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Malvisae
Manalis
Malvisae oder Malvisiae deae (diabusMal visis) werden im Verein mit dem Sil-vanus angerufen auf einer Inschrift aus Köln ,Brambach, C. I. Bhen. nr. 362. Vgl. Bonn.Jahrb. 83 p. 101 und p. 171 n. 447. „Wer sieschaut, dem bekommt es übel“, mit diesenWorten sucht sie 0. Keller, Vicus Aurelii p. 27zu deuten. [M. Ihm.]
Mamdica. C. I. L. 2 Sappl. 5669 (Ponferrada [Asturica Augusta]): L. Pomp\eius . Pa\ternu\Mamdic\ae . v. m \ s. 'Mamdica dea ignota’Hübner zu d. Inschr. [R. Peter.]
Mamercus. 1) Stammvater der gens Aemi-lia, über den es eine doppelte Überlieferunggab: nach der einen (Paul. S. 23 Aemiliam.Plut., Aem. 2) war er ein Sohn des PythagorasSi αίμνλίαν λόγον και χάριν Αιμίλιος προα-αγορεν&είς ( cui propter unicam humanitatemcognomen fuerit Aemilos [dafür schreibt Müllermit Lindemann Aemylos ]), nach der anderen(Plut., Numa 8. 21; vgl. (Dionys. Halle. 2, 76,der von den Söhnen Numas spricht, ohne ihreNamen zu nennen) ein Sohn Numas: cot εκεί-νον . . . τον Αιμιλιών οίκον . . . όνομασ&ήναίφααιν, όντως νποκοριξομόνον τον βαβιλέως τί]νεν τοις λόγοις τον άνδρός αίμνλίαν και χάρινNuma 8, wo zugleich gesagt wird, dafs Numaseinen Sohn nach dem Sohne des Pythagoras genannt habe, ein Beweis dafür, dafs Numamit Pythagoras verkehrt habe (vgl. über dieTradition, welche Numa zum Freund undSchüler des Pythagoras macht, z. B. Schwegler,Böm. Gesch. 1 S. 560 ff. Preller, Böm. MythS 2S. 370 ff.). Der Ursprung dieser Erzählungenist offenbar darin zu suchen, dafs die ältestenAemilier das Praenomen Mamercus führten (vgl.Pauly-Wissowa, Bealencyclop. 1 Sp. 543 und568 ff. nr. 93—101). — 2) Plutarchus, Parall. 26erzählt: Mars schwängert in Hirtengestalt Sil-via, die junge Gattin des jagdliebenden Septi-mius Marcellus, und giebt ihr eine Lanze, anwelche das Lebenslos des von ihr zu gebären-den Sohnes gebunden ist. (Hierauf ist der Textoffenbar durch eine Lücke entstellt, welchevon Klausen , Aeneas u. d. Penaten 2 S. 982 f.Anm. 1968, der übrigens den in Rede stehen-den und den unter 1 genannten Mamercusnicht auseinanderhält, folgendermafsen ergänztwird: Der Sohn der Silvia, nach dem VaterMamers Mamercus genannt, verliebt sich mitder Zeit in die Tochter des Tuscinus.) Septi-mius tötet den Tuscinus ( Klausen : wegen einerder Silvia zugefügten Beleidigung). Mamercuserlegt den von der beim Opfer vernachlässig-ten Ceres gesandten Eber und giebt Kopf undFell seiner Geliebten; Scymbrates und Muthias,seine Oheime mütterlicherseits, nehmen ihrjedoch diese Ehrenzeichen ab, Mamercus tötet,hierüber erzürnt, die Oheime, Silvia verbrenntdie Lanze (es fehlt jedenfalls der Schlufs derErzählung, der von dem Tode des Mamercusberichtete). Als Quelle nennt Plutarchus Μέ-ννλλος εν τρίτια ‘ Ιταλικών (in C. Müllers Fragm.historic. Graec. Bd. 4 S. 452 fr. 1). WährendKlausen aus den Namen Silvia, Mamercus,Marcellus und Tuscinus (die Namen der Oheimehält er für verstümmelt) sowie aus der be-deutungsvollen Rolle, welche die Lanze spielt,
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den Schlufs zieht, dafs hier eine echt italischeSage vorliegt, erkennt man mit mehr Rechtin der Erzählung eine Wiederholung des My-thus von Meleäger (vgl. Paulys Bealencyclop.4 S. 1465 s. v. Mamercus 1). — Der Name Ma-mercus (von Festus S. 131 Mamercus als oski-sches Praenomen bezeichnet) scheint von dem-selben Stamme wie Mavors, Mars gebildet zusein (vgl. Corssen, Ausspr. I 2 S. 405. Vameek,Etymol. Wörterb. d. lat. SprJ S. 215. Griech.-latein. etymol. Wörterb. 2 S. 715). [R. Peter.]
Mamersa (Mafisgaa), Beiname der Athena,vollständig AoupQia MdpisQua, LyTcophr. 1416und Tzetz. [Stoll.]
Mamertos (Md/iegrog), aus dem Lateinischenstammender Name des Ares = Mars (s. d.),LyTcophr. 938. 1410 u. Tzetz. JDiod. 21, 32,Hesych. s. v. [Stoll.]
Mamilia. Nach Festus (S. 130 Mamiliorumfamilia = Paul. S. 131) leitete die wahrschein-lich aus Tusculum stammende gens Mamiliaihre Herkunft von Mamilia, der Tochter desGründers von Tusculum Telegonus, des Sohnesdes Odysseus und der Circe , ab. DionysiusHalic. (4, 45) und Livius (1, 49, 9) führen denUrsprung des Octavius Mamilius Tusculanus,des Schwiegersohnes des Tarquinius Superbus ,auf Telegonus (s. d.) zurück ( Livius : ab Ulixedeaque Circa oriundus ), ohne der Mamilia Er-wähnung zu thun. [R. Peter.]
Mammula, wie es scheint, Beiname derSilvana auf der Inschrift aus Carnuntum G. I. L.3 Suppl. nr. 11179. Mammula ist sonst bekanntals männliches (Cornelii Mammulae) und weib-liches (C. I. L. 6, 21910) Cognomen. Zu Sil-vana vgl. Bonn . Jahrb. 83 p. 84, auch Hirsch-feld zu C. I. L. 3 Suppl. nr. 11913. [M. Ihm.]
Mamorios (Dion. Hai. 2, 71) = Mamurius(s. Mars).
Mamouzene s. Ma.
Mamurius s. Mars.
Mana s. Genita.
Manalis A lapis , ein zu Rom vor der PortaCapena unweit des Marstempels aufbewahrterStein, der in Zeiten grofser Dürre zur Be-schwörung des Regens durch die Pontifices infeierlicher Proeession in die Stadt gezogenwurde (Varro de vita pop. Born. lib. I frg. 44Kettn. = Non. p. 547: urceolum aquae manalevocamus, quod eo aqua in trulleum effundatur,unde manalis lapis appellatur in pontificalibussacris, qui tunc movetur, cum pluviae exoptan-tur; ita apud antiquissimos manale sacrumvocari quis non noverit? unde nomen illius.Paul. p. 128: manalem vocabant lapidem etiampetram quandam, quae erat extra portam Ca-penam iuxta aedem Martis, quam cum propternimiam siccitatem in urbem pertraherent, in-sequebatur pluvia statim. Serv. Aen. 3, 175:lapis manalis, quem trahebant pontifices, quotienssiccitas erat). Dieser in den Zeiten des Varround Verrius aufser Übung gekommene (Varroa. a. O. apud antiquissimos; Paul. p. 2 quondam)Brauch bildete einen Teil des auch späterhinnoch begangenen Aquaelicium (Paul. p. 2:aquaelicium dicitur, cum aqua pluvialis reme-diis quibusdam elicitur, ut quondam, si credi-
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