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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2525-2526
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2525 Megaloi Theoi (Kult in Samothrake )

au f Prometheus zurückgeführten Schöpfungoder Erneuerung des Menschengeschlechtes inZusammenhang. Verwandt hiermit ist deriranische Brauch nach einem Todesfälle fürneun Tage alle Feuer im Hause zu löschenund am 10. neues, reines Feuer zurückzubringen;s. Kägi in Philol. Abkandl. Schweizer - Sidlergewidmet S. 58 ff. Die Verbindung des Haupt-kabiren Hephaistos mit den chthonischen Gott-heiten und die Beziehung zu Delos , wo einHeiligtum dieser dort mystisch ( Jamblich, Vit.Pyth. 151) verehrten Götter aufgedeckt wurde(Bull, de corr. hell. 7 S. 334 ff.), bestätigenwohl die Ansicht Welckers (Trilogie S. 247 ff)gegen die später von ihm selbst ( Götterlehre 3S. 181) und Crusius a. a. O. geäufserten Zweifel.

Trotz der hervorragenden Stellung des He-phaistos in diesem Kulte hielt sich danebendie phoinikische Auffassung, welche in denKabiren die Schützer der Seefahrer sah, auchin Geltung. Nach Hesych. s. v. waren dielvima ein lemnisches Fest, ohne Zweifelder Ino gefeiert ( Crusius bei Ersch u. Grobera. a. 0. Preller-Robert S. 601), und dafs diesein den kabirischen Kreis gehörten, lehrt Liba-nius, pro Aristoph. 1, 447, welcher ihre Myste-rien neben denen des παΐς, der Kabiren undder Demeter nennt.

Samotkrake war in hellenistischer und rö-mischer Zeit die Hochburg des internationalenKabirendienstes. Seine Weihen waren nach deneleusinischen die bedeutendsten (Galen, de usupart. 17, 1; Aristid. Panath. p. 308 Pindorf).Die älteste Nachricht über diese Kultstättebietet Uerodot 2, 51. Nach ihm handelte diemystische Kultlegende von einem ithyphalli-schen Hermes, einer pelasgischen Gottheit·,die auch in Athen zur Zeit, als die Pelasger inAttika gesessen, Eingang gefunden hatte. DerPhallos als Fruchtbarkeitssymbol erinnert andie Bethätigung des lemnischen Kabirenchoresbei Aischylos -, vgl. auch die αγλαά δώρα Κά-βειρων, welche Orph. Argon, v. 26 im An-schlüsse an Demeter erwähnt werden. Istauch durch Eduard Meyer , Forschungen zurulten Geschichte S. 106 erwiesen, dafs die Le-gende von den boiotisch-attisch-lemnischenPelasgern, welche die Grundlage für diehistorischen Schlufsfolgerungen AL 0. Müllers(Prolegomena S. 146 ff) und anderer (zuletztOrusius, Beitr. z. gr. Myth .) bildete, eine Er-findung des Hekataios ist, so steht durch denzweifellos in Samothrake geweihten Herodot doch fest, dafs eine dort verehrte Gottheit mitHermes identificiert wurde. In der anderenkabirischen Gottheit mufs er wenigstens He-phaistos erkannt haben, da er (3, 37) eine inMemphis verehrte Göttergruppe als Hephaistosund seine Söhne, die Kabiren, bezeichnet. Auchnach ihm scheinen also die Kabiren nicht mehrdie Hauptgötter, sondern θεοί πάρεδρο i odervielleicht auch die Stifter des Kultes gewesenzu sein. Dafs dieser schon früh über die Gren-zen des thrakischen Meeres hinaus bis nachAthen Gläubige fand, zeigt neben Herodot auchAristophanes , Pax 274; die Mysten können hier-nach in jeder Lage Hülfe von ihren Götternerwarten (vgl. Schol. z. d. St. und Etym . Gud.

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289, 30, besonders aber Usener, Rhein . Mus. 25S. 318 ff).

Bestimmend für die Ausgestaltung dieserGottheiten im Volksglauben war die schon insehr frühe Zeit hinaufreichende Anknüpfung anden Demeterkult (Preller-Robert S. 851) derInsel, welcher durch den Namen des VorgebirgesDemetrion (Livius 45, 6. Plut. Aem. Pauli. 26;vgl. Conze a. a. 0. S. 58; Untersuch, a. Samothrake 1 S. 33) sowie durch ein von dem GeographenArtemidor (Strabon 4, 198) erwähntes Fest be-zeugt ist. Schon die älteste in Samothrake aufgedeckte Tempelanlage, welche auch durchihr Material, den insularen Tuff, beweist, dafssie älter ist als das internationale AnsehenSamothrakes ; enthält als charakteristischenBestandteil eine Opfergrube, die auch in allenspäteren Anlagen wiederkehrt (Conze, Unter-suchungen auf Samothrake 1 Taf. 14. 17 ff.S. 19 ff.; 2 Taf. 4ff. S. 21ff. Crusius a. a. 0.S. 13. Rubensohn, Mysterienheiligtümer v. Eleus.

u. Samothr. S. 125). Diese Seite des Kultes tratauch so sehr hervor, dafs man späterhin gar-nicht mehr an Hephaistos dachte. Mnaseas vonPatara (Schol. Apoll. Rhod. 1 , 917; vgl. Etym.Gud. 289, 20. Etym . Magn. 482, 27) nenntals die vier Kabiren Axieros, Axiokersos,Axiokersa und Kasmilos, von denen erAxieros mit Demeter, Axiokersos mit Hades,Axiokersa mit Persephone übersetzt; dafs Kas-milos dem Hermes entspreche, erkannte Dio-nysodoros (s. dasselbe Scholion). In den dreiersten Bezeichnungen handelte es sich natür-lich nicht um wirkliche Namen, sondern umgottesdienstliche Anrufungen. Die gemein-samen Vorsylben sind das auch sonst be-kannte άξιος, heilig. Der Sinn vonΑξίεροςist nicht klar (Preller-Robert S. 582); Welcher(Aeschyl. Trilogie S. 240), Gerhard (Hyperbor.röm. Stud. 2 S. 209) und Slrube (Bilderkreis

v. Eleusis S. 74) dachten an Eros, was sach-lich aber unmöglich. Vielleicht würde ιερόςbesser passen. Unger in Neue Jahrb. f.klass. Philol. 1887 S. 57 bringt es mit εραξε= χαμάξε in Verbindung. Für die anderenliegt es am nächsten mit Welcher, Götterlehre1 S. 329 an zwei Glossen des Hesych. (χεροαι= ταμείν, noipcu, γαμήααι und κέρβης γάμος)zu denken, also an denheiligen Gatten unddieheilige Gattin, was nach dem obenSp. 1330 Bemerkten auf dasselbe herauskäme,wie die Etymologie von Sonne (Zeitschrift f.vergl. Sprachw. 10 S. 103)der heilige Pflüger,Zeuger. Es ist dies um so wahrscheinlicher,als im späteren samothrakischen Kulte auchein ιερός γάμος nach eleusinischem Vorhildeeine bedeutende Rolle gespielt haben mufs,als dessen bedeutendste Spur sich die hero-ische Einkleidung als Hochzeit der Harmoniaerhallen hat (s. unten). Dafs es sich aber hierbeieigentlich um Kore handelte, zeigt die heider grofsen Feier dargestellte ζήτηβις der Har-monia (Ephoros bei Schol. Eur. Phoen. 7), undrecht ansprechend ist Conzes (Unters. 1 S. 44)von Wolters (Friederichs-Wolters, Gipsabgüssenr. 1360 ff.) aufgenommene Vermutung, dafsim Giebelfelde des jüngsten samothrakischenKabirentempels (Conze, Untersuchungen 1 Taf. 42

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