Band 
Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2557-2558
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Meidias

Meilichios

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Hadad und Balmarcod identisch sind, kanndie Erwähnung der Sime neben letzterem nichtauffallen. Die Atargatis selbst aber, die Ge-mahlin des Hadad, bekommen wir neben derTochter desselben Sime aus der Inschrift her-aus, wenn wir dieselbe etwa so übersetzen:Die Taberna, hier wohl in dem Sinne die inder Taberna sich versammelnde Kultusgenos-sensehaft, irgendwelcher Verehrer (OBMCA-TJONVM) des I(uppiter) O(ptimus) M(aximus)B(almarcod) und der Iuno bringt etwas darder Tochter des luppiter Sime. Diese Iuno,die grofse syrische Göttin (vgl. Hennen, Bull,d. Inst. 1856 p. 110116. Fröhner, Musees deFrance p. 35 £), begegnet auch in der gleich-falls zu Der-el-qaTa gefundenen Inschrift:MATBI · MATVTAE | FLAVIA · T · FIL · NICO-LAIS | SADDANE · L · ANTISTII · I VETERIS ·EX RESPONSO | DEAE · IVNON1S · ARAM |FECIT · DEDICAVITQVE, Morätmann p. 169nr. 8. Ein selbständiges Heiligtum, wie Mordt-mann p. 170 annimmt, braucht sie nicht inDer-el-qala besessen zu haben. Sie wird alsParhedros ihres Gemahls Balmarcod verehrtworden sein. Aus der Formel ex responsosieht man, dafs auch sie Orakel erteilt. Nachdem, was Dieterich, Abraxas p. 72ff. über dieΓέννα (Γενεά) ausführt, würde man nichtüberrascht sein, wenn einmal eine Inschriftauftanchen sollte, die sie, wie ihren Gemahlals gennaios, als gennaia bezeichnet.

[Drexler.]

Meidias (Μειδιάς), ein Thessaler, dessenSohn Eurydamas den Thrasyllos erschlagenhatte, weshalb Simon, der Bruder des Thra-syllos, die Leiche des Mörders um das Grabdes Erschlagenen schleifte. Dies war das ersteBeispiel für die Sitte der Thessaler, dafs siedie, welche ihnen den liebsten Freund getötet,um das Grab desselben schleiften, wie auchder Thessaler Achilleus nach väterlichemBrauche that, als er die Leiche des Hektorum das Grab des Patroklos schleifte, Schol.II. 22, 397. [Stoll.]

Meilanion, Melanion (Μειλανίων, Μελανιών),1) Sohn des Amphidamas, Bruder der Antimache,der Gattin des Eurystheus, Schüler des Cheiron,dem Atalante den Parthenopaios gebar (Xenoph.venat. 1, 2 u. 7. Apollod. 3, 6, 3 u. 9, 2). Unterden kalydonischen Jägern ist er genannt C. I.Gr. nr. 8139 u. 8185 a. Mehr s. unter AtalanteBd. 1 Sp. 665 ff. [Hellanikos im Schol. Für.Fhoin. 150. Höfer.] [ Bethe, Theban. Heldenlied. 86 Anm. 11. Immerwahr, Be Atalanta. Berl.1885 passim. Bumont et Chaplain,Les ceramiquesdelaGrecepropre p. 326.331. Über die doppelteKamensform Meilanion und Melanion s. G. Keil,Anal , epigr. et onomatol. p. 200 f. Über Meila-nion und Atalante auf der Kypseloslade s. denHerstellungsversuch derselben durch Overbeck,Die Lade des Kypselos ( Abh. d. phil.-hist. Kl.d. hyl. sächs. Ges. d. Wiss. Bd. 4 nr. 6. Leipzig 1865 p. 673 (85). Meilanion wird dort wieder-gegeben nach Figuren der Fran 9 oisvase, A ta-rnteunter Berücksichtigung der Artemis andem korinthischen Peristomion. Man vgl. da-mit den Wiederherstellungsversuch von HenryStuart Jones , The Chest of Kypselos, Journ.

ofhell. stud. 14 [p. 3080] p. 75 pl. 1, welchergiebtthe figure of Atalanta being adaptedfromone of the early types of Artemis, representedby the Melian vase, Gönne pl. 4". DennAta-lanta is in fact in origin an Arcadian form ofArtemis . Drexler.] 2) Gegner des Dionysos(Nonn. Dion. 30, 318 ff.). 3) Sohn des Ery-laos und der Kleite, von Antiphos, dem Ge-nossen des Odysseus , verwundet (Qu. Smyrn.i 8, 119ff.). [Schirmer.]

Meiletos (Head, Jonia p.199 nr.157 pl.22,12)s. Miletos. [Drexler.]

MeilieMe (Μειλιχί-η). 1) Eine Inschrift ausThespiai ist geweiht Au Μιλίχν κή Μιλίχη,Corr. hellen. 9 (1885), 404 nr. 15 = Bittenberger,Inscr.Graec.GraeciaeSeptentrion. 1,1814. NachFoucart, Corr. hellen, a. a. 0. weist diese Ver-einigung von zweien, dasselbe Epitheton tra-genden Gottheiten denn Μειλίχ-η ist weiternichts als das Femininum zu Μειλίχιος aufeine ältere Gottheit hin. Wenn Meilichios (s. d.nr, 2) semitischen (?) Ursprungs wäre = me-lech etc., so würde in der Göttin Μειλιχίηwohl die Göttin Malkat (die Königin; vgl.Bd. 1 Sp. 2871 Z. 50) zu erkennen sein.2) Beiname der Fortuna (Tyche), Orph.hymn. 72, 2. Plut. Quaest. Bom. 74 (s. Meili-chios nr. 3). 3) Beiname der Aphrodite ,Anth. Pal. 5, 226 (s. Meilichios nr. 5); auchals Kultname bezeugt durch die epidauriseheInschriftΑψροδίτας μιλιχίας, Cavvadias, FouillesdEpidaure nr. 125. Blinkenberg, Asklepios (Kopenhagen 1893), 123; vgl. Baunack, Zuden Inschriften von Epidauros . Philolog. 54(1895), 37 nr. 125 b. 4) Beiname der Musen,Arat. 17. [Höfer.]

Meilichios (Μειλίχιος), Beiname 1) der Götterim allgemeinen, Orph. Hymn. Prooim. 30. Inder Stadt der ozolischen Lokrer, Myon (Myo-nia), befand sich ein άλσος και βωμός &εώνΜειλιχίων, denen nächtliche Opfer dargebrachtwurden, Paus. 10, 38, 8. Die nächtlichen Opferweisen auf den chthonischen Charakterdieser Göttin hin, Bohde, Psyche 249,1; ebensowerden die δαίμονες μειλίχιοι in Gegensatzgestellt zu den μακάρεσσιν ούρανίοις in denSibyllenversen bei Phlegon , Maerob. 4 (p. 204,13 West.)·, eine Inschrift deis milicheis bei Bohdea. a. 0. 701. \Joh. Gottlieb Milichius, Biss,de diis, deabusque veterum gentilium miliehiis.Lips. (1699). 4°. Drexler.] 2) des Zeus , Orph.hymn. 73, 2. Aristot. de mundo 7 =^= Stob. Ecl.1, 2, 36 p. 88. Anth. Pal. 9, 581. Schol. Arist.Nub. 864. Aristid. or. 1 p. 11 Binderf. Creuzer,Meletemata 17. Cornut. de nat. deor. p. 36Osann (μειλίχιον τον Αία, εν με ίλικτον όντατοις εξ αδικίας μετατι&εμενοις)·, nach Phryni-chos in Bekker, An. 34, 14 b επί τοΐς μείλιχαδρώσι τεταγμένος. Bezeugt ist der Kultus desZeus M. für Athen , wo jenseits des Kephisos einβωμός αρχαίος Μειλίχιον Αιός stand, an demsich Theseus durch die Phytaliden von derTötung des Sinis u. s. w. hatte entsühnenlassen, Paus. 1, 37, 4; vgl. Plut. Thes. 12.Mommsen, Heortologie 441 Anm. 1. Töpffer,Att. Geneal. 248 ff. Auf einer athenischen In-schrift findet sich ein Ηιερόν Αιός ΜιλιχιοΑΗΣ Ά&ηναίας, Έφημ. άρχ. 1889 51; vgl. Sbo-