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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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gebracht habe, Lobeck, Agl. 1, 298. 2, 1101.Auch soll er die Mischung des Weines er-funden haben, Staphyl. bei Athen . 2, 45 d.Eustath. Hom. 1816, 1. Das Heilkraut (islay-aoSiov, die schwarze Nieswurz, soll nach ihmbenannt worden sein, da er sie bei der Heilungder Proitiden zuerst angewendet, Theophr. h.pl. 9 , 10,4. Plin. 25,5,21. Eckermann,Melamp. 13.Sp. 2571 Anna. Baumeister, Denkmäler S. 914.Seinen NamenSchwarzfufs erklärte man durchdie Sage, dafs er von seiner Mutter nach seinerGeburt an einem bewaldeten schattenreichenOrte ausgesetzt worden sei, wo die Sonne nurseine Pulse getroffen und geschwärzt habe,Dieuclridas bei Schol. Ap. Bhod. 1, 121. Schol.Theokr. 3, 43.Eigentlich scheint er einsymbolischer Ausdruck seines Charakters alsbakchisehen Sühnpriesters und Seherszu sein, Preller, Gr. Myth. 2, 472, 1; vgl.Welcher, Nachtrag zur Triologie 193; Gerhard,Gr. M. 662, 1. H. D. Müller, M. d. gr. St.

6 u. 162. Hemmerling, De Theoclymeno vate.Köln 1882. 8. Vgl. Melaina 1.

Melampus und sein Bruder Bias zogen ausThessalien, der alten Heimat ihres Ge-schlechtes ( Gerhard , Gr. M. § 662, 819) mitNeleus in den Peloponnes ( Diod. 4, 68), nachdem messenischen Pylos, wo sie nebenNeleus Ansehen und Macht hatten. NachApollod. 1, 9, 11 wird er in Pylos ge-boren. Wie sein Vater (s. Amythaon) hegiebtauch er sich nach Iolkos, um für seinen VetterIason (s. Iason Sp. 65, 10) von Pelias die Herr-schaft zu fordern Pind. Pyth. 4, 126. Biaswarb um die Tochter des Neleus, Pero; aberNeleus wollte sie nur dem in die Ehe geben,der ihm aus Phylake am Othrys (Schol.Theokr. 3, 45) in Thessalien die streng bewachteRinderherde des Iphiklos, ein Erbteil seinerMutter Tyro, als Brautgabe bringe. Melampusübernahm diese Aufgabe für seinen Bruder,obgleich er voraussagte, dafs er werde er-griffen und ein Jahr in Gefangenschaft ge-halten werden. So geschah es. Als er bei-nahe ein Jahr im Gefängnis gesessen, erfuhrer von den im Gebäude nagenden Holzwür-mern, dafs das Haus bald einstürzeu werde.Er verlangte deshalb herausgeführt zu werden.Nach Pherekydes bildete ein Mann und einWeib seine Dienerschaft, von denen die Frau iihn oft unfreundlich behandelt. Er stelltesich krank und liefs sich heraustragen, wobeidas Weib, das auf seinen Befehl das Lageram Fufsende angefafst hatte, von dem herab-fallenden Gebälk erschlagen wurde ( Eustath.1685, 26). Dadurch lernten Iphiklos und seinVater Phylakos die Sehergabe des Melampuskennen, und sie befragten ihn, wie Iphiklos,der in seiner Jugend durch einen unglücklichenZufall die Zeugungsfähigkeit verloren hatteRobert, De Apoll, bibl. 3537 (H. D. Müller,Myth. d. gr. St. 176), zu Kindern kommenkönne. Phylakos hatte einst beim Verschneidenvon Böcken den Knaben mit dem blutigenMesser bedroht und dasselbe dann in einenEichbaum ( Apollodor ) gestofsen, über das in-zwischen der Bast gewachsen war. Melampusversprach ihn zu heilen, wenn ihm die Rinder-

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herde ausgeliefert werde. Vergeblich wandteer sich an die Vögel, die er zum Mahle ge-rufen; schliefslich durch einen Geier belehrt,verschaffte er dem Iphiklos die Zeugungskraftdadurch wieder, dafs er ihm 10 Tage lang vondem Roste des Messers, das er aufgefundenbatte, in Wein zu trinken gab. Er erhielt dieRinder und trieb sie nach Pylos , und Neleusgab ihm die schöne Pero, die er dem geliebtenBruder überliefs, Apoll. 1, 9, 12. Od. 11, 287 ff.15, 230 ff. Hesiod (Eöen ) in Schol. Ap. Bhod.

I, 118. Pherekyd. Buch VII in Schol. Od. 11,287. Eustath. 1685, 25. Schol. Theokr. 3, 43.Paus. 4, 36, 3. Nach Pausanias galt eine ge-räumige Tropfsteinhöhle in Pylos als der Stalldieser Rinder ( Preller 1 , Gr. Μ. 1, 392, 2).Abgesehen von den Eöen war die Sage vonHesiod ausführlich behandelt in der Melam-podie, aus der uns das Fragment hei Athen .

II, 498 den Akt erkennen läfst, da Iphiklosdem M. die Herde feierlich übergiebt (Nitzsch ,Beitr. z. Gesch. d. ep. Poesie 152). Deutungendes Mythus hei Hartung, R. d. Gr. 2, 221.4, 237. H. D. Müller, M. d. gr. St. 161185,s. Iphiklos 307. Während nach der gewöhn-lichen Erzählung die Übersiedelung nachArgoserst aus Anlafs der Krankheit der Proitidenerfolgt (Apollod. 1, 9, 12. Herod. 9, 34), fliehtM. nach den Andeutungen der Od. 15,226240aus dem Lande, nachdem er sieh an Neleusgerächt, weil dieser ihm während seiner Ab-wesenheit in Phylake seine Schätze gewaltsamgenommen; vgl. Schol. Theokr. 3, 43 a. E.Eine andere Begründung giebt Eustath. 1685,47 (Schol. Od. 15, 236); s. Bias 786, 5. InArgos, wo es ihm bestimmt war zu wohnenund zu herrschen, erscheint er besonders alsbakchischer Sühn- und Heilpriester.Als die Frauen von Argos durch den Zorn desDionysos vom Wahnsinn ergriffen wurden, dafssie wild umherschweiften, heilte sie Melampusgegen das Versprechen des Königs Anaxagoras ,eines Sohnes des Megapenthes, dafs er ihmsowohl als seinem Bruder Bias ein Drittel!seines Landes abtreten wollte und heiratete dieSchwester des Königs, Iphianeira, Diod. 4, 68.Paus. 2,18, 4; vgl. Herod. 9, 34. Ael. v.h. 3, 42.Rohde, Psyche 328, 1. Oder: Die schönen,aber stolzen Töchter des Proitos, Königsvon Tiryns , gerieten in Wahnsinn, weil sie dieOrgien des Dionysos nicht annehmen wollten(Hesiod . bei Apollod.·, vgl. Kataloge ed. Göttlingfrgm. 41 f. )*), oder weil sie das Bildnis der

*) Die hier in Betracht kommenden Yerse des Hesiodlauten:

fr. 41: εϊνεκα μαχλοσύνης στυγερής τερεν άλεσαν ανΒνς.fr. 42: και γάρ σφιν κεφαλήσε y.ath κννος αΐνόν εχενεν,

άλψός γαρ χρό& πάντα κατεσχεν, εν δε νυχαϊται

ϊρρεον Ικ κεψαλεων, -φΐλωτο δε κα).α κάρηνα.Die hier angegebenen Symptome der Krankheit der Proi-tiden. hat schon Sprengel, Beitr . z. Gesch. d. Medicin 2 S. 48 ff.auf den weifsen Aussatz [7.εύκη) bezogen, dessen Merk-male κννος (Grind), άλφός (Linsenmal) und Haarschwund(Alopekie) sind und der oft mit melancholischem Irrsinn,Geilheit und Entstellung der Stimme (die dem Blökender Kälber ähnlich wird) verbunden ist. So verstehtman auch, warum die Proitiden sich in (weifse) Küheverwandelt glaubten, denn die weifsen Kühe waren