•der Aiakiden gelaugt; bei Eustath. zur Ilias
112, 45 wird — wohl irrtümlich — demüesiod (fr. 104 Bz.) die mit Homer in Wider-spruch stehende Überlieferung beigelegt, dafsMenoitios der Bruder des Peleus sei; nachder vulgär gewordenen Genealogie: Aigina-Jlenoitios-Patroklos würde Patroklos ein Vetterdes Peleus sein; vielleicht um Patroklos mitAchilleus in dieselbe Generation zu setzen, hatman zwischen Aigina und Menoitios noch die ioDamokratia eingeschoben, die die Tochter desZeus und der Aigina , die Gemahlin des Aktorund die Mutter des Menoitios gewesen seinsoll nach Pythainetos, dem Verfasser von Ai-(finetika, den JDidymos benutzt hat (fr. 4 ausSchol. Find. Ol. 9, 104; vgl. Schol. Find. Nem.
6 53 ); darnach wären Achilleus und PatroklosevifiaSoi. — Aktor, des Menoitios Vater, wirdnur bei Eustath. z. Ilias p. 113 Sohn des Myr-rnidon genannt; doch ist diese Beziehung sinn- 20gemäfs, wenn wir das Geschlecht des Patroklosnach Phthia versetzen. (Freilich Eiod. 4, 72nennt Aktor, des Myrmidon Sohn, der Peleusin Phthia aufgenommen habe, kinderlos; diegewöhnliche Überlieferung bei Apollod. 3, 13,1läfst Peleus von Eurytion, dem Sohne des Ak-tor, aufgenommen und entsühnt werden.) Da-gegen entscheiden sich Bernhard (im ArtikelAktor nr. 2 Bd. 1 Sp. 218 Z. 5) und Tümpel (immiolog. 49 S. 734) dafür, den Grofsvater des soPatroklos mit dem bei Apollod. 1, 9, 4 imStemma der phokischen Könige aufgezähltenAktor, dem Sohne des Deion, zu identificieren.
— Die Gemahlin des Menoitios, die Mutterdes Patroklos, heifst in der gewöhnlichenÜberlieferung Sthenele, Tochter des Akastos,der ebenfalls der thessalischen Sage angehört,Schol. Find. Ol. 9, 107. Schol. Ap. Eh. 1, 69.Apollod. 3, 13, 8. Tzetzes in Cramers An. Ox.
3, 378, 4 (Sthenelos, ein Sohn des Aktor, wird ioSchol. Ap. Eh. 2, 911 genannt). Bei Apollod.
а. a. 0. werden aufser Sthenele aus abweichen-der Überlieferung Periapis, die Tochter desPheres, und Polymeie, die Tochter des Peleus,genannt; statt Polymeie wird Philomele über-liefert von Hyg. fab. 97 (p. 90, 6 Schm.).Schol. Od. A343. q 134. Eustath. z. Hom. S 343p. 1498. (Philomele, die Tochter des Aktor,wurde von Staphylos bei Schol. Ap. Bh. 4,
816 und Daimachos bei Schol. Ap. Bh. 1 , 658 50an Stelle der Thetis zur Mutter des Achilleusgemacht.)
Als Vater eines Helden des trojanischenKrieges wurde Menoitios in die Liste der Ar-gonauten aufgenommen, ohne dafs die Argo-uautensage von ihm etwas zu berichten wufste,Apoll. Bhocl. 1, 69 f. (Schol. zu v. 72). Apollod.
1, 9, 16. Orph. Argon. 193. Val. Flacc. 1, 407.
б, 343; überall wird er dabei als Opuntier be-zeichnet. 60
Nach lokrischer Sage soll Menoitios demHerakles zuerst in Opus heroische Ehren er-wiesen haben, wie Eiod. 4, 39 erzählt; eineandere Beziehung zu Herakles weist Flut.Arist. 20 auf, wonach eine Tochter des Me-noitios, Myrto, von Herakles die Eukleia ge-boren habe, die bei den Boiotern und Lokrerngöttliche Ehren genofs ('Agzepug Evxheia, vgl.
Paus. 9, 17, 1 und den Artikel Artemis Bd. 1Sp. 575 Z. 46ff.).
3) Ein Grieche vor Troia, Quint. Sm. 8, 111.
[Seeliger,]
Menon (Μινών), Name mehrerer Troianervon denen nr. 1) von Leonteus, Hom. II. 12,193; — nr. 2) von Diomedes , Quint. Smyrn.10, 118; — nr. 3) von Phüoktetes getötet wird,Quint. Smyrn. 11, 481. [Höfer.]
Menoplirus? s. Menephron.
Menoptolemos s. Meneptolemos.
Menotyrannos (Μηνοτύραννος), Beiname desAttis, Orell.Inscr.lat. nr. 1900.1901. 2264. 2353.S. Menitiamos u. Men Sp. 2752 f. [Stoll.]
Menrva (menrva), etruskischer Name derMinerva , häufig auf Spiegeln, in mannigfachenBeziehungen und Verbindungen, am eigentüm-lichsten als Kinderpflegerin (s. maris). Neben-formen sind: menerva (Fahr., C. I. I. Tz. Spl.394), menarva (? ebend. 393), meneruva (Fahr.,C. I. I. 2489); vgl. Fahr., Gl. I. eol. 1155 undInd. d. Spl. Corssen, Spr. d. Etr. 1, 370 ff.0. Müller, Etr . 2 2, 46 ff. nt. 24. Eeecke, Etr.Fo. 4, 41 ff. (s. te&vm). Nicht hierher gehörtmera (vielleicht = [tajmera ), Fahr., G. I. I.2095 a. Vgl. Minerva. [Deecke.]
Mens. In der Zeit der Verwirrung nach derNiederlage am trasimenischen See und demTode des Konsuls C. Flaminius gelobte imJahre 537/217 der Prätor T. Otacilius auf Ge-heifs der sibyllinisohen Bücher im Aufträgedes Senats einen Tempel der Mens; er wurdeauf dem Capitol neben dem zugleich von demDiktator Q. Fabius Maximus gelobten Tempelder Venus Erycina erbaut und im Jahre 539/215von demselben T. Otacilius eingeweiht (Liv. 22,9,7 ff. 10,10. 23,31,9. Ovid., f. 6, 241ff. Factant.,i. d. 1, 20, 13; zur Lage vgl. Becher, Topogr.S. 403 f. O. Gilbert, Geschichte u. Topographied. Stadt Born im Altertum. 3. [Leipz. 1890]S. lOlf. 398 f.; die beiden Tempel waren nachLio. 23, 31, 9 canali uno discretae, vgl. dazuMerkel zu Ovids Fasti S. CXXIV nr. 5 undCXXXVI). Der Stiftungstag des Tempels warder 8. Juni (Fasti Tusculani, C. I. L. 1 S. 300= 14, 2575 zum 8. Juni: Menti; Fasti Venu-sini, G. I. L. 1 S.301 = 9, 421 zum 8. Juni:Menti. in. Capitol(io ); Fasti Maffeiani, G. I. L.1 S. 305 = 6, 1 nr. 2297 S. 630 zum 8. Juni:Menti in Capit(olio)\ Fasti Bomani viae Gra-tiosae, C. I. L. 1 S. 331 = 6, 1 nr. 2303 S. 636zum 8. Juni: Menti. in Capitolio; Ovid. a. a. 0.).Aus Cicero, n. d. 2, 23, 61 ut Fides, ut Mens,quas in Capitolio dedicatas videmus proxime aM. Aemilio Scauro ist wohl nicht mit Preller(B. AI . 3 2 S. 265f.) auf eine besondere Stiftungdes Aemilius Scaurus , sondern mit Merkel(a. a. O. S. CXXXVI) und Becker (a. a. 0.; soauch Gavedoni im Bull. d. inst. 1862 S. 48.H. Peter zu Ovids Fasti 2 2 S. 80 zu 6, 241.Gilbert a. a. 0. S. 101 Anm. 2; ganz irrige Auf-fassung bei Hartung, Beligion d. Börner 2 S. 262)auf eine Wiederherstellung des von Otaciliusgeweihten Tempels zu sehliefsen; nach Plutarch ,de fort. Bom. 5 (ähnlich die interpolierte Fas-sung von c. 10) «od το τής Μέντις καλούμενη s(Γνώμης αν νομί'ζοιτο) Σκανρος Αιμίλιος (sc. ιερόνίδρυαατο), περί τα Κιμβρικά τοϊς χρόνοις γεγο-
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