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dem attischen Lykomiden Methapos, einemZeitgenossen des Epameinondas (K. 0. Müller,Dorier 8 1 S. 102; l J rolegomena S. 153. Sauppein Abh. d. Gott. Ges. d. W. 1859 S. 221. Töpffer,Att. Geneal. S. 218. Kern im Hermes 258 U f. Rubensohn, MysterienheiligtümerS. 135 f.), zu; allein die Ausgrabungenzeigen klar, dafs nur von einer Reform indieser Zeit die Rede sein kann.
Für das Kabirion hat JDörpfeld (Athe-nische Mitteil. 13 S. 87ff.) drei Periodenfestgestellt. Nur ganz spärliche Reste sindvon einer alten, aus dem 6. od. 5. Jahr-hundert stammenden Anlage geblieben —der Widerspruch Rubensohm a. a. O.
S. 138. 214 f. ist belanglos —, welche in derzweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts unter einemNeubau verschwand; ein vollständiger Neubauersetzte diesen in römischer Zeit. Der charakte-ristischste Teil der Anlage ist ein hinter der Cellabelegener ummauerter, von den beiden Längs-seiten zugänglicher Hof, in welchem sich zweiverschliefsbare Opfergruben befanden. In dieeine der selben wurden, wie an den zahlreichen inihr Vorgefundenen Tierknochen erkennbar, dieOpfertiere hinabgestofsen nach einem auch aus1' tniai (Paus. 9, 8,1) und Samothrake bekann-ten Brauche, der nach Philostr., Vit. Apoll.6,11,13; Euseb. Praep. er. 4, 9, 3 die hier ver-ehrten Götter als chthonische erkennen läfst.
Begreiflicherweise identificierte man dannden männlichen Hauptgott mit dem chthoni-schen, in Theben hochverehrten Dionysos (Kern a. a. 0. S. 3f. Preller - Robert, Griech.Mythol. S. 861). Das beweisen die zahlreichenim Kabirion gefundenen Weihgesehenke. Daswichtigste unter diesen ist eine schwarzfigurige,aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhundertsstammende Trinkschale (Fig. 3). Man sieht aufihr einen bärtigen, auf eine Klirre gelagertenDionysos, dem aber als Kultname Κάβιρος bei-geschrieben ist. Neben ihm steht ein Knabe,der mit einer Oinochoe aus einem Kraterschöpft, durch die Inschrift als Jlcrtg bezeich-net. Dieser gelagerte Gott sowohl wie derPais, der göttliche Knabe, welchem die FrommenSpielzeug in grofser Menge weihten, besondersKreisel, begegnen uns auch vielfach als Votiv-figuren aus Terracotta; die erhaltene Basisdes Kulthildes macht es im höchsten Gradewahrscheinlich, dafs auch im Innern der Celladie Götter in der gleichen Situation dargestelltwaren. — Interessant ist die zweite auf demerwähnten Gefäfs befindliche Gruppe. Einstark karrikierter Knabe, durch die Inschriftals ΠρατόΧαος bezeichnet, steht da und blicktauf ein links von ihm befindliches Paar, einengleichfalls stark karrikierten Mann (Μίτος) undeine in edleren Formen dargestellte Frau (Κρά-ma). Pratolaos ist offenbar der Urmensch;Μίτος heifst Faden, aber Orpheus soll es inseiner Rätselsprache (Epigenes hei Giern. Alex.Strom. 5 p. 244 B. Abel frgm. 253. Lobeclc,Aglaoph. 836 f.) für Samen gebraucht haben;unter Mitos müssen wir demnach die befruch-tende Potenz verstehen. Für Krateia bleibt alsonur die Bedeutung die 'Gebärende’; zwar sprichtder Name nicht hierfür, dafs aber eine Krateia
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in den orphisehen Vorstellungen ihren Platzhatte, zeigte Kaibel (Hermes 25 S. 98 f.) ausden wenigen Resten der Hterisschen KomödieKrateia (Meinecke, Com. gr. frgm. 3 S. 429 ff.Kock, Com. att. frgm. 2 S. 334 ff.). — Trotz-dem darf mau den orphischen Cha-rakter dieses Weihgeschenks nichtauf den ganzen Kult über-tragen; es ist schwerlichmehr als der singu-läre Einfall einesorphisch ge-sinnten Ka-
birenver-ehrers wel-cher die auchin Lemnos mitdem Kabiren-'fiK dienste verbun-dene Entstehung desMenschengeschlechtsiY: (s. Sp. 2524) nach seiner
Weise darstellen liefs.Vielleicht ist auch in diesemStück ein Beweis für die Thätigkeitdes Methapos zu sehen. Bei derIdentificierung des Kabiren mit Dionysos , einemvon den Thebanern und den attischen Orphikerngleich hochverehrten Gotte, hatten die orphi-schen Anknüpfungen leichtes Spiel. — Gegen