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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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Melaina

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nach den andern Sohn der Kelaino, der Toch-ter des Hyamos (Bd. 1 Sp. 2766), Enkelin desDeukalioniden Lykoros (ßd. 2 Sp. 2181), unddes Apollon ; nach den dritten Sohn derThyia,der Tochter des autochthonen Kastalios (Bd. 2Sp. 996 f.), und des Apollon . Nach Tzetzes zulykophron 208 heifst die Mutter des DelphosMelantho, eine Tochter des Deukalion, nachSchol. Eur. Or. 1087 Melanis, Tochter des Hya-mos und der, Melantheia, einer Tochter desDeukalion. Ähnlich ist hei Epaphroditos imKommentar zum S. Buche der Äitia des Kalli-machos bei Schol. Aesch . Eum. 2 Melaina dieTochter der Deukalionide Melantho und desFlufsgottes Kephisos und selber die Mutterdes Delpbos von Poseidon . Die Genealogieberuhtauf örtlichen Beziehungen: Hyamos galtals Gründer von Hyampolis, der Hyantenstadt.Eine Felswand bei Delphi hiefs Hyampeia. DerKephisos durchströmt das nördliche Phokis.Deukalion soll nach der grofsen Flut auf demParnassos gelandet sein (Bd. 1 Sp. 994). Kasta-lios trägt den, Namen der berühmten Quellebei Delphi. Über Poseidons alten Anteil anDelphi s. Musaios in der Eumolpia bei Paus.10, 5,6; vgl. 24,4. A. Mommsen , Delphika S. 1.Melaina, Melanis, Melantheia, Melantho, Ke-laino bedeuten alle dasselbe, die Schwarze.Die Gleichstellung dieser Namen mit Thyia,die auch daraus hervorgeht, dafs Thyia ander-wärts, ebenso wie Melaina, als Tochter desKephisos (Herodot 7,178) oder als Tochter desDeukalion (Hesiod. fr. 36 G-oettl.) bezeichnetwird, ergiebt, dafs die Heroine zunächst nichtals eine chthonische, wie man aus der Ana-logie mit Demeter (vgl. Paus. 8, 5, 5. 42, 1)oder Gaia oder Nyx, denen ebenfalls dieschwarze Farbe zukommt, schliefsen möchte(so A. Mommsen a. a. 0. S. 10), sondern alseinebakchische, nämlichmainadenartigeGe-stalt aufzufassen ist, gleichsam die Urthyiade,wie denn Thyia als die Stifterin des in Delphi bestehenden dionysischen Frauendienstes be-zeichnet wird, Paus. 10, 6, 4: xal ieqäaQ-ai xsxyv ®viav Aiovvacp TtQoyrov xal oqyia ayayeiv Osri «. x. 1. Vgl. Weniger, Kollegium derThyiaden von Delphi. Eisenach 1876 S. 21.Panofka, Delphi u. Melaine, Berliner Winckel-mannsprogr. v. 1849 S. 6 (dessen Hinweisungauf die Negerköpfe delphischer Münzen jedochauf Irrwege führt). Die schwarze Farbe istDiensten des Dionysos eigentümlich: man ver-gleiche den Beinamen des Gottes Nykteliosauch in Delphi ( Weniger a. a. O. S. 8 ff.). NachSchol. Find. arg. Pgth. p. 297 Boeckh gab zu-erst Dionysos in Delphi Orakel, und zwar alsirqoyavxig der Nyx (vgl. Bohde, Psyche 342, 1.A. Mommsen a. a. 0. S. 172). Vgl. ferner denP'olösts von Orchomenos (Flut. Qu. Or. 38p. 299) und solche Namen und Genealogieen,wie des Melas, des Sohnes des Portheus vonKalydon (Preller-Plew, Or. Myth. 2 S. 302 f.), desMelanthos in der Sage von Dionysos Melanaigisoder Melauthides und dem Streite um Kelaini(Bd. l Sp. 1070); auch die Sage von Melampus(Preller-Plew 2, 472, 1 . Bohde a.a. 0. 339). DieThyiaden insbesondere stehen in Beziehung ,zuTod und Unterwelt und gleichen in vielfacher

Hinsicht den Erinyen, mit denen sie im Wesenzusammenfliefsen, wie K. Dilthey, Arch. Zeitg.1874 S. 81 ff. überzeugend auseinandergesetzthat. Vgl. auch Bohde, Paralipomena, Bh. Mus.N. F. 50, 1 ff. 14. (Über die schwarze Farbeder Erinyen s. Bd. 1 Sp. 131.) In diesem Sinnedarf man die Heroine Melaina denn freilichauch als chthonisch bezeichnen. Vgl. auchBouche-Leclercq, Hist, de la divination dansVant. 3 p. 57 Anm. 2. Weniger.]

[2) Μελαίνη, Beiname der Demeter (s. unterPersephone ), Paus. 8, 42, 2. Preller - Bobert749, 4; 761. Immenvähr, Kulte und Mythen .Arkadiens 1 S. 106 ff. 118 f. 190. Milchhofer,Anfänge der Kunst 59 ff. Knall, Studien zurältesten Kunst in Griechenland (Progr. d. Kgl.Studienanstalt Bromberg 1890), 3042 und diedaselbst verzeichnete Litteratur. B. Wäntig,Haine und Gärten im griechischen Altertum(Gymn.-Progr. Chemnitz 1893), 15. G. Perrot,Journal des savants 1895, vgl. Wochenschr. f.klass. Phil. 12 (1895), 498 erklärt die DemeterM. für eine semitische Gottheit. Zu Lykophr.198 ΜέΧαινα bemerkt Tzetz. 194199 p. 470ήτοι η Hs ρα εφ όνη rj ' Ιφιγένεια . Höfer.]

[ Wentzel, ΈπιχΧήβεις &εών 7 p. 19. E. Petersen,Krit. Bemerkungen zur ältesten Geschichte dergriech. Kunst. Ploen. 1871. 4° p. 35 ff. undDe Gerere Phigalensi atque de Dipoeno et Scyl-lide disputatio. Dorpat . 1874. 4°. DucdeLuynes,Etudes numism. sur quelques types rel. au culteäHeeate p. 58 ff. Berard, De Vorigine des cultesarcadiens p. 104 124. B. Breyer, DemeterMelaina. Sprottau 1895. 4°. A. B. Cook, Animalworship in the mycenaean age, Journ. of hell,stud. 14 [p. 81 169]. 5. The cult of the horsep. 138150. 8) ln der Poesie wird das Beiwortμέλαινα (μέλας) verschiedenen Gottheiten, be-sonders solchen, die zur Unterwelt in Beziehungstehen oder furchtbare Seiten in ihrem Wesenaufweisen, erteilt. Bruchmann verzeichnet es fürAnanke (p. 19), Ate (p. 53), Ge (p. 72), Hekate(p. 97), Erinys und Erinyen (p. 101), Ker (p.163),Moira (p.172), Nyx (p. 183), Persephone (p. 192);für Hades (p. 3), Ares (p. 40); es kommt hinzuder μέλας Θάνατος in einem Grabepigrammvon Amorgos B. C. H, 15 p. 604 nr. 44; vgl.ferner bei Bruchmann μελάγχρωτες Ενμενίϋες(p. 102), μελανόχροος Hypnos (ρ. 216, Lessing,Smtl. Sehr. hrsg. von Lachmann u. verm. vonv.MaltzahnSp. 243f.). Auch vonsohwarzer Klei-dung hergenommene Beiworte begegnen häufig:μελανείμων für Hades (p. 3), Artemis (oder besserHekate) (p. 48); μελανόατολο g und μελανηψόροςfür Isis (p. 161. 162, vgl. die μελανοφόροι imKult der Isis); μελάμτιεπλος für Thanatos (p. 157),Persephone (p. 192). Von Bildwerken vgl. z. B.die schwarze artemisartige Göttin auf einer zuLampsakos gefundenen Silberschale im Museumzu Konstantinopel , S. Beinach, Catal. du museeimp. dantiquites 1882 p. 67 ff. nr. 621 = Gaz.arch. 3 pl. 19 (vgl, Philol. 49, 739) und denSar-donyx fruste der Sammlung Badeigts deLabordep. 23 nr. 267 (Paris 1869):Diane Lucifera, we-tzte dune tunique talaire et portant deux torches.La feie et les pieds de la deesse^sont noirs;für Isis s. oben Bd. 2 Sp. 469 f. Über die Ver-wendung schwarzer Tiere und Gegenstände bei

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