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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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Mania

Mania

gangen wurde (C. I. L. 6,10248. 10234. 10239),vereinzelt vielleicht auch die Weinlese (5, 2046.2090) als Totenfesttag erwähnt.

Das Hauptfest dieser Art sind jedoch dieauf Grabschriften am häufigsten und insbeson-dere auch auf fast allen bei den übrigen Festenbereits angeführten Inschriften in Rücksicht aufdarzubringende Spenden genannten dies pa-rentales oder parentalia, die vom 13. biszum 20. Februar von den einzelnen Familien be-gangen wurden. Den Abscblufs derselben undzugleich das letzte und wichtigste Versöhnungs-fest der Manes ( Ovid . fast. 2, 570; vgl. Horat.JEpist. 2,1,138. Cic. in Pis. 7,16. Cic. in Vatin. 14)bildeten die oft auch selbst mit zu den diesparentales gerechneten Feralia am 21. desselbenMonats, welche aber öffentliche Geltung hattenund wohl seit alter Zeit wie andere Kulthand-lungen unter der Leitung und Aufsicht desPontifex standen ( Liv . 1, 20, 7). Diese beidenFeste sind bereits ausführlich bei Marquardt,1 löm. Altert. 4 S. 257f. = Staatsvevw. 3 S. 289ff.,5 S. 368 ff. und kurz auch oben Bd. 2 Sp. 239u. 251 behandelt; eine abschliefsende Darstel-lung aller auf die Manes bezüglichen Vor-stellungen wird aber überhaupt erst gegebenwerden können, wenn das C. I. L. und be-sonders dessen 6. Bd. vollendet vorliegen wird.

Litteratur: Gutherius, De iure Manium(in Graev. Thes.Vl p. 1200). Lips. 1671. Schoc-mann, De diis Manibus Laribus et Geniis,Greifsw. Progr. 1840. Abhandlungen von Fayoutund Daniel-Laeombe, Du ins sepulchri en droitromain. Paris 1885 u. 1886. F. Vollmer, De funcrepublico; aus dem 19. Suppl.-Bd. der Jahrb. f.Philol. Leipzig 1892. Vgl. Mania. [Steuding.]Mania, angeblich altrömische Gottheit, dienach Macr. Sat. 1, 7, 34 f. an den Compitaliazusammen mit den Laren verehrt wurde undin varronischer Zeit als Mutter der Laren galt( Varro de l. I. 9, 61: videmus enim Maniammatrem Larum dici; vgl. Arnob. 3, 41. Fest.p. 129. Macr. a. a. O.). Aber im Ritual derArvalbrüder heifst die Larenmutter einfachmater Larum ( Hensen, Acta fratr. Arval.p. 145) und von einem Kulte der Mania hörenwir sonst nirgends. Vielmehr scheint die ver-meintliche Göttin nur der sei es gelehrten,sei es volkstümlichen Deutung eines Compi-talienbrauches ihren Ursprung zu verdanken.Zur Compitalienfeier gehörte, dafs man Puppen(maniae) und Bälle (pilae) aus Wolle ineiner der Anzahl der Hausgenossen entsprechen-den Menge vor den Hausthüren oder an denCompita (Varro sat. Menipp. frg. 463 Buech.= Non. p. 538: suspendit Laribus manias mollispilas reticula ac strofia. Paul. p. 121. 239.(Macr. 1, 7, 35 und s. oben Sp. 1874) auf-hängte; das Wort mania wurde dann zur Be-zeichnung eines. Popanzes (Sinnius Capito beiFest. p. 145: maniae dicuntur deformes per-sonae) | und maniae traten im Volksglaubenan die Seite der larvae als Gespenster undSpukgestalten (Mart. Cap. 2, 162: si autemdepravantur ex corpore /scii. Manes / larvaeperhibentur ac maniae. Aelius Stilo bei Paul.p. 129: manias autem, quas nutrices minitenturparvulis pueris, esse larvas ; auch der Atellanen-

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titel des Novius Mania medica [s. Ribbcck,Com. frg. p. 263; Rom . Dichtung 1 , 214) istoffenbar so zu fassendas Gespenst als Arzt).So kam man schliefslich zu der Mania in derEinzahl, die man teils des Namens wegen alsMutter der Manen (Fest. p. 129: manes deosdeasque, dictos aut quia ab inferis ad superosmanant aut quod Mania est eorum avia materve;sunt enim utriusque opinionis auctores), teilswegen der maniae bei der Compitalienfeierals Larenmutter in das Göttersystem einreihte.Martianus Capella (2,164) führt mater Maniazwischen Pura Furinaque und Intem-periae et alii thripes divorum in derUnterwelt auf, neben ihr noch Mana (vgl.Genita Mana) und Mantuona. [Wissowa.]Mania (Μανία), Personifikation des Wahn-sinns, auf einem Vasengemälde von Paestum ,Monum. delV Inst. 8, 10; vgl. Hirzel, Annali1864 323 ff. Dilthey, Arch. Zeit. 31, 88 f.: nurzur Hälfte sichtbar schaut sie, ohne handeln-den Anteil, ohne jede Charakteristik, demBeginnen des rasenden Herakles zu. Wennauf Vasenbildem (Heydemann, Vasens. Μ. N.3222) die Erinyen als Insassen der UnterweltΠοιναί benannt werden und einer einzelnenΜανία beigeschrieben ist, so siebt Dilthey in diesen Bezeichnungen weniger eigentlicheNamen als dichterisch schmückende, indivi-dualisierende Prädikate der Erinys . Μανίαist eine der Erinyen bei Quint. Smyrn. 5, 451 ff.:καί τότε ol (Aias) Τριτων'ις άπο φρενός ήδεκαι όαβων | έβκέδααεν Μανίην βλοανρήν πνείον-οαν δλε&ρον | η ffocög ικανέ ποτϊ Στνγοςαίτια ρέε&ρα, \ ηχι &oal ναίουαινΕρινννες,αΐτε βροτοΐσιν \ ai εν νπερφιάλοιοι κακάς εφιά-αιν ανίας. Ein Heiligtum der Μανίαι, das mitder Orestessage in Verbindung gebracht wurde,befand sich zwischen Megalopolis und Messene:Pausanias 8, 34, 1 erklärt den Namen für einenBeinamen der Eumeniden. Dafs in den Wortendes Orestes Ern '. Or. 400 μανίαι re, μητρός αίμα-τος τιμωρίαι nicht die Erinyen Μανίαι genanntwerden, hat Dilthey gegen Heydemann richtigbemerkt. Der Wahnsinn (μανία) ist aber nichtnur Wirkung der Götter (Erinyen; s. Rohde, Rh.Mus. 50, 19) der des Herakles von Hera , derdes Aias von Athene gesandt, vgl. Fiat. Phaidr.265 A μανίας δέ γε είδη δνο, την μεν υπό νοαημά-των ανθρωπίνων, την δε υπό θείας εξαλλαγήςτων είωθότων νομίμων γιγνομένην sondernauch eine religiöse Erscheinung und als solchevon weitreichender Bedeutung. Die Teilnehmeran den Tanzfeiern des Dionysos, meist Weiber,versetzen sich selbst in Raserei, um so mitdem Gotte in Verbindung und Berührung tretenzu können; schon in der Ilias 22, 460 wird dieErscheinung der μαινάς als bekannt in einerVergleichung gebraucht, vgl. Rohde, Psyche298 ff. 328ff. Ein ähnlicher Zustand ist derkorybantische Wahnsinn, vgl. Rohde 335ff. undImmisch oben Sp. 1615 f. Wie hier besondersFlötenweisen zur Heilung beitragen, so hilftauch sonst Musik gegen Wahnsinn. Stellenbei Rochart, Hieroz. 1 , 511 ff. Rosenm., z. B.aus Censorin . Di. Nat. 12:et Asclepiades me-dicus phreneticorum mentes morbo turbatas saepeper symphoniam suae naturae reddidit. Ais