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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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Menelaos

Menelaos

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unter beiden Völkern sein sollte. Zuerst warfParis seine Lanze ohne Erfolg; als Menelaosden Speer zum Wurfe schwang, betete er:Herrscher Zeus , lafs mich den strafen, der michzuerst gekränkt, dafs auch einer der spätenEnkel sich scheue, dem Gastfreund Böses zuthun, der ihm Liebe erwies (3, 351). DerSpeer durchdrang den Schild und Panzer desParis ; der aber entging durch eine Beugung

gekommen durch den gewaltigen Mann, derfrüher mein Gatte war. Du rühmtest dichfrüher, stärker zu sein als Menelaos ; jetzt geh'und fordere ihn nochmals zum Kampfe. Vg]Dict. 2, 39 f. Der Zweikampf des Menelaos und Paris ist dargestellt auf einer etruskischenAschenurne {Brunn, Urne etrusche 1 , 56, 1),ziemlich abweichend von Homer auf einerVase des Duris {Fröhner, Ghoix de vases t. 4 ),

dem Tode. Rasch zog Menelaos das Schwert io s. Baumeister, Henkm. d. kl. A. 1 S. 722.und schlug den Gegner über den Helm; doch Agamemnon forderte nach dem offenbaren

Siege des Menelaos die Erfüllungdes Vertrages. Während dieTroer noch schweigend standen,sendete Pandaros bundesbrüchigeinen Pfeil auf Menelaos , derjedoch nur leicht verwundetward, II. 4, 124147. Brunn,Urne etrusche tav. 66, 1 . Sehlie,Troiseher Sagenkreis S. 114 ff.;vgl. O.Jahn, Bilderchron. S. 13f.Als Agamemnon das Blut fliefsensah, erschrak er in ängstlicherSorge um den geliebten Bruder;doch dieser beruhigte ihn, II. 4,148 ff. In der nun folgendenSchlacht erlegte Menelaos denSkamandrios, 5, 4958. Als erspäter sich gegen Aineias wen-det, springt ihm Antilockosbei, in Sorge, dafs ihm etwasSchlimmes begegne, und Aineias weicht, 5, 561 572. Darauftötet M. den Paphlagonier Py-laimenes, 5, 576 ff. Als am Endedes Tages Hektor die Besten derAchaier zum Zweikampf aufrief,erhob und wappnete sich zuerstMenelaos , erzürnt über dasZögern der anderen; doch Aga-memnon und die anderen Für-sten hielten ihn zurück, dafs ernicht unter den Händen des Stär-keren falle, 7, 94122. In demKampfe um die Schiffe verwundetM. mit dem Speere den Helenos(13, 693), tötet darauf den Pei-sandros (13, 601 619), fernerden Hyperenor, den Bruder desEuphorbos (14, 516. 17, 24), undden Dolops (15, 640), und alsPatroklos die Troer von denSchiffen zurücktrieb, den Thoas(16, 311). Nachdem Patroklos gefallen (16, 820), schirmt M.zuerst allein dessen Leiche (17, lff.), indem erden Euphorbos (17, 4560) und den Podes (17,575) erlegt, dann gemeinsam mit dem Telarno-nier Aias ; endlich sendet er den Antilockos

3) Menelaos mit Patroklos Leiche (vgl. Overbeck, Bildw. d. theb. u. tr. RTaf. XXIII, 5; vgl. S. 551ff.); vgl. Bd. 1 Sp. 126.

die Klinge zersprang. Da fafste er im Zorneden Helmbusch des Gegners und zog ihn um-gewendet nach den Achaiern hin, und er hätteihn in seine Gewalt gebracht, wenn nicht

Aphrodite das Helmband zerrissen und ihren co zu Achilleus mit der Nachricht von dem Tode

Liebling befreit hätte. Ergrimmt warf Mene-laos den Helm in weitem Bogen zu seinenFreunden hin und stürmte dann wieder zurück,um den Verhafsten mit der Lanze zu töten.Aber Aphrodite barg ihn in Nebel und ent-führte ihn in sein Haus. Hier schalt ihn He-lena mit höhnenden Worten (v. 428):Dukommst aus dem Kriege? 0 wärest du run-

des Freundes (684) und trägt mit Meriones dieLeiche vom Schlachtfelde, während die beidenAias die nachdrängenden Troer abwehren(716 ff.). Menelaos gegen Hektor über der Leichedes Euphorbos kämpfend auf einem sehr altenVasenbilde aus Rhodos (Fig. 2), Baumeister,Henkm. 1 S. 729 f. Abb. nr. 784. Wie man überdie Statuengruppe im Westgiebel des ägine-