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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2529-2530
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2529 Megaloi Theoi (Kult in Samothrake )

jern Eponymen der dardanischen Landschaftau (Strabon 7 frgm. 50. Dion. Hai. 1, 68. Inter-pol. Sero, ad Aen. 1, 378; 3, 148), der darumaus der Fremde gekommen sein mufste. Auchüber Samothrake hinaus verlegte man denUrsprung dieses Geschlechtes. Chryse, dieGattin des Dardanos nach. Dion. Hai. 1, 68,stammte aus Arkadien. Griechische Quellenund ihnen folgend Varro (Serv. ad Aen. 3,167;vgl. Interpol, ad Aen. 2, 325) machen Darda-nos zu einem Pheneaten, was trotz der erste-r en wohl durch den Gleichklang mit Penateszu erklären ist. Damit steht auch im Zu-sammenhänge, wenn die mehrfach aus Samo-thrake abgeleiteten Salier (Plut.Numa 13. Cri-tolaus hei Festus p. 329 Müller) einmal aufeinen Arkader Salius zurückgeführt werden(Serv. ad Aen. 8, 285). Auch Kreta , das sichrühmte die Weihen vor Eleusis und Samo-thrake besessen zu haben ( Diodor 5, 77, 3),galt als Dardanos Heimat (Serv. ad Aen. 3,167).Römischer Lokalpatriotismus machte dann dieBrüder sogar zu Etruskern, Serv. ad Aen. 3,167; 7, 207; vgl. Bd. 1 Sp. 962.

lasion wird zwar der Bruder des Dardanosvon den meisten Quellen genannt; doch scheintdieser erst den in diese Gegenden gehörigenEetion (s. Preller-Robert a. a. 0.) verdrängtzu haben. Während der Doppelgänger des Dar-danos, Polyarches, nur einmal und an zweiterStelle genannt wird, steht für den anderenBruder an erster Stelle, also dem Namen Dar-danos entsprechend, Eetion, was auch Schal.£«)·. Phoen. 1129 als die bessere Überlieferungangesehen wird und an anderen Stellen ( Dema-goras bei Schol. Für. Phoen. 7. Clem. Alex.Protr. 8) sogar allein aufgenommen ist. DafsHellanikos ihn so benannt habe, geht auchaus Schol. Hom. s 126 (s. auch Emtatli. z. d. St.Müller frgm. 58) hervor, wo er lasion alsKreter bezeichnet. Das Eindringen des Tasionberuht auf dem Einflüsse von Homer s 125;da Kadmilos mit Demeter gepaart war, er-hielt seine heroische Erscheinung den Namendes berühmtesten sterblichen Buhlen dieserGöttin (Preller - Robert a. a. 0). Wenn auchan vielen Stellen (Hellan. und Idomeneus beiSchol. Apoll. Bhod. 916. Strab. 7, 331 frgm. 50.Dion. Hai. 1 , 61. Gonon 21; ähnlich Serv. adAen. 3, 167) der samothrakische lasion ebensoendet wie der kretische, so ist dies durch-aus nur homerische Reminiscenz, die beiDion. Hai. a. a. 0. dem voraufgehenden "laoog. fjt&sos gsvsi sogar geradezu widerspricht.Mehr 'Vertrauen verdient hiev einmal Diodor5,49, nach welchem lasion zu den Götternversetzt wird. Dafs lasion-Kadmilos in denMysterien als Gatte der Demeter gefeiertwurde, lehrt Theocr. Id. 3, 50 und das Scho-lion z. d. St.

Als Schwester wird Harmonia genannt,die ursprünglich nach Theben gehört Sie ver-dankt ihren Platz lediglich dem Gleichklangeund der hieraus folgenden, aber nicht aufeiner Wesensgleichheit beruhenden (Preller-Bobert a. a. 0.) Gleichsetzung des boiotischenKadmos, der nur der Heros Eponymos derKadmeia ist (Ed. Meyer, Forschungen z. alten

Roscher , Lexikon der gr. 11. röm. Blythol. II.

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Gesch. a. a. 0.), und des semitischen Kadmilos-Hermes (Lylcophron bei Phavorinus s. v. Κάδ-μος. Nonnos, Dionys. 4, 87ff. Etym. Gud.?. v. Κάδμος . Tzetz. in Lyc. 162 und Schol.Paris, z. d. St.). Harmonia ist Kora; alssolche verschwindet sie und wird gesucht(Ephoros in Schol. Für. Phoen. 7). Ihre Ver-mählung wird auch in späterer Zeit wohlnicht mit Axiokersos, sondern mit Kadmilosstattgefunden haben; hier hat dann auch derithyphallische Hermes (Herodot 2, 51. Cic. denat. d. 3, 22. Properz 2, 2, 11) einen vortreff-lichen Platz. Zwei entsprechende Idole er-wähnt Kern in Athen . Mitt. 18 S. 383. DieEntführung (Schol. Eur. Phoen. 7. Schol. Apoll.Bhod. 1, 916. Schol. Eur. Or. 7. Nonn. Dion. 4)gehörte aber sicherlich nicht zur heiligen Sageder Insel, sondern nur zu der tendenziösenVerquickung der Kadmossage mit ihr. Wohlaber schlofs sich auch hier die Entstehungdes Menschengeschlechtes an (Ilippol. Bef.haeres. 5, 8 s. Kern im Hermes 25 S. 14);hieran denkt auch wohl Cicero (de nat. deor.1, 119), wenn er von naturphilosophischenOffenbarungen in Samothrake spricht. Setztman Harmonia = Kore,, so bleibt für Elektra(s. Val. Flacc. Arg. 2, 431) nur Demeter übrig;in der Wahl des Namens wird man wie beiKadmos und Harmonia eher thebisehen Einflufserkennen als rhodischen (Preller-Bobert S. 856).Was ihr anderer Name Strategie (Schol. Apoll.Bhod. 1 , 916) bedeutet, ist dunkel.

Aus dem ursprünglichen Verhältnis vonVater und Sohn, Kabeiros und Kadmilos-Pais,waren die Kabiren in das Verhältnis von Brü-dern übergegangen; doch läfst die Wahl derNamen erkennen, dafs man hierbei recht wohldem in der äufseren Erscheinung zur Geltungkommenden Altersunterschiede gerecht wurde.Den Vater des troischen Königshauses sah manin der bärtigen älteren Gestalt, während mandem Knaben den Namen eines nur durch seinLiebesabenteuer bekannten Landmannes gab;denn nur im Hinblick auf Homer und nichtauf seinen kretischen Kult wurde lasion hiereingesetzt. Dadurch war aber einer weiterenIdentifikation der Weg geebnet. Als Phoinikerwaren die Kabiren Retter znr See und erhieltenhierdurch eine natürliche Ähnlichkeit mit denDioskuren, den Rettern in jeder Fährlich-keit (s. Bd. 1 Sp. 1158), welchen jedenfallsauch dieses Sondergebiet ihrem Platze amSternhimmel gemäfs gebührte. In makedonisch-hellenistischer Zeit, als durch die Protektionder Diadochen der samothrakische Kult seinenHöhepunkt erreichte, erhielt diese Auffassungfast alleinige Geltung. Das wichtigste Zeug-nis bieten die ganz von Samothrake abhängigenKulte von Delos und Syros mit ihren In-schriften und Münzen. Polemon bei Schol. Eur.Or. 1637 (vgl. Preller, Ausgew. Aufs. S. 116)sieht in dem Sternbilde direkt die Kabire#,welche auch von Ampelius 2 alsgemini be-zeichnet werden. Nach Ovid . Trist. 1, 10, 45und Plut. Aem. Pauli. 23 sind die Dioskurendie hohen Götter von Samothrake . Nach demInterpol, zu Serv. ad Aen. 3,12 soll auch Varro diese allgemeinere Ansicht geteilt haben; doch

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