus. 3, 12 , 8 ) und Asklepios (s. oben) und die ihm im Asklepieion zuPeiraieus dargebrachten Opfer beweisen, einchthonischer Gott; der Apfel, besondersder Granatapfel, spielt aber im Kultus derunterirdischen Götter eine grofse Rolle undgilt auch als Gegenmittel gegen tödliches Gift;daher sei der Maleatas, wenigstens der attische,mit Asklepios und seiner Sippe eng zusammen-hängende, ein Heilgott. Für den chtho-nischen Charakter des Maleatas lässt sich wohlauch auf seine Verbindung mit Damia und Auxesia(s. oben) hinweisen. [S. auch Chr. Blinkenberg,Asklepios oghans fr ander ihieron ved Epidauros .Köbenhavn 1893 p. 22 30 cap. 3 Maleatas.Drexler.]· 2), Beiname des Pan (Μαλειήτης),Kallimach. fr. 412. Schneider z. d. St. Widea. a. 0. 217 u. Anm. 2 . [Beitzenstein, Epigrammund Skolion p. 245 f. 250 ff. Drexler.] S. Pan.

[Höfer.]

Maleiaios (Μαλειαΐος), Beiname des Zeus vondem lakonischen Vorgebirge Maleia, Steph. Byz.s. v. Μαλέα. [Stoll.] !

Maleos (Μάλεως), 1) Pelasger oderTyrrhener,König in Uegisvilia in Etrurien . Er zog mit-anderen Pelasgern nach Athen , wo das diony-sische Schaukelfest Aiora (Hermann, Gr. Anti-quitäten 2 § 62, 29. 30) auf seine Tochter (ge-wöhnlich auf Erigone) zurückgeführt wurde,Strab. 5,225. Hesych. s. v. Αιώρα. [Im Etym. M.62, 8 heifst er Maleotes. Nach der Vermutungvon Wilamowitg, Isyllos 100 Anm. 3 ist vielleichtein Zusammenhang dieses Maleos (Maleotes) mit fdem Apollo Maleatas (s. d.) vorhanden; einensolchen bezeugt ausdrücklich Myth . Vat. 2 ,188 = Schol. Stat. Theb. 4 p. 173 Cruceus:Malens, l'uscfuljorum rex, quiprimus tubaminvenit; is cum piraticam exerceret et maretempestatibus esset infestum, hunc montan (sc.Maleam) insedit, qui et Apollinem Maleo-ticum de suo vocabulo et montem ipsum Ma-

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leam nominavit. (Vgl. Hyg. f. 274. Schol. II. Σ219 u. Maleos 2 ). Im Schol. Stat. a. a. 0. 6p. 282 heifst er Meleus. Offenbar ist dieserMaleos, der das Vorgebirge Malea besetzteidentisch mit nr. 2 u. 3, auf den nach Meineke,Anal . Alex. 185f. der Kult des Apollon Li-thesios (s. d.) zurückgeht; freilich muls mandann an das kretische Malea denken. Höfer.][S. auch 0. Crusius, Der homerische Dionysos-) hymnus und die Legende von der Verwandlungder Tyrsener, Philologus N. F. 2 , 1889 (p. 193228) p. 206 f. Drexler.] 2) Maleus (Μαλενςoder Μάλεως?), Tuseulorum (Tuscorum?) rex,Erfinder der Tuba, Lutat. ad Stat. Theb. 4, 224.[Vgl. Staveren, Myth. lat. p. 390, 4 u. d. Art.Maleos 1 . Kremmer, De catal. heuremat. Lips1890 p. 13 u. 76f. R.] 3) Maleos (Μάλεος),Kreter, der dadurch, dafs er einen kleinenFels dem Poseidon magisch weihte, verhinderte,

> dafs die Wogen des Meeres bis an Phaistosherankamen, Suid. s. v. Malsog. Eustath. Horn.1469, 22 . [Stoll.]

Maleotes s. Maleos.

Μαλιάόες Νυμφαι, dorisch für Μηλιάδες,1) Nymphen der Herden, herdenbeschützende,oder Nymphen der Obstbäume, auch Μηλίδες,Έπιμηλίδες genannt, Eustath. 1963, 40. Poll.9, 122 . 127. 2) Die Nymphen des malischenLandes, Soph. Philokt. 725. [Stoll.]

Μάλικα' τον Ήραηλέα Άμα&ούβιοι, Hesych.s. ν. Ρ. Scholz, Götzendienst und Zauberwesenbei den alten Hebräern p. .199. 204 sieht darinnach dem Vorgange Schröders ( Diephon. Sprachep. 101) eine Verkürzung von Malicar und inletzterem den Namen des tyrischen Melkart,den auch Engel, Kypros 2 p. 62. 67 und Baoul-Eocliette, Memoires darcheol. comparee. I. SurlHercule assyrim et phenicien. Paris 1848. 4°p. 192 bereits in Malika erkannt haben. Dochliegt in dem Worte vielleicht keine Abkürzungvon Malicar, sondern das semitische Wort fürKönig vor, von welchem Melkart alsStadt-könig selbst abgeleitet ist. Einen edomi-tischen Gott Malik glaubt Baethgen, Beitr. z.semit.Beligionsgeseh. p.ll aus dem edomitischenKönigsnamen Malikräm(Gott ) Malik ist er-haben (Schräder, Keilinschr. u. A. T , 2 p. 150)erschliefsen zu dürfen, den er für verwandtoder identisch hält mit dem phönikisohen Mo-loch. In den Namen der im Alten Testament (2 Reg. 17, 31) erwähnten babylonischen GötterAdrammelech und Anammelech, die im Baby-lonischen Adar-Malik und Anu-Malik lauten,fafstBaethgen p. 254 Malik, im Widerspruch gegenSchräder, der (Keilinschr. u.A. T. 2 p. 284) über-setztAdar ist Fürst,Anu ist Fürst, alsselbständigen Gottesnamen, so dafs beide Nameneine Doppelgottheit repräsentieren. Nicht zufolgen vermag ich hinsichtlich des kyprischenMalika den Ausführungen von Max Ohnefalsch-Bichter in Kypros, die Bibel und Homer. Eridentificiert p. 252 den Malika mit dem Ζευςξένιος (Iupiter hospitalis, Ovid Met. 10 , 224.Engel, Kypros 2 p. 68), dem in Amathus Fremd-linge als Opfer geschlachtet wurden, bezeichnetihn als Moloch-Melqart (p. 261), Malika-Mo-loch und Baal-Malika-Zeus (p. 337) und er-kennt sein Bild in einem gehörnten zu Ama-