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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2535-2536
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2535 Megaloi Theoi (Kult v. Delos etc.)

milesischen Usurpator Amphitros belagert; einOrakel verspricht ihnen Hülfe aus Phrygien .

Von dort kommen zwei Jünglinge, Pottes undOnnes, i ερά εχοντες των Κάβειρων εν %ί ezyκεκαλυμμένα. Mit Hülfe dieser Jünglinge wer-den die Assesier und Milesier von dem ge-meinsamen Bedrücker befreit. Kult derKabiren im Tempel des didymeischen Apol-lon erwähnen C. I. G. 2852 ( Hittenberger, Sylt.

170) und 2882; der κώταρχος τών μεγάλων io von der Grofsartigkeit der Hauptkultstätten

Megaloi Theoi (boiot. Kulte) 2536

alle Lust zu maritimer oder gar Grofsmaehts.Politik längst vergangen war; ebenso war ihreStellung im Welthandel eine auffällig be-scheidene. Der Schutz der immer mehr auf die Seebeschränkten Götter spielte für sie keine grofseHolle mehr. Nur zwei Stätten in Boiotienhatten schon in früherer Zeit die fremden Götteraufgenommen; man verehrte sie hierin beschei-denen Formen, ohne dafs auf sie ein Abglanz

öEttii Kußigiav hängt vielleicht mit dem Kotr\g(s. Hesych. s. v.) zusammen; nach Heuzey etBäumet a. a. 0. soll es Y.oiraQ%og heil'sen undsich auf ein lectisternium beziehen.

Teos, Bull, de corr. hell. 4, 164.

Ephesos . Von hier stammen Weihreliefe andie Göttermutter, auf welchen zwei Gestalten,eine bärtige und eine jugendliche männliche,auf die Kabiren zu beziehen sind, Conze in

fiel. Von einem Einflüsse dieser Kultstättenauf Samothrake ( Kern im Hermes 25 S. 14f.)kann keine Rede sein. Eigennamen aber, wieKaßtQixog, Kaßigiog, KaßiQeivog aus Theben,Thisbe, Tanagra und Chaironeia (HittenbergerInser. Graec. Septentr. 538. 2294. 2263. 2589!2778. 3197. 3300) sprechen für eine ausgebrei-tete Verehrung dieser Gottheiten in makedo-nischer und römischer Zeit. Die boiotische

Archäol. Zeit. Tal. 3, 1. 2; vgl. S. 3 f. M. N. Q. 20 Küstenstadt Anthedon, welche aber nach Ly/co-J: q..»'.t n pfiron bei Steph. Byz. s. v.Av&gSiov eine thra-kische Bevölkerung hatte, nahm sie allerdingsunter die städtischen Götter auf; mitten in derStadt lag ihr Heiligtum, von einem Haine um-geben, nahe bei dem Tempel der Demeter undPersephone , Paus. 9, 22, 5 u. Sp. 2541, 19ff.Geringeres Entgegenkommen bewies Theten,HierlagdasKabirion aufserhalb der Stadt, 25 Sta-dien vor dem Thore Neistai, wo es durch die30 Ausgrabungendes deutschen Instituts freigelegt

Cllios. Inschrift an die ffto 1 yeyaloi, C. I. G.2221 a .

Rhodos und Karpathos beweisen ihren Kultdurch die von Htller. v. Gärtringen (Athen .Mitteil. 18 S. 385 ff.) veröffentlichten und be-sprochenen Inschriften, Die Götter werdenhier ausdrücklich als die lemnischen und samo-thraldschen bezeichnet; ihre Verehrer bildendie geschlossenen Vereine der AryiviuetcU undZcifio&QUKiuaTtti.

Delos. Ein Heiligtum der Kabiren, welcheseine französische

2) Münze von Syros (nachMüller - Wieseler 2 nr. 821).

Ausgrabung aufge-deckt hat, rührt aushellenistischer Zeit(Bull, de corr. hell.7 S. 334ff.). Die hierveröffentlichten In-schriften (s. auch C.

(vgl. Kern im Hermes 25 S. 15) alsPriester der Aioo-v.ovqoi KctßsiQoi ge-nannten Götter. Mysterien erwähnt Jamb-lich. Vit. Pyth. 151.

Syros. Münzen mit den Dioskuren und derInschrift ftscov Kaßeigtav Bvgimv, Müller-Wie-seler 2, 821. Haremberg et Saglio S. 773.

KythüOS. Inschrift Pa/ijoQ'ga^icov &>vUntersuch, auf Samothr. 2 S. 109 nach Bofs,Arc-h. Aufs. 2 S. 671.

Das griechische Mutterland verhielt sich imganzen ablehnend gegen die phoinikischen Göt-ter. Unter den zahlreichen Festgesandtschaften,mit welchen die grofsartigen samothrakischen

wurde ( Judeich in den Ath. Mitt. 13 S. 81; vgl.12 S. 269). Aber gerade für diesen Kult fliefsenunsere monumentalen und litterarischen Quellenreichlicher. Pausanias (9, 25, 5) erklärt zwar,das Wichtigste (οΐτινες de eiaiv οι Κάβειροι v.cuοποϊά έατιν αντοΐς και Αημ-ητρι τά ΰρώ-μενα ) nicht verraten zu dürfen, erzählt aberfolgendes von der zu seiner Zeit herrschenden,stark an Eleusis erinnernden Kultlegende: DieI. G. 2296) nennen 40 Kabiren seien die alten Einwohner des Landes ge-durchweg Athener wesen. Zweien von ihnen, dem Prometheus~~ - und seinem Sohne Aitnaios, habe Demeter

sich offenbart und ein mystisches Unterpfanddafür zurückgelasseD. Die mystische Weihe habesieden Kabiren geschenkt. Nach dem Epigonen-kriege sei das Kabirenvolk vertrieben wordenund die Weihe verfallen. Ihre Erneuerungaufserhalb der Stadt an dem Flusse Alexiarussei das Werk der Pelarge, der Tochter des50 Potnieus, und des Isthmiades gewesen. Nun-mehr seien die Nachkommen der Kabirenunter Führung des Telondes in ihr altes Landzurückgekehrt, für die Pelarge habe aber dasOrakel von Dodona göttliche Ehren, darunterdie Opferung· eines trächtigen Tieres, anbe-fohlen. Im folgenden belegt Pausanias dieHeiligkeit des tkebischen Kultes durch war-nende Beispiele: Einigen Bewohnern von Nau-paktos sei die Nachahmung der thebischen

Feste beschickt wurden, begegnen uns nur ein-mal die Eleer, wenn man die offenbar ver-schriebene InschriftHUcov (Conze, Unter- 60 Ceremonien schlimm bekommen. Im Perser-suchungen a. Samothr. 2 S. 98) in dieser Art kriege seien Leute des Mardonios eingebrochen.

und nicht etwa lieber in Trjliav verbessernwill. Der Grund dieser ablehnenden Hal-tung liegt in den historischen Verhältnissen.Die Blüte, die ihm einen offiziellen internatio-nalen Rang verlieh, verdankte der samothra-kische Kult erst den Diadochen, d. h. einerZeit, in welcher den festländischen Griechen

die sich dann im Wahnsinn von den Felsenins Meer gestürzt hätten, was freilich mehr fürAnthedon sprechen würde. Unter Alexanderendlich hätten sich die Kabiren an den Schän-dern ihres Heiligtums durch ein vernichtendesGewitter gerächt. Inkonsequent schreibtPausanias (4, lf.) die Begründung des Kultes