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kies gefangen genommen, aber Hippolyteoder Antiope löste sie durch Überlieferungihres Gürtels, Ap. Bhod. 2, 966. lustin. 2, 4,23 — 25; oder sie löste sich selbst durch denGürtel, Diod. 4,16; vgl. Iordanis de reb. Get. 7.Sie ward von Telamon getötet, Tzetz. L. 1329.Bei dem gegen Phrygien gerichteten Zuge derAmazonen, gegen welche Priamos den Phry-gievn zu Hülfe kam, war Melanippe dieFührerin, Schol. II. 3, 189. [v. Holzinger,
Lykophrons Alexandra p. 357. Klügmann, DieAmazonen p. 28. Gorey, Be Amazonum anti-quissimis figuris. Berol. 1891 p. 39 führt dasFragment eines epischen Gedichtes, das ergeneigt ist, dem Kinaithon zuzuschreiben, ausSchol. Und. Nem. 3, 64 an:
TsXcifidiv dxogrjTOs aÜTrjgrjiistsgoig ettxgoiai qpomg tcqojtigzos s&tjksvnzslvag drSgoXitsigav ägmgritov MsXavimcyvctvToxuoLyvrjzyv %qvoo£c6voio avaeoris.
Im Gat. Whittall 1884 p. 86 wird unter nr. 1317als Typus einer Münze der Salonina von Te-menothyrai verzeichnet ,, Herakles robbing theQueen of the Amazons Melanippe of her girdle “.Der Verfasser des Katalogs verwechselt aberoffenbar Melanippe mit Hippolyte , vgl. obenBd. 1 Sp. 2680. Drexler.] — 3) Gemahlin desChalkodon, Mutter des Elephenor, Tzetz. Lyk.1034. — 4) Tochter des Oineus und der Althaia,Nikandros bei Anton. Lib. 2. S. Sp. 2607. — FürMelanippe findet sieh öfter Menalippe. [Diebei Apolloä. Epit. Vat. 3, 1 erwähnte Ama-zone Menalippe, die auch Glauke hiefs undvon Theseus geraubt ihm den Hippolytos gebar,ist mit nr. 2 identisch. Höfer.] [Stoll.]Slelanippos [MsXäviimos), 1) Sohn des Aresund der (Athena-)Triteia oder Tritaia, einerTochter des Triton; er gründete die StadtTriteia in Achaia und nannte sie nach seinerMutter, Bares. 7, 22, 5. Stoll, Die wsprüngl.Bedeutung des Ares S. 9. 10. — 2) Sohn desThebaners Astakos, aus dem Geschlechte derSparten, ein tapferer Held, „der Hektor des(ersten) tbebanischen Krieges“ (Preller); er er-legte im Kampfe den Mekisteus, den Bruderdes Adrastos, und Tydeus, den Schwiegersohndesselben. Nachdem er den Tydeus tödlichverwundet hatte, wurde er von diesem odervon Amphiaraos erlegt. Amphiaraos, derdem Tydeus feind war, hieb dem Melanipposden Kopf ab und schleuderte ihn dem sterben-den Tydeus zu. Dieser schlürfte das Gehirndes verhafsten Feindes, so dafs Athena , dieden Tydeus unsterblich machen wollte, vollAbscheu sich von ihm abwendete, Apollod. 1,8, 6. 3, 6, 8. Aeschyl. Sept. 388 — 395. Find.Nem. 11,47 (37) u .Schol. Pherekyd.b.Schol.II. 5,126 (wo fälschlich Menippos ). 17, 40. Tzetz. L.1066. Sp 2607. Um den Kultus des Adrastosaus Sikyon zu verdrängen, verpflanzte Kleisthe-nes, der Tyrann von Sikyon , den Melanippos,den gröfsten Feind des Adrastos, von Thebennach Sikyon , stiftete ihm einen heiligen Be-zirk und trug die Feste und Opfer, welchebisher dem Adrastos gegolten, auf ihn undDionysos über, Herodot . 5, 67. Bei Thebenwar das Grab des Melanippos, Paus. 9, 18, 1.
Melanippos 2578
Bei Stat. Theb. 8, 741 heifst er Menalippos. —[Welcher, Ep. Gyklus 2 p. 361 f. v. Holzinger,Lykophrons Alexandra p. 321. JBethe, Theban.Heldenlieder p. 43. 61 f. 76. 87 Anm. 13. ImBO. Berliner Winckelmannsprogramm besprichtBobert, Homerische Becher [p. 1—96] p. 81—85einen Tbonbecber aus Tanagra aus gestem-pelter Form im Berliner Antiquarium (J. N.3161 o) mit Kampfdarstellungen, bestehend ausdrei Kriegerpaaren und zwei zusehenden Fi-guren; es sind dargestellt: Teiresias sitzend,Adrastos reitend, Kreon als Peltast; Eteoklesden Polyneikes verfolgend; TVA6VC einenniedergesunkenen verwundeten Gegner mit demTodesstreicb bedrohend, dem Kampfe zuschau-end auf einem Sessel eine ebenso wie derGegner des Tydeus nicht durch eine Beischriftbezeichnete Frau (Iokaste ). Bobert erklärt,dafs der Bedrohte nur Melanippos sein kann,dafs aber__ die Darstellung mit der uns be-kannten Überlieferung nicht übereinstimmt,da auf dem vorliegenden Denkmal der unver-wundete Tydeus zum Todesstreich gegen M.ausholt. Er erklärt die Abweichung daraus,dafs die vom Töpfer für die Darstellung desKampfes der Sieben gegen Theben verwandtenStempel z. T. für eine andere Darstellung be-stimmt waren. _ Dieselbe Schwierigkeit, dieScene mit der Überlieferung in Einklang zubringen, läfst die Deutung zahlreicher Gem-menbilder, die einen stehenden Krieger mitdem Haupte eines getöteten Feindes in derHand darstellen, als Tydeus mit dem Hauptdes Melanippos sehr fraglich erscheinen. DieScene kommt in verschiedenen Variationenvor: Der Held, das Haupt in der Hand, setztden Fufs auf den verstümmelten Leichnam,Scarfb, Lettera ... In Venezia 1739. 4°. p. 58
— 60. Amadutius , Nov. thes. gemm. vet. 3 tab. 23p. 8. Tölken,Erkl. Verz. p. 295 Kl. 4 Abt. 3 nr. 334(Karneol). 335 (Achatonyx) = Winckelmann ,Pierres gr. de Stosch p. 365 f. cl. 3 sect. 3 nr. 322.323. Smith, Cat. of engr. gems in the Brit. Mus.p. 79 nr. 451 („Scarab. Burnt Sard“ = Baspenr. 9525); p. 157 nr. 1357 (Paste). L. Müller,Musee Thorvaldsen p. 112 nr. 912 (Karneol).913 (Paste). 914 (Chalkedon). 915 (Paste).Overbeck, Geschn. Steine aus der Sammlung derFrau Mertens-Schaaffhausen, Bonner Jahrbb.15 p. 120 —121 Taf. 1, 5 (Paste), v. Sacken u.Kenner, Hie Sammlungen des Kgl. Münz- undAntikenkabinetts p. 441 nr. 701 (Karneol). Pul-lini, Saggio di ant. gemme incise tav. 3, 8 p. 27
— 29 (Sardonica fasciata). Cat. of coli, of ant.formed by Hertz p. 42 nr. 820 (gelbe antikePaste). (Einen Helm statt des Kopfes sollder auf den Leichnam tretende Held haltenauf einem gebänderten Onyx der ehemaligenSammlung Blacas, Smith a. a. O. p. 157 nr. 1358,offenbar identisch mit dem von Visconti, derden Helm nicht erwähnt, Opere var. 3 p. 420.Battilioteca de la Turbie nr. 130 verzeichnetenSteine.) Oder der Held mit dem Haupt in derHand tritt nicht auf den Leichnam, sondernsteht neben ihm, L. Müller, Musee Thorvaldsen p. 112 nr. 916—918 (braune Pasten). Fröhner,Coli, de M. de Montigny p. 14 nr. 176 pl. 2(„Agate rubanee“). Oder statt des Leichnams
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