Band 
Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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Mao

Marathon

p. 156 nr. 171 PI. 29, 4; nr. 172 175; p. 157nr. 176179 PL 29, 5; nr. 180. 181), vereinzeltauch mit Kranz und Schwert ( Gardner p. 154nr. 152). Auf einer Bronzemünze des Ooerki-wird die Beischrift MAo gegeben einer weib-lichen Gottheit mit Nimbus, die in beidenHänden ein Füllhorn hält (Gardner p. 155nr. 153). Umgekehrt wird auf einer Gold-münze des Kanerki mit der Beischrift CAAHNHdargestellt die männliche Figur des Mao mitdem Halbmond an den Schultern, vorgestreckterR., langem bindengesehmückten Scepter in derL., Schwert an der Seite (Gardner p. 129 nr. 1PI. 26, 1. v. Sallet, Zeitschr. f. Num. 9 1882p. 168. Hoernle, Proceed. of the as. soc. of Ben-gal. 1879 nr. 14). Man hat daraus wohl kaumauf eine mannweibliche Natur der Mondgott-heit zu schliefsen, sondern wird einfach einVersehen des Stempelschneiders annehmen.

Über den Namen des Gottes bemerkt Stein,Zoroastrian deities on indo-scythian coins. Lond.1887 p. 3:The types of the latter . . . agreewell with the mascutine conception of the AoesticMoon-god, called mao (= Skr. mäs) or (withthematic stem) mäonha. His name becomes mähin Pahlavi and modern Persian, and this is theform vjhich is represented by MAO of the coins.Whether the O corresponds to h as in MIOPO *),or is merely the closing 0 discussed abave**),cannot he decided. On two coins of the Br. M.(Ooerki Nros. 38, 40) we find the fuller transcrip-tion MAOO, which probably must be read mäho.

Auf das Wesen des iranischen Mondgottesnäher einzugehen fällt aufserhalb des Rahmensdieses Lexikons. Ich begnüge mich zu be-merken, dafs man ihm, in Übereinstimmungmit den fast über die ganze Welt verbreitetenVorstellungen vom Monde, einen Einflufs aufdas Wachstum der Pflanzen zuschrieb und dafser den Beinamen gaocithrader den Samendes Stieres enthaltende führte; im übrigenverweise ich auf Spiegel, Avesta 3 p. XX (vgl.1 p. 261; 2 p. 41. 52. 91; 3 p. 13f. 62f. 110);Spiegel, Er an 2 p. 70 nr. 11 und Einzelbeiträgezur allgem. u. vergl. Sprachwissenschaft. 2. Heft.Spiegel, Die Arische Periode u. ihre Zustände.Leipzig 1887 p. 131. Geiger, Ostiran. Kulturp. 3071'. Hovelacque, LAvesta, Zoroastre et leMazdeisme p. 238ff. § 12. Einen mit Mah zu-sammengesetzten PersonennamenMahdath,

König der Gilaner und D. verzeichnet

A. Mordtmann, ZDMG. 18 1864 p. 29 nr. 76auf einer Gemme mit Pehleviinschrift und ver-gleicht damit den Madates bei Curtius 5, 3.

Über das Wesen des MAo unserer Münzen

*) Stein nimmt an, dafs das erste 0 in MIOPO =h ist,

**) Über dieses schliefsende O bemerkt er p. 2:Theclosing O, which recurs at the end of almost all Iranian namesof the coins, can as yet not be accounted for with any cer-tainty. The historical study of the Iranian language leads usto believe that the final vowel of Zend and Old Persian wordswas lost in their transitiön into the phonetic state of MiddlePersian or Pahlavi ; a.9 the latter is in its main caracteristicsreflected by the legends of the Indo - scythic coinage, this clo-sing O cannot well be considered a representative of the oldthematic vowels. We may, however, look for some connexionbetween this O and the sign which is added to so many Pah-lavi words with consonantal ending, and is generally tran-scribed by Ö*

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geben diese wenig Aufschlufs. Das Schwert,welches er auf denselben führt, scheint ihnals Kämpfer zu charakterisieren. Lassen, Ind.Altertumshunde 2 1852 p. 839 bemerkt darüber:Auch bei ihm werden die Waffen die Be-deutung haben, dafs er mit ihnen die bösenGeister, die Feinde der Ordnung in der Naturund unter den Menschen, besiege. Nach Hille-brandt, Vedische Mythol. 1. Soma und verwandte) Götter p. 340 ff. wurde in ähnlicher Weise derindische Soma als Kämpfer aufgefafst, dochhat Oldenberg , Die Beligion des Veda p. 599 612Der Soma und der Mond HillebrandtsIdentiflcierung des Soma mit dem Monde starkangefochten und nur für einige junge Stellen desRgveda zugegeben. Vgl. Manaobago. [Drexler.]Maopsos (ΜΑ0Φ£05) s. Mopsos u. vgl. O.I.Gr. 7382.

Maponns, Beiname des Apollon und selb-) ständiger Göttername auf folgenden Inschriftenaus England: C.I.E.l S. 309 nr. 1345 (Basis;Hexham ): Apollini \ Mapono | [i.] Terentius |[ L .] f. Ouf | Firmus. Saen (a ) u. s. w., wonach218 (Ribchester d. i. Coccium): deo. san(cto) ,[A\pollini Mpon | u. s. w. (Mp in Ligatur)ebenfalls Mapon(o) zu lesen ist (vgl. Hübnerzu den beiden Inschriften); 332 (Armthwaite;= Henzen 5900): deo | Mapono | et . n. Aug |u. s. w., dazu Hübner: ' Maponi locus aliundei nonnotusnominaturaRavennate(5,31 p. 436,20)inter diversa loca in ipsa Britannia in fine iti-nerum ^numerata; intellegendum fortasse fanumMaponi (cf. fano Coeidi p. 433, 4, ita codd.Vatic. et Paris , [vielmehr Basiliensis!]). J.Becker (in Archiv f. Frankfurts Gesch. u. KunstN. F. 8 [1865] S. 11 f. nr. 10) ergänzt bei demAnonymus Ravennas ?u der ohne jeden Zusatzstehenden Form Maponi, die offenbar einGenetiv ist, Aquae und erklärt den Apollo Ma-i ponus als einen Quell- und Badegott. [R. Peter.]Mapsaura ( MaipavQU ), beigeschriebenerName einer der Hesperiden (s. d.), die mitHippolyte an einer Quelle im Hesperidengartensteht, auf einer Pyxis im Brit. Mus., einerdritten Hesperide ist der Name Thetis bei-geschrieben, drei andere sind ohne Bezeich-nung, A Guide To The First Vase Boom 1879.p. 26 nr. 188. Nach Heydemann, Rhein . Mus.36 (1881), 470 sind diese Namen von demi Vasenmaler willkürlich aus dem ihm zu Gebotestehenden Vorrat mythologischer Namen ge-wählt; zum Namen Mapsaura vgl. Hes. Theog.872 u. d. Art. Luftgöttin. [Höfer.]

Marupliios (Μααάφίος), nach Schol. zu Hom.II. Γ 175 (Scholia Gr. in Hom. II. ed. Dind. 1p. 147 f.) ein Sohn des Menelaos, s. v. Wilamo-witz - Möllendorf, Homerische Untersuchungenp. 174f. Anm. 17. [Hrexler.]

Maratlion (Μαςα&άν), Heros des maratho -nischen Demos, in der Foikile zu Athen nebenTheseus, Athene und Herakles abgebildet (Paus.1, 15, 3 u. 32, 4. Philostr. v. soph. 2,7). NachFwmelos hei Paus. 2, 1, 1 war der Besiedletdes attischen Küstenlandes ein Sohn des Epo-peus aus Sikyon, Enkel des Aloeus, Urenkeldes Helios, der dahin ausgewandert war, umderüngerechtigkeitund Gewalttätigkeit seinesVaters zu entgehen; nach dem Tode desselben