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ihn zu bestatten, während Nestor und Dio-ffl edes nach Hause fuhren, Od. 3, 149 — 183.276—285. Als Menelaos seinen Weg fortsetzte,überfiel ihn bei Malea ein Sturm und triebihn nach Kreta , wo die meisten seiner Schiffescheiterten; er selbst wurde mit fünf Schiffenin das östliche Meer und nach Ägypten ver-schlagen, wo er sich sieben Jahre unter frem-den Menschen umhertrieb und vielen Reich-tum sammelte, Od. 3, 286—304. 312; 4, 80. 3Apollod. ep. 6, 1. 29. Vgl. v.Duhn, De MenelaiHin. Aegyptio. Bonnae 1874 (Dissert.). Er warnach Kypros, Phönikien und Ägypten , auch zuden Aithiopen und Sidoniern, Erembern und nachLibyen gekommen, Od. 4, 81—89 {Strabon p. 37_40). Kostbare Geschenke, die er und He-lena in dem reichen Osten empfangen, werdenerwähnt Od. 4,126—132.615—619; vgl. Herod. 2,119. (Nach Kyrene kam die Famliie des Griechen-freundes Antenor (s. d.) mit Menelaos und He- 2lena aus Troia· , Find. Pyih. 5, 88 (108) mit Schol.Welcher, Gr. Tr. 1, 170. Studniczka, Kyrene 129 ff.) Zuletzt wurde M. noch auf seiner Fahrtvon Ägypten in die Heimat auf der Insel Pharos,die eine ganze Tagesfahrt von Ägypten ent-fernt lag, 20 Tage lang von den Göttern durchschlimme Witterung aufgehalten, so dafs erschon mit seiner Mannschaft an Hunger litt;da rät ihm Eidothea, die Tochter des weis-sagerischen Meergreises Proteus , diesen zu 3fangen und sich offenbaren zu lassen, wie erin die Heimat gelangen könne. Proteus sagtihm, er müsse zum Flusse Aigyptos zurück-kehren und dort den Göttern das versäumteOpfer bringen, Od. 4, 351—570. Das geschah,und nun kam Menelaos glücklich nach Hauseim achten Jahre seiner Irrfahrt, an demselbenTage, an welchem Orestes den Leichenschmausseiner Mutter und des Aigisthos hielt, Od. 4,576 — 586. 3, 309 — 322. Von Proteus hatte lMenelaos schon zu seinem unsäglichen Schmerzedie Kunde von dem Tode seines Bruders ge-hört und ihm am Nil ein Kenotaphion er-richtet; hätte er bei seiner Rückkehr denAigisthos noch lebend getroffen, so würde erihn den Hunden und Vögeln preisgegebenhaben, Od. 4, 512—547. 584; 3, 256—261.
Später galt Proteus (s. d.) für einen KönigvonÄgypten,und man erzählte, dafs Parismit dergeraubten Helena dorthin gekommen und in dem 5Hause des Proteus gastlich aufgenommen wordensei (Bd. 1 Sp. 1940f.). Nachdem aber dieservon dem Unrecht des Paris unterrichtet wor-den, entzog er ihm die Helena und schickteihn mit einem Scheinbilde ( sl'äcolov ) derselbennach Troia , um welches dann nach dem Willendes Zeus Griechen und Troer zehn Jahre langkämpften, Tzetz. Lylc. 103. 112. 113. 820. 822.Änteh. 147. Serv. V. Aen. 1, 651; 2, 592. 601.Hiilostr. Her. 2, 20. Vit. Apollon . 4,16. Diese gU mformung der Sage scheint von Stesichoros(nicht von Hesiod , s. Preller, Gr. Myth.%,112, 2)ausgegangen zu sein, Stesich. fr. 26 (Berglc)und die dort von Der gl: angeführten Stellen:Isocrat. Encom. Hel. 64. Plat. Phaedr. p. 243 A.Republ 9, 586 C. Aristid. 2, 72 u. a. Dann be-richtet Herodot 2, 112—120 (vgl. Eustath. II.p. 397. Od. p. 1500), was ihm ägyptische Priester
erzählt und er selbst glaubhaft fand, dafs Paris mit Helena nach Ägypten gekommen und demKönig Proteus in Memphis überliefert wordensei. Als dieser erfuhr, dafs Paris Helena undviele Schätze frevelnd aus Sparta geraubt,schickte er drohend den Paris aus dem Landeund behielt Helena und die Schätze zurück,um sie später dem Menelaos zurückzugeben.Als nach Troias Eroberung die Griechen He-o lena nicht ^fanden und die Troer beteuerten,sie sei in Ägypten bei Proteus , so sandten sieden Menelaos selbst dorthin, und dieser empfingaus den Händen des Proteus Helena und alleSchätze. Dem Stesichoros (und Herodot ?) folgendhat Euripides seine Helena gedichtet. AlsParis nach Sparta kam, um Helena zu ent-führen, gab ihm die zürnende Hera ein Schein-bild derselben, das er nach Troia brachte;so entstand nach dem Ratschlufs des Zeus dero trojanische Krieg, damit die von der allzu-grofsen Menschenmenge bedrückte Erde er-leichtert würde (nach den Kyprien). Die wirk-liche Helena liefs Zeus von Hermes durch dieLüfte entführen, zunächst nach der oben er-wähnten attischen Insel Helena (v. 1670) unddann nach Ägypten zu Proteus , dem Besonnen-sten und Sittsamsten der Menschen, dafs He-lena die Ehe dem Menelaos unbefleckt erhalte,v. 31 — 59. Nach des Proteus Tode aber willo dessen Sohn Theoklymenos sie zur Ehe zwingen;da kommt zur rechten Zeit Menelaos von Troia,das Scheinbild der Helena mit sich führend.Dieses entfliegt in die Lüfte (v. 605), Menc-laos erkennt seine wahre Gattin und fliehtmit derselben in die Heimat. Vgl. Art. Helena .
Als Telemacbo3 mit Peisistratos nach Sparta kam, um bei dem noch nicht lange zurück-gekehrten Menelaos Kunde über den Vater ein-zuholen, feierte eben Menelaos in seinem Hauseo eine doppelte Hochzeit, die seiner Tochter Her-mione, welche er dem Neoptolemos vor Troia versprochen hatte (vgl. Quint. Sm. 6, 85. 7, 213)und nun mit Rossen und Wagen naelr der Stadtder Myrmidonen entsenden wollte, und die Hoch-zeit seines Sohnes Megapenthes mit einer Spar-tanerin (Iphiloche oder Echemela, Schol. Od.4, 10), der Tochter des Alektor, Od. 4, 1—14.Die beiden Jünglinge staunten über den strah-lenden Reichtum des Hauses {Od. 4, 71), dasMenelaos mit Helena noch lange glücklich undin Ehren bewohnte. Zuletzt ging er, wie ihmProteus vorausgesagt {Od. 4, 561 ff.), ohne zusterben in das Elysion ein, weil er der Ge-mahl der Helena, der Tochter des Zeus war,vgl. Eur. Hel. 1676. Aristot. Pepl. 3. Bohde,Psyche 63 ff. 74,3. Nach einer apokryphen Sagebei Ptol. Heph. 4 p. 318 kam er mit Helena nachTauris, um den Orestes aufzusuchen, und wurdemit ihr von Iphigeneia der Artemis geopfert. —Bis in die Zeit des Pausanias zeigte man noch inSparta das Haus des Menelaos, Paus. 3,14,6; auchhatte Helena dort einen Tempel, Paus. 3, 15, 3.Doch war ursprünglich wohl das uralte The-rapne, dem südöstlichen Teile Spartas gegen-über auf einem die ganze Eurotasebene be-herrschenden Berge, die Burgstadt des Mene-laos, an deren Stelle Homer , welcher Therapnenicht nennt, das nahe gelegene Sparta , das in der
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