Menelaos
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brachte, Soph. Ai. 1 295. Eur.Or.i6. Hel. 394.Apollod. 3, 10, 8. Schol. II. 1, 7, 2, 249. .&/#.fab. 97. Tiefe- Lyle. 149. iiicep. m JZ. p. 68, 20.Statt des Atreus aber wurde der dem Homerunbekannte Pleisthenes, ein Name, der viel-fach in die Familie der Atriden eingeführtworden ist, schon von Hesiod , Stesichoros undAisehylos und „vielen anderen“ für den Vater desAgamemnon und Menelaos erklärt, Schol. II.l t 7 . 2, 249. Tiefe. Exeg. II. p. 68, 20. In derletzten Stelle heilst Pleisthenes ein Sohn desAtreus und Vater der Anaxibia, des Agamemnon und Menelaos , die er mit Kleolla, der Tochterdes Dias, erzeugt; nach Schol. Eur. Or. 5 zeugteAtreus mit Kleolla den schwächlichen Pleisthe-nes, und dieser mit Eriphyle den Agamemnon,Menelaos und Anaxibia; da aber Pleisthenesfrüh starb, so übernahm der Grofsvater Atreus die Erziehung der Kinder, und deshalb wurdenAgamemnon und Menelaos für die Söhne desAtreus gehalten. Vgl. Tiefe. Exeg. II. p. 68, 20.Eustatli. 11. p. 21, 14. Schol. II. 2, 249. AlsGattin des Pleisthenes und Mutter des Aga-memnon und Menelaos wird Aerope genannt,Apollod. 3, 2, 2. Dict. 1, 1; vgl. 5, 16. Schol.Soph, Ai. 1297. Bei Serv. V. Aen. 1, 458 heifsenAgamemnon undMenelaos Söhne des Pleisthenesohne Angabe der Mutter. S. oben Bel. 1 Sp. 91.Welcher a. a. 0. Pauly, Realencykl , 2 s. v. Aerope.Preller, Gr. Mythl 2, 388, 1.
Als Jünglinge wurden Menelaos und Aga-memnon von Atreus ausgeschiekt, den geflüch-teten Thyestes aufzusuchen. Sie finden ihn inDelphi und führen ihn dem Vater zu, der ihn imGefängnis durch Aigisthos morden lassen will;aber sein tückischer Streich mifslingt, er wirdselbst von Aigisthos getötet, und Thyestes be -mächtigt sich derHerrschaftvonMykenai,_Ht/p./’.88. Agamemnon und Menelaos flüchten und fin-den Aufnahme in Sparta bei Tyndareos, der demAgamemnon seine Tochter Klytaimnestra ver-mählt und den Besitz des väterlichen Reichesverschafft; den Menelaos wählte er aus den zahl-reichen Freiern seiner Tochter Helena (s. d.) zumGemahl (oder Helena selbst wählte ihn), nach-dem ihm die Freier geschworen, dafs sie allevereint dem Auserkorenen beistehen wollten,wenn ein anderer wegen dieser Ehe ihm Un-recht zufügen würde, Hyg. f. 78. Apollod. 3,10, 9; vgl. Tzetz. Lyk. 202. Auch hinterliefsTyndareos bei seinem Tode dem Menelaos seinKeieh, das sich über ganz Lakedaimon undden östlichen Teil von Messenien erstreckte,PI. 2, 581. 9, 150 mit den Schol. Ein ’Eni-ftttldfuos 'EXivrjg wird dem Stesichoros (fr. 29Perglc) zugeschrieben, aus welchem Theokr.Pi. 18 einiges entlehnt haben soll, Argum.Iheokr. 18. Aus der Ehe des Menelaos und derHelena entsprofs nur eine Tochter, Hermione ( a - d.), „denn die Götter verliehen der Helena keine Geburt mehr, nachdem sie die schöneHermione geboren“, Od. 4,12. II. 3,175. Eurip.Androm. 888. Doch schon Hesiod (fr. 93 Lehrs)bei Schol. Soph. El. 539 nennt neben Hermione a ls Sohn des Menelaos und der Helena den Niko-stratos (ojog ’'Jgrjos), so dafs damit iiberein-stirmnt Soph. El. 539, wo Klytaimnestra sagt,dafs Menelaos zwei Kinder habe. Vgl. Apollod.
з, 11, 1. Schol. Od. 4, 11. Tzetz. Lykophr. 851.Aufserdem werden von Späteren als Söhne desMenelaos und der Helena noch aufgeführt Ai-thiolas (wie auch Schol. Theokr. 18, 51 stattIolmos zu schreiben), Thronios, Morrhaphios,Pleisthenes und eine Tochter Melite, Scliol.II. 3, 175. Schol. Theokr. 18, 51. Schol. Eur.Androm. 888. Nikostratos und Aithiolas wur-den von den Lakedaimoniern als Söhne derHelena geehrt, Schol. II. 3, 175. Robert, Bild
и. Lied S. 55 Anm. 4. Wide, Lakon. Kulte 351.Mit einer Sklavin (Pieris, Teiris, Tereis, Teridae,Getis genannt, Apollod. 3, 11, 1. Schol. Od. 4,12) zeugte Menelaos nach der Flucht der Helena den Megapenthes, dessen Name das grofseLeid des Menelaos bezeichnen soll, Od. 4, 11und Schol. Auch Nikostratos wurde von man-chen der Sohn einer Sklavin genannt und mehr-fach mit Megapenthes zusammengestellt; beidewaren zusammen an dem amykläischen Thronedargestellt, beide vertrieben nach dem Todedes Menelaos die Helena aus Sparta , Paus. 2,18,6. 3, 18, 13. 3, 19, 9. Ein anderer unehelicherSohn des Menelaos war Xenodamos, Apollod.3, 11, 1. (Vgl. Helena .)
Menelaos war ein mächtiger Fürst vonmilder und freundlicher Gesinnung (aya-ö-og,II. 4, 181), er lebte in seinem reichen Hause(die Pelopiden waren wegen ihres Reichtumssprichwörtlich) an der Seite der geliebtenschönen Gattin in behaglicher Ruhe und übteeine edle Gastlichkeit. Dies häusliche Glückwurde ihm plötzlich gestört durch Paris , der,von Menelaos gastlich aufgenommen (s. Fig. 1),während dessen Abwesenheit in Kreta , woIdomeneus sein Gastfreund war (II. 3, 232),ihm die Gattin zugleich mit vielen Schätzen(II. 3, 47. 70; 7, 363; 13, 626; 22, 114) durchVerführung oder durch Gewalt (Tzetz. Lyk.103. Serv. V. Aen. 1, 651) nach Troia ent-führte. (Nach Tzetz. Lyk. 132. 136 hatte Mene-laos den Räuber sich selbst von Troia insHaus gebracht. Er war nämlich wegen einer inLakedaimon herrschenden Pest auf Geheifs desApollon nach Troia gesandt worden, um anden Gräbern des Lykos und Chimaireus zuopfern, und wurde dort von Paris beherbergt;da aber Paris wegen eines unfreiwilligen Mordesflüchten mufste, so nahm ihn Menelaos mit nachSparta , entsühnte ihn und behielt ihn als Gastin seinem Hause; vgl. Schol. II. 5, 64.) AlsMenelaos , von seinem Unglück (durch Iris,Kypria b. Proklos ) benachrichtigt, nach Sparta zurückgeeilt war, ratschlagte er zunächstmit seinem Bruder Agamemnon , dem mäch-tigsten Könige im Peloponnes , über einen Kriegs-zug gegen Troia . Darauf warben sie die griechi-schen Fürsten zur Teilnahme; Menelaos gehtzu Nestor, mit Nestor, Agamemnon und Pala-medes zu Odysseus und anderen (Kypria).Menelaos und Agamemnon bei Odysseus , Od. 24,115; vgl. Hyg. fab. 95. Nestor und Odysseus holen den Achilleus, TI. 11,767. In Arkadien warbMenelaos ; man zeigte beider StadtKaphyainochin später Zeit eine stattliche Platane, die damalsMenelaos an einer Quelle gepflanzt haben sollte,Paus. 8, 23, 4. Auch nach Delphi ging Mene-laos mit Odysseus , um den Gott wegen des
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