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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2325-2326
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den König Saul nach seiner Verwerfung derGeist Gottes verlassen liat und ein böser Geistvon Gott ihn erschreckt, also dafs er zeit-weilig rast, da bringt Davids Saitenspiel Lin-derung. Die Assyrer scheinen an den Wahnsinn,den sie sam temi,V eränderung des Verstandes,nennen (vgl. im Hebräischen ,,seinen Verstandverändern =sich wahnsinnig stellen), reli-giöse Vorstellungen nicht geknüpft zu haben.Vgl. Lyssa·, Apate, Oistros. [H. Lewy.]

Maniai s. Mania.

Manimazos (Μανίμαζος), Beiname des inden Inschriften Thrakiens häufig vorkommen-den Gottes Heros in einer Inschrift aus demBezirke Jambol in Bulgarien: "Ηρα » Mavi-ΐίάξωι |Έ,βτιαΐος Νειχίον νπ'ερ | των νΐών Νει-χίον χαιΛ7α|·9·?5ΐί[ο]ρο? χαριστήριον, Η. u. Κ.Skorpil. ΑΕΜ. 15 1892 ρ. 107 nr. 5S. Τοηια-schek, Die alten Thraker II., Sitzungsber. d. K.Ak. d. Wiss, zu Wien . Ph.-H. Kl. 130 1894Abh. 2 p. 68 erklärt den Namen alsderschöne und grofse, mit Hinweis auf phryg.μάνιος ' καλός, λαμτιρός, &ανμαστός und armen,mec (mets) grofs. [Drexler.]

Manius Egerius war nach wahrscheinlicharicinischer ( Preller, Köm. MythA 1 S. 315 f.)Überlieferung der Begründer des Kultus derDiana Nemorensis am See von Nemi, indemer den heiligen Hain der Göttin weihte; zu-gleich soll er der Ahnherr eines berühmtenGeschlechts gewesen sein: Festus S. 145 ManiusEgeri[us lucum ergänzt Müller] Nemorensem(Nemorensis Jordan) Dianae consecravit, a quomuiti et clari viri orti sunt et per multos annosfuerunt, unde et proverbium 'multi Mani Ari-ciae (vgl. zu dem Sprichwort A. Otto, DieSprichivörter u. sprichwörtlichen Kedensa.rten d.Körner. Leipzig 1890 S. 208 f.). Während Klausen ( Aeneas u. d. Penaten 2 S. 956 Anm. 1920) undff. Jordan (Proleqom. zu Cato S. XLIIf.) diesenManius Egerius für identisch halten mit demEgerius Laevius Tusculanus bei Priscianus 4, 21S. 129, 11 ff. Hertz: lucum Dianium in nemoreAricino Fgerius Laevius Tusculanus dedicavitdictator Latinus (= Cato, Orig. lib. II fr. 21S. 12 Jord.; fr. 58 Peter S. 68 ed. mai., S. 52ed. min.), vermutet Wissowa (oben Bd. 1 Sp. 1217Z. 20ff. s. v. Egeria) mit gröfserer Wahrschein-lichkeit, dafs Manius Egerius ursprünglich einspäter verschollenes männliches Gegenbild derim Haine der nemorensischen Diana verehrtenQuellengöttin Egeria (s. d. Bd. 1 Sp. 1216 f.)gewesen sei (unhaltbare Ansichten über Ma-nius Aegerius [sic!] bei Hartung, Keligion d.Körner 2 S. 214 ff.). Zum Namen Egerius vgl.Bd. 1 Sp. 1217 Z. 61 ff. [R. Peter.]

Mantalos (Μάνταλος), Gründer der StadtMantalos in Phrygien , Alex. Pohihist. b. Steph.Byt. S.v. [Stell.]

Manteios (μαντείας, μαντηιος), Epitheton desApollon (s. d.) bei Hur. Or. 1666. Arist. av.722. Ap. Kh. 2, 493. Vgl. Mantis. [Roscher.]

Mantiklos (Μάντικλος), Beiname des Heraklesin Messana , weil ihm dort Mantiklos, der Seherder Messenier im 2. messenischen Kriege, einenTempel erbaut hatte, Paus. 4, 23, 5. 4, 26, 3.

[Stoll.]

Mantineus](Mi<:rT!.rfüg), 1) Sohn des Lykaon,

der die alte Stadt Mantineia in Arkadien grün-dete, aus welcher später auf Veranlassung derAntinoe (s. d.) die Einwohner auszogen, um amFlüfschen Ophis sich anzusiedeln (Paus. 8, 3,4u. 8, 4; nach ihm Steph. Byz. s. v. Τεγέα). BeiApolloä. 3, 8, 1 heilst ein Sohn des LykaonMav τίνονς (s. d.). 2) Vater der Agla'ia, wieHeyne nach Schol. Hur. Or. 963 schreibt, derGattin des Abas ( Apolloä. 2, 2, 1). [Schirmer.]

Mantinus ( Μαντίνονς , aus Μαντίνοος), Sohndes Lykaon = Mantineus (s. d.), Apollod. 3, 8, 1.Tzetz. Dyk. 481. Natal. Com. 9, 9, der als Ge-währsmann fälschlich den Hekataios angiebt;Müller, Hist. gr. 1 p. 31 fr. 375. [Stoll.]

Mantios (Μάντιος), Sohn des Melampus,Bruder des Antiphates ( Dioä. 4, 68 nennt alsKinder des Melampus Antiphates und Manto),Vater des Kleitos und des Seherfc Polypbeides(Od. 15,242 ff. Pherekyd. bei Schol. Victor. II. 13,663), nach Paus. 6, 17, 6 auch des O'ikles, dernach Homer a. a. O. sein Neffe war. [Schirmer.]

Mantipolos = Mantis u. Manteios (s. d.).

Mantis (μάντις·, vgl. μαντιπόλος), Beinamedes Apollon ; s. Bruchmann, Epith. deor. 27.

[Roscher.]

Manto (Μαντώ). 1) Mit Astykrateia Toch-ter des Melampodiden Polyeides. Gräber derSchwestern beim Dionysion in Megara, Paus.1, 43, 5. Weiteres über diese Manto sieheunten unter 3. Auf Verwechslung beruht2) Manto als Tochter des Melampus seihst beiDioä. 4, 68, 5. M. steht hier für den Namen vonMelampus Sohn, Mantios; vgl. Hom. o 242.Paus. 6, 17, 6. 3) Die prophetische Tochterdes thebanischen Sehers Teiresias (fatidica,Verg. Aen. 10, 199; sata Tiresia, venturi prae-scia Manto, Ovid. met. 6, 157; unter den au-gures, Hygin fab. 128). Ihre Mutter wird nichtgenannt. Ihre Schwester ist Historis, Paus.9, 11, 3, wie es scheint, dem Wesen nachidentisch mit Galinthias (Nikander hei Ant.Lib. 29) oder Galanthis (Ovid. met. 9, 285 ff306); vgl. Maafs, Herrn. 23, 614. Im Bezirkdes Ismenios ward in Theben_ ein Μαντονςδίφρος gezeigt, ein Stein, εφ ώ Μαντώ φαβιτην Τειρεαίον κα&έξεβ&αι, Paus. 9, 10, 3. Fürdie spätere Dichtung ist der blinde Seher undseine Tochter als Führerin und Stütze einstehendes und anmutiges Paar, Eurip. Phoen.834. 953 (anders Soph. Oed. Έ. 297). Clemens,Strom, vol. 2 p. 108, 27 Dind. Seneca , Oed. 289.Stat. Theb. 4, 463 u. ö. Charakteristisch ist auchΤειρεβίας δ ετι μώνος (vor der Blindheit) heiCallim. hymn. 5, 75. Bildlich auf einer etruski-schen Urne bei Lnghirami, Mon. Etruschi 2, 1p. 654 t. 78; abenteuerlich Panofka, Arch. Ztg.1845 49ff.; 1848 74*; 1850 193 ff, der u. a.auch das pompejanisehe Bild Helbig nr. 203auf Manto bezog. Die alte Sage beschäftigtsich mit Manto im Zusammenhang mit denthebanischen Epen, speziell dem Epigonen-stoffe, sowie mit der Tempellegende von Kla-ros bei Kolophon . Kritik der Überlieferungbei 0. Lmmisch, Klares. Jahrbb. Supvl. Bd. 17(1889) 127 ff. 170 und (vielfach im Gegensatzhierzu) bei Kethe, Theb. Heldenlieder. Leipzig 1891 (vgl. die Besprechung von Gruppe, Bur-sians Jahresber. 22, 1894, 89ff.).

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