Band 
Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2555-2556
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gleich in die Höhe. "Wenn sie dies nicht thun,so bricht ihm der Schweifs aus, und er bewegtsich immer sichtbarer und heftiger. Sobaldsie ihn aber auf ihre Schultern genommenhaben, treibt er sie im Kreise herum undspringt von einem auf den andern. Endlichstellt sich ihm der Oberpriester gegenüberund befragt ihn über alles. Wenn denn nunder Gott will, dafs etwas nicht gethan werdensoll, so geht er rückwärts; giebt er zu etwasseinen Beifall, so treibt er seine Träger vor-wärts wie ein Fuhrmann, vgl. J. Burclchardt,Die Zeit Constantins d. Gr. p. 184. G. Wolff,De ultima oraculorum aetate p. 38. J. H. Mordt-mann, Der semitische Apollo, ZDMG. 32 (1878)p. 66 Lf. In Heliopolis weissagte Hadad, derals Orakelgott wohl auch durch den BeinamenAngelus in einer Inschrift von Portus ( I . O.M. Angelo Reliop(olitano), Wilmanns 75) er-wiesen wird, nach Macrob. Sat. 1, 23 auf ähn-liche Art:vehitur enim simulacrum dei Helio-politani ferculo ... et subeunt plerumque pro-vinciae proceres raso capite longi temporiscastwionia puri; ferunturque divino spiritu,non suo arbitrio, sed quo deus propellit ve-hentes, Burclchardt p. 268. In ähnlicherWeisewird das Bild des Balmareod geweissagt ha-ben, denn dafs auch er Orakel erteilte, kön-nen wir schon nach dem, was uns von denübrigen syrischen Göttern bekannt ist, vermuten.Die hüpfenden Bewegungen, die er dabei selbstoder durch die Träger seines Bildes ausführte,werden ihm den NamenHerr des Springensverschafft haben. Ich glaube, wir können abernoch weiter gehen. Ich vermute, dafs Balmar-cocl überhaupt nicht von Hadad verschiedenist. Der Tempel in Der-el-qaTa bei Berytosscheint nur eine Filiale des grofsen Sonnen-tempels von Heliopolis gewesen zu sein. BeideStädte liegen sehr nahe beieinander, man kannBerytos fast als das Emporion von Heliopolis bezeichnen. Die Inschrift C. I. L. 3, 157 vonBerytos ist dem I(uppiter) O(ptimus) M(axi-mus) Hfeliopolitanus) geweiht. In Puteoli wer-den uns Cultores Iovis Heliopolitani Berytensesqui Puteolis consistunt bezeugt, C. I. L. 10,1634,oben Bd. 1 Sp. 1991, in Nemausus huldigt einBerytenser dem Iupp. Heliopolitanus, Orelli1245, 1 , oben Hd. 1 Sp. 1992. Ein Orakel inder Anthologia Pal. 14, 75, betitelt χρησμόςδο&είς εν Ήλιον [so nach Wolffs, De ult. or.aet. p. 23 evidenter Verbesserung vonΐλίον]ηόλει, ότι ένανάγηοαν οι κίονες τον Ιερόν Βιοςτον όντας έκεΐσε, οί νϋν εν Βηρντφ, bezieht sichauf Säulen des Tempels von Heliopolis , diedurch einen Schiff bruch ins Meer geratenwaren und zur Zeit der Abfassung des Epi-gramms sich in Berytos befanden. Doch kanndurch alles dies noch nicht die Identität desI. Ο, M. Heliopolitanus und des I. 0. M. Bal-marcod bewiesen werden. Das Entscheidendescheint mir in folgendem zu liegen. "Wir sahenoben, dafs Balmareod den Beinamen Gennaiosführt. Man wufste bisher nicht viel mit diesemBeiwort anzufangen. Durch Noeldekes (zu Ο. I.L. 3 Suppl. 1 nr. 6673) Vergleich mit dem Bei-namen αγνή der Atargatis auf Delos , demοΰιος καί δίκαιος phrygischer Inschriften, der

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' palmyrenischen Weiheformeldem, dessenName in Ewigkeit gepriesen ist, dem Gutenund Barmherzigen ist nicht viel 'gewonnen.Nun berichtet Damascius im Leben des Jsi-dorus in Photius bibl. p. 348, der Priester desBätyls in Emesa, Eusebios , habe dem Isidor®folgende wunderbare Geschichte erzählt: essei ihm einst des Nachts ganz unvermutet dasVerlangen gekommen, Emesa zu verlassen undnach dem Gebirge, wo ein altehrwürdigex Tem-pel der Athena stehe (wahrscheinlich dem Li-banon im Gebiet von Heliopolis , wo nachp. 342 zur Zeit des Isidorus sich noch vieleBätyle befanden), zu eilen, 210 Stadien weit;am Fufse des Gebirges habe er Halt gemacht,σφαίραν δε πνρδς ντρό&εν κατα&οροϋσαν έξ,αί-φνης ΐδεϊν, καί λέοντα μέγαν τη σφαίρα παρι-ατάμενον τον μεν δή παραχρήμα αφανή γε-νέσ&αι, αυτόν δε επί την σφαίραν δραμείν rjd))τον πνρός άποσβενννμένον, καί άναλαβείν αν-τον, καί διερωτήσαι οτον &εών αν είη, φάναιδ εκείνον είναι τον γενναίον ; τον δε γεν-ναίον, setzt Damascius zur Erklärung bei,Ίίλιονπολίται τιμωσιν έν Βιος ιδρνσάμενοι μορ-φήν τινα λέοντος. Dieser löwenköpfige, wieWolff a. a. 0. p. 24, oder löwengestaltige, wieDieterich, Abraxas p. 73 Anm. 1 annimmt, Gen-naios, dem ein Bätyl eigen ist, wird kaumvon dem syrischen Sonnengotte von Heliopolis selbst verschieden sein, wenngleich Macrob.1, 23 eine andere Beschreibung des dortigenGötterbildes giebt: konnte doch dieselbe Gott-heit in verschiedener Gestalt dargestellt wer-den. Wenn aber der Gott von Heliopolis alsGennaios bezeichnet wird und Balmareod den-selben Beinamen führt, was bleibt übrig alsanzunehmen, dafs Iuppiter Heliopolitanus (Ha-dad) und Iuppiter Balmareod identisch sind,oder, wenn man das vorzieht, zu sagen: Bal-marcod ist die speziell als Gennaios verehrteForm des Hadad. Jetzt, wo, wie ich glaube,die Identität des Hadad und Balmareod er-wiesen ist, wird auch die Verbindung derSime in der leider unvollständigen Inschrift0.1. D. 3, 159 aus Der-el-qaTa: TABERNA·OBMCATIONVM I. Ο. Μ. B. | ET IVNONISFIL · IOVIS · SIM .... mit Hadad Balmareodverständlich. Als eine Notiz Noeldekes wirdim C. I. L. 3 Suppl. 1 nr. 6669 zu dieser In-schrift folgendes angeführt: Conferendi suntLucian. de d. Syria c. 33: εν μέσω δε άμφο-τέρων 'έστηκε ξόανον άλλο .... καλέεται δεσημήιον καί νπ αυτών Άαανρίων, ονδέτι ον-νομα ίδιον αντφ έτΤεντο, et Pseudo - Melitonisapologia Syriaca (ed. Cureton, Spic.Syr. p. 25):Syri colebant deamAtti ("= Atargati) ex Adia-bene, quae misit filiam Balat medicam, quaesanavit Sime (sive Sime) filiam Hadad. UtEuhemeristica commenta mittamus, Sime filiaHadad respondet Iunoni Iovis filiae nec offen-det peritos, quodAtti illa et ipsa Iunoni aequi-paratur, scilicet Iovis uxori. Legendum igiturest in v. I. SIME. Ich lasse es dahingestelltsein, ob Noeldeke Recht hat mit der Annahme,dafs Sime in der Inschrift als Iuno Iovis fiU abezeichnet wird, jedenfalls erhellt aus der vonihm angezogenen Notiz des Meliton, dafs siefür die Tochter des Hadad galt. Wenn aber

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